Nachfolger Paul Ziemiaks Mario Czaja zum CDU-Generalsekretär gewählt

Der Wunschkandidat von Friedrich Merz ist neuer Generalsekretär der CDU: Die Delegierten beim digitalen Parteitag haben Mario Czaja mit großer Mehrheit in das Amt gewählt.
Mario Czaja

Mario Czaja

Foto: Hannibal Hanschke / AFP

Mario Czaja ist neuer Generalsekretär der CDU. Der Wunschkandidat des neuen Parteichefs Friedrich Merz wurde auf dem 34. Parteitag der CDU von den 1001 Delegierten als Nachfolger von Paul Ziemiak gewählt. Von 964 abgegebenen Stimmen erhielt Czaja 875, das entspricht einer Zustimmung von 92,89 Prozent. Das Votum muss formal per Briefwahl bestätigt werden. Deren Ergebnis soll am 31. Januar verkündet werden.

»Ich nehme die Wahl sehr gern an und danke für das große Vertrauen«, sagte der frühere Berliner Sozialsenator nach der Wahl. Er bedankte sich bei Vorgänger Ziemiak für die Freundschaft und die Zusammenarbeit. Ziemiak und Merz hatten sich vor der Wahl für Czaja ausgesprochen.

Czaja: »Verbindende Volkspartei« bleiben

Czaja kündigte die Einrichtung einer »Ideenschmiede« an, die mit Vorschlägen der Parteimitglieder gespeist werden solle. Wenn es der CDU gelinge, sich »von innen« zu modernisieren, werde sie es schaffen, »eine verbindende Volkspartei« zu bleiben.

Im Anschluss wurden über die fünf Posten als Vizeparteichefs abgestimmt. Die Kandidatinnen und Kandidaten, Carsten Linnemann, bislang Chef der Mittelstandsunion, Klimapolitiker Andreas Jung, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien sowie Silvia Breher, die bislang schon Vizeparteichefin war, wurden allesamt ins Amt gewählt.

Die größte Zustimmung der Delegierten erhielt dabei Kretschmer, auf den 883 Stimmen (92,65 Prozent) entfielen. Prien fuhr mit 675 Stimmen (70,83 Prozent) das schwächste Ergebnis ein.

Merz war zuvor im Konrad-Adenauer-Haus mit einer Zustimmung von 94,62 Prozent zum CDU-Vorsitzenden gewählt worden. Formal allerdings ist Merz noch nicht im Amt: Die digitale Wahl der Delegierten muss schriftlich bestätigt werden, die Auszählung der Stimmen soll am 31. Januar erfolgen. Wie schon im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung aufgrund der Pandemie digital statt.

Für Merz war es der dritte Versuch, Chef der Christdemokraten zu werden. Im vergangenen Jahr verlor er die Wahl gegen Armin Laschet, 2018 unterlag er Annegret Kramp-Karrenbauer. Einen Gegenkandidaten gab es dieses Mal nicht. Merz folgt als Vorsitzender auf Armin Laschet, der das Amt nur ein Jahr innehatte. Er war als Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl angetreten und kündigte nach dem historisch schlechten Abschneiden von CDU und CSU seinen Rückzug vom Parteivorsitz an.

svs/AFP/dpa

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