Wechsel nach Schwerin Schwesig will sich weiter in Bundespolitik einmischen

Familienministerin Schwesig will auch als Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern weiter in der Bundespolitik mitmischen. Sie wolle eine starke Ministerpräsidentin "mit ostdeutscher Stimme" sein, kündigte sie an.

Manuela Schwesig
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Manuela Schwesig


Es war ihre letzte Pressekonferenz als Bundesfamilienministerin. "Natürlich gilt mein Blick jetzt in den nächsten Wochen meinem eigenen Bundesland", sagte Manuela Schwesig, die dem schwer erkrankten Erwin Sellering als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern nachfolgen soll.

Mit dem Wechsel nach Schwerin wolle sie aber nicht zur reinen Landespolitikerin werden. Sie habe vor, "eine starke Ministerpräsidentin auch mit ostdeutscher Stimme zu sein, die sich weiter in die Bundespolitik einmischt", sagte die 43-jährige SPD-Politikerin.

An diesem Freitag übergibt Schwesig ihr Amt als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an die bisherige SPD-Generalsekretärin Katarina Barley. Sie sei sicher, dass Barley diese Themen in der Regierung, aber auch im Wahlkampf für die SPD gut vertreten werde, sagte Schwesig.

Konkret müssten vier Monate vor der Bundestagswahl noch zwei wichtige Vorhaben ins Ziel gebracht werden, nämlich die geplante Abschaffung des Schulgelds bei der Ausbildung für Pflegeberufe sowie das Kinderschutzgesetz mit Verbesserungen für Pflegekinder.

Der Abschied aus ihrem Ministerium falle ihr nicht leicht. "Wofür ich wirklich dankbar bin, auch diesem Haus, ist, dass es wirklich geklappt hat, dass ich mir den Traum von so einem Amt und Familie erfüllen konnte", sagte die Mutter zweier Kinder.

als/dpa



insgesamt 14 Beiträge
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Duggi 01.06.2017
1. Na gut.
Aber das muss nun niemanden wirklich besorgen. Viel hergerichtet hat sie bisher ja auch nicht. :-)
angelus 01.06.2017
2. Starke Repräsentantin
Und eine ganz starke Stimme wird sie sein für die noch 2.800 Mitglieder in ihrem SPD-Landesverband, der leise vor sich hin schrumpft. Immerhin repräsentiert sie damit ein Dreißigtausendstel der Einwohner Deutschlands.
winki 01.06.2017
3. @1 Hat sie doch!
Jedenfalls war sie als Bundesministerin nicht schlecht. Nun wartet doch mal ab was sie als MPin auf die Reihe bringt. Sympatiepunkte hat sie in ihrem Bundesland schon mal reichlich. Prozentual jedenfalls mehr als Armin L. in NRW.
j.malle 01.06.2017
4. Sie sollte
sich in Erster linie um die Interessen ihres Bundeslandes kümmern. Im 27igsten Jahr der Einheit haben sich diese Bundesländer sehr unterschiedlich entwickelt. Pauschal von gleichen "ostdeutschen Interessen " zu reden halte ich für Quatsch. Die Entwicklung von Thüringen und Sachsen ist eine andere, als die von den Anderen Drei plus Berlin. Das sieht man schon an den Einpendler aus Sachsen/Anhalt und Brandenburg in diese 2 BL. Außerdem ist die Mentalität auch sehr verschieden.
leidenfeuer 01.06.2017
5. Billige Vorschusslorbeeren
Zitat von winkiJedenfalls war sie als Bundesministerin nicht schlecht. Nun wartet doch mal ab was sie als MPin auf die Reihe bringt. Sympatiepunkte hat sie in ihrem Bundesland schon mal reichlich. Prozentual jedenfalls mehr als Armin L. in NRW.
Wie viele Sympathiepunkte hat sie denn schon im MeckPomm? Da gibt es nichts Konkretes, nur eine leere Behauptung ohne sachlichen Hintergrund nebst einem abwegigen Punkte-Vergleich mit Herrn Laschet.
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