SPIEGEL ONLINE

Politischer Aschermittwoch Söder ruft gemäßigte AfD-Mitglieder zum Austritt auf

Für Markus Söder ist es der erste politische Aschermittwoch, seit er CSU-Chef ist. In seiner Rede knöpfte Bayerns Ministerpräsident sich vor allem die AfD vor - und Grünen-Chef Robert Habeck.

CSU-Chef Markus Söder hat gemäßigte Mitglieder der AfD zum Austritt aus der Partei aufgerufen. "Kehrt zurück und lasst die Nazis alleine in der AFD. Es ist Zeit für einen Richtungswechsel", sagte der bayerische Ministerpräsident beim politischen Aschermittwoch in Passau (Verfolgen Sie die Reden in unserem Newsblog).

Die AfD sei keine Partei der vereinsamten Konservativen, besonders der Flügel um den Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke sei klar auf dem Weg ins Rechtsextreme. Wer sich davon nicht vereinnahmen lassen wolle, müsse austreten.

Wenn Deutschland, wie von der AfD in ihrem Europawahlkampf ins Gespräch gebracht, die Europäische Union verlassen würde, sei dies das Ende der Freiheit, das Ende des Wohlstands "und das Ende der europäischen Idee, wie wir sie kennen", sagte Söder.

Auch die Grünen attackierte der CSU-Chef in seiner Rede in Passau. "Solange die Grünen in Berlin sogar die Rücknahme in sichere Herkunftsstaaten blockieren, kann ich mir die Zusammenarbeit mit diesen Leuten nicht vorstellen", rief Söder. "Und dabei bleibt es."

Er griff auch Grünen-Chef Robert Habeck direkt an. Von diesem brauche er keine Belehrungen beim Umweltschutz, sagte Söder. Bayerns Landwirtschaft habe eine wesentlich bessere ökologische Bilanz als Schleswig-Holstein, wo Habeck bis zum vergangenen Jahr Umweltminister war.

Wer steckt hinter Civey? An dieser Stelle haben Leser in der App und auf der mobilen/stationären Website die Möglichkeit, an einer repräsentativen Civey-Umfrage teilzunehmen. Civey ist ein Online-Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Das Start-up arbeitet mit unterschiedlichen Partnern zusammen, darunter sind neben SPIEGEL ONLINE auch der "Tagesspiegel", "Cicero", der "Freitag" und Change.org. Civey wird durch das Förderprogramm ProFit der Investitionsbank Berlin und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

cte/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.