Mecklenburg-Vorpommern Ringstorff als Ministerpräsident wiedergewählt

Harald Ringstorff bleibt Ministerpräsident in Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Wahl im Schweriner Landtag erhielt der SPD-Politiker jedoch nicht alle Stimmen der frisch geschmiedeten Großen Koalition mit der CDU.


Schwerin - Der Landtag wählte Ringstorff heute mit 42 der möglichen 71 Abgeordnetenstimmen zum Regierungschef. Die Große Koalition verfügt im Schweriner Schloss allerdings über 45 Sitze. Nach zwei vierjährigen Legislaturperioden im rot-roten Bündnis mit der Linkspartei.PDS tritt Ringstorff dieses Mal mit der CDU für fünf Jahre das Spitzenamt im Land an.

Blumen zur Wiederwahl: Harald Ringstorff im Schweriner Landtag
DDP

Blumen zur Wiederwahl: Harald Ringstorff im Schweriner Landtag

Ringstorffs Gegenkandidat Udo Pastörs, Abgeordneter der rechtsextremistischen NPD, erhielt sechs Stimmen, was der Fraktionsstärke seiner Partei entspricht. Unmittelbar nach der Wahl wurde Ringstorff im Landtag vereidigt. Am Nachmittag sollten in Schwerin auch noch die acht Minister vereidigt werden.

Bereits gestern war das rot-schwarze Regierungsbündnis in Mecklenburg-Vorpommern offiziell besiegelt worden. Gut sieben Wochen nach der Landtagswahl hatten Ringstorff für die SPD und CDU-Landeschef Jürgen Seidel in der Bibliothek des Schweriner Schlossmuseums den 56 Seiten umfassenden Koalitionsvertrag mit seinen 384 vereinbarten Punkten unterzeichnet. Am vergangenen Samstag hatten Landesparteitage der beiden Partner das Vertragswerk abgesegnet.

Zum Abschluss des Verhandlungsmarathons hatten sich die künftigen Koalitionäre nach zähem Ringen um neue Regierungsstrukturen und die personelle Besetzung auf die Verkleinerung des Kabinetts um ein Ressort auf acht Ministerien geeinigt. Die SPD war aus der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 17. September mit 30,2 Prozent der Stimmen und 23 Landtagsmandaten knapp vor der CDU mit 28,8 Prozent und 22 Mandaten als Sieger hervorgegangen.

phw/AP



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