Zwönitz in Sachsen Wahlkreisbüro des CDU-Politikers Wanderwitz angegriffen

Die Polizei ermittelt nach einer Attacke auf das Wahlkreisbüro des Ex-Ostbeauftragten Marco Wanderwitz. Sein Nachfolger Carsten Schneider prangerte die »Radikalisierung und Enthemmung« von Teilen der Bevölkerung an.
Beschädigtes Fenster am Wahlkreisbüro von Marco Wanderwitz in Zwönitz

Beschädigtes Fenster am Wahlkreisbüro von Marco Wanderwitz in Zwönitz

Foto: André März / dpa

Im sächsischen Zwönitz ist ein Fenster des Wahlkreisbüros des CDU-Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz beschädigt worden. Die Ermittlungen würden auf den Einsatz von Pyrotechnik hindeuten, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz am Samstagabend. Der Schaden sei am Neujahrstag festgestellt worden, es sei eine Anzeige wegen Sachbeschädigung eingegangen. Weitere Details nannte die Polizei zunächst nicht, der Hintergrund war offen. Zuvor hatte die Zeitung »Freie Presse« berichtet. Wanderwitz war von 2020 bis zum jüngsten Regierungswechsel Ostbeauftragter der Bundesregierung.

Solidarität von Kollegen mehrerer Parteien

Politiker mehrerer Parteien äußerten sich auf Twitter zu dem Vorfall und sprachen teilweise von einem Anschlag. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak bekundete seine »volle Solidarität«. »Es gibt keine Rechtfertigung dafür. Dieser Anschlag ist keine Form von Protest, sondern einfach nur kriminell«, schreibt er. Der politische Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, twitterte: »Volle #Solidarität mit dem Kollegen Marco wanderwitz. Gewalt hat in der demokratischen Auseinandersetzung keinen Platz.«

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Carsten Schneider (SPD), der Nachfolger von Wanderwitz als Ostbeauftragter, schrieb: »Dieser Anschlag auf das Büro von wanderwitz ist ein weiterer Beleg für die Radikalisierung und Enthemmung von Teilen der Bevölkerung. Es ist auch kein Einzelfall, sondern mittlerweile traurige Methode.«

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Auch Wahlkreisbüro von Karl Lauterbach angegriffen

In der Silvesternacht war auch eine Scheibe des Kölner Wahlkreisbüros von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eingeworfen worden. In dem Fall ermittelt der Staatsschutz.

Lauterbach sagte der Nachrichtenagentur dpa, er gehe davon aus, dass die Attacke auf sein Büro aus den Reihen radikalisierter Impfgegner und Corona-Leugner heraus verübt wurde. Am 10. Dezember war das Büro bereits mit Parolen wie »Krankheitsminister«, »Mörder« und »Psycho Lauterbach« beschmiert worden.

col/dpa