Kanzlerkandidatur von CDU und CSU Weitere Umfrage sieht Söder als Liebling der Unionsanhänger

Bayerns Regierungschef beteuert, nicht Kanzlerkandidat der Union werden zu wollen. Doch eine neue Umfrage zeigt, dass nicht nur Anhänger von CDU und CSU von Söder überzeugt sind - sondern auch eine Mehrheit der Deutschen ihm die Rolle zutraut.
Markus Söder mit Schützenhut: Ist sein Platz wirklich in Bayern?

Markus Söder mit Schützenhut: Ist sein Platz wirklich in Bayern?

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Sven Hoppe/ dpa

Die Anhänger von CDU und CSU stehen auf Markus Söder: Dem neuen ARD-Deutschlandtrend  von Infratest dimap zufolge halten 67 Prozent von ihnen den bayerischen Ministerpräsidenten für einen guten potenziellen Kanzlerkandidaten der Union.

Auch bei der Gesamtbevölkerung hat Söder gute Karten: Dort halten ihn 53 Prozent für geeignet, die Union in die Bundestagswahl 2021 zu führen. Im Vergleich zur letzten Befragung für die ARD im Februar legte Söder damit um 22 Prozentpunkte zu. Dabei gilt noch immer: Eigentlich will der CSU-Chef gar nicht kandidieren. Erst Ende März sagte er dem SPIEGEL, sein Platz sei in Bayern .

Die Umfrageteilnehmer konnten die potenziellen Kanzlerkandidaten der Union einzeln bewerten. Über Friedrich Merz sagen demnach 33 Prozent der Befragten, er wäre gut geeignet, über Armin Laschet sagten das 27 Prozent (-3), über Norbert Röttgen 21 Prozent.

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Unter Unionsanhängern schnitt Merz mit 44 Prozent Zustimmung ab, Laschet mit 29 Prozent und Röttgen mit 18. Infratest dimap befragte für den ARD-Deutschlandtrend am 4. und 5. Mai 1003 Wahlberechtigte.

Ende April hatte eine SPIEGEL-Umfrage eine ähnliche Tendenz aufgezeigt. Demnach hielten fast 68 Prozent der Unionsanhänger Söder für den aussichtsreichsten möglichen Kanzlerkandidaten der Union, über Parteigrenzen hinweg waren es knapp 46 Prozent der Befragten. Die Umfrageteilnehmer mussten sich dabei allerdings für einen Kandidaten entscheiden.

Die Sonntagsfrage des ARD-Deutschlandtrends führte zu einem ähnlichen Ergebnis wie die SPIEGEL-Umfrage: Demnach würden 39 Prozent der Wahlberechtigten CDU/CSU wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Deutschlandtrend von April. 18 Prozent (-4) der Stimmen würden auf die Grünen entfallen. Die SPD würde 16 Prozent erreichen (+0), die AfD würde bei neun Prozent (-1) landen. Die Linke käme auf acht Prozent (+1), die FDP müsste mit fünf Prozent um den Einzug in den Bundestag bangen.

mes/dpa/Reuters