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01. September 2017, 12:08 Uhr

Schulz über Guttenberg

"Es gibt keine ewige Verdammnis"

Karl-Theodor zu Guttenberg macht wieder Wahlkampf für die CSU, sechs Jahre nach der Plagiatsaffäre. SPD-Kanzlerkandidat Schulz hält das für richtig.

Sechs Jahre sind seit der Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg her. Der damalige Verteidigungsminister trat damals von allen Ämtern zurück. In dieser Woche schaltete sich der 45-Jährige für die CSU in den Wahlkampf ein. Feiert er jetzt ein Comeback?

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat nichts gegen eine mögliche Rückkehr von Guttenberg. "Es gibt in der Politik sicher keine ewige Verdammnis, und das gilt auch für Herrn von und zu Guttenberg", sagte Schulz am Freitag in einem Live-Interview mit "bild.de".

Eine Bereicherung für die Politik wäre Guttenberg aber nur aus Sicht "radikalkonservativer Wähler", stellte Schulz klar. "Er ist eine taktische Persönlichkeit, die Horst Seehofer gewonnen hat, um Markus Söder zu verhindern", sagte der Kanzlerkandidat.

Guttenberg selber hatte sich bei seinem Wahlkampfauftritt in Kulmbach noch einmal zu seiner Plagiatsaffäre geäußert. Er gab sich reumütig, sieht das Thema aber als endgültig abgeschlossen an: "Ich habe alle Konsequenzen ertragen", sagte er. "Aber ich darf auch nach so langer Zeit für mich sagen, jetzt ist auch mal irgendwann gut."

als/dpa

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