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10. August 2016, 16:19 Uhr

Zerschnittene NPD-Wahlplakate

Erst Wut, dann Lücke

"Heimat braucht Inder", "Volk braucht Einwanderung": Unbekannte haben in Mecklenburg-Vorpommern NPD-Plakate zerschnitten und ihre Parolen dadurch ins Gegenteil verkehrt.

"Volk braucht Zukunft - keine Einwanderung", so steht es auf Plakaten, mit denen die rechtsextreme NPD in Mecklenburg-Vorpommern für sich wirbt - eigentlich. Denn Unbekannte haben sich jetzt an einigen Schildern zu schaffen gemacht und Teile ausgeschnitten. Den nationalen und fremdenfeindlichen Inhalt drehten sie damit ins Gegenteil.

"Meck-Pomm braucht Anständige", "Heimat braucht Inder": Was nun auf dem NPD-Plakat zu lesen ist, klingt nach positiver Botschaft, nach Willkommenskultur. Die veränderten Schilder hat der FDP-Politiker Ralph Lange fotografiert.

Am 4. September findet die Wahl zum neuen Landtag in Schwerin statt. Derzeit sitzen fünf NPD-Abgeordnete im Parlament. Laut Umfragen müssen die Rechtsextremen um den Wiedereinzug zittern. In Mecklenburg-Vorpommern hat die rechtsextremistische NDP sehr früh damit begonnen, ihre Plakate aufzuhängen - eigentlich möglichst hoch an Laternen. Damit sie nicht zerstört werden können.

kev

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