Unterstützer des SPD-Kanzlerkandidaten Schulz & Friends

Plötzlich finden alle Genossen Martin Schulz toll. Doch auf welche SPD-Politiker kann sich der Kanzlerkandidat wirklich verlassen? Diese Namen sollte man kennen.

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Die Schulterklopfer sind jetzt überall. Man wird wohl im Moment kaum einen Sozialdemokraten finden, der Martin Schulz nicht gut findet. Dabei hat der SPD-Kanzlerkandidat und designierte Vorsitzende noch gar nichts gewonnen, die Bundestagswahl ist acht Monate entfernt und seine Partei längst nicht in Reichweite der Union.

SPD-Kanzlerkandidat Schulz
BILAN/ EPA/ REX/ Shutterstock

SPD-Kanzlerkandidat Schulz

Aber Schulz' Nominierung fühlt sich für viele leidgeprüfte Genossen schon wie ein Erfolg an: Die Umfragewerte steigen, die SPD gewinnt neue Mitglieder, die Euphorie ist groß. Alle wollen nach dem Abgang von Sigmar Gabriel Freunde von Schulz sein.

Schulz ist lange genug Politiker. Er weiß, wie rasch sich so etwas wieder ändern kann. Deshalb braucht man ein paar wirkliche Unterstützer in diesem Geschäft, am besten Genossen mit Einfluss. Oder mit öffentlicher Wirksamkeit. Die dann in der Partei und nach außen gegenhalten, wenn es nicht mehr so gut läuft.

Meinungskompass

Natürlich hat der Mann aus Würselen seine Mitarbeiter im Willy-Brandt-Haus, darunter langjährige Getreue wie Markus Engels, der nun eine führende Position in der Parteizentrale einnehmen wird. Aber es braucht mehr.

Viele aktive SPD-Politiker sind es nicht, auf die Martin Schulz so zählen kann. Genau eine Handvoll.

Das sind die politischen Freunde von Schulz:

Auf die Unterstützer könnte es auch für die Zeit nach dem Wahltag ankommen. Nicht nur für den Fall, dass die SPD ein gutes Ergebnis einfährt, er am Ende sogar das Kanzleramt erobert - was im Moment einigermaßen utopisch erscheint. Vor allem aber wird Schulz seine Verbündeten brauchen, falls die SPD in der Opposition landet.

Denn ehrgeizige Parteifreunde wie Arbeitsministerin Andrea Nahles oder Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz werden Schulz die weitere Führung der SPD dann wohl nicht kampflos überlassen.



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insgesamt 30 Beiträge
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reflektiert_ist_besser 01.02.2017
1. Schritt für Schritt
Jetzt ist Schulz erst ein paar Tage Spitzenkandidat und er hat schon eine Menge bewegt. Allerdings, und das weiß er am besten: nur sympathisch zu sein wird auf Dauer nicht reichen. Jetzt gilt es programmatisch die neue SPD aufzustellen und wieder Vertrauen zu gewinnen. Wenn es da gelingt, tatsächlich mehr für den kleinen Mann zu erreichen und sich ausreichend von der CDU abzugrenzen, dann ist die SPD wieder auf einem guten Weg. Eine wählbare Alternative zu Merkel täte dem Land gut.
darthmax 01.02.2017
2. Kanzlerkandidat
schön, ein Kandidat, der nicht nicht in eine ´´grosse´´Koalition gehen möchte sondern Kanzler werden will. Unter Merkel wird aber niemand anders Kanzler als Merkel, so ein Hauch von Realismus scheint aber nicht vorhanden zu sein, denn wie sagte er doch so schön in Heidelberg : was die Flüchtlinge uns bringen ist wertvollen als Gold. Vielleicht erklärt er uns das mal.
man 01.02.2017
3. Wenn man
die hehren Worte von Schlulz in seiner Zeit (22 Jahre) im EU Parlament oder als Präsident desselben in Erinnerung ruft, ist davon nichts geblieben, oder gar erreicht. Warum der impulsive Polterer Schulz jetzt zu Taten fähig sein sollte würde ich gern wissen.
mam71 01.02.2017
4.
Was auf den ersten Blick toll für die SPD aussieht, ist bei zweitem Hinsehen eine Katastrophe: Schulz finden alle toll - weil sie praktisch nichts über ihn wissen. Indirekt heißt das: Alles ist besser als unser aktuelles, bekanntes Spitzenpersonal...
donald-trumpf 01.02.2017
5. Wenn man nun
die Euphorie für Schulz sieht, merkt man erst, wie beliebt Gabriel war. Wie die Reaktionen wohl sind, wenn Merkel geht.
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