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"Time"-Liste: Merkel gehört wieder zu den Einflussreichen

Foto: Michael Sohn/ AP/dpa

Liste des "Time"-Magazins Merkel gehört wieder zu den Top 100

2013 hatte das "Time"-Magazin die Bundeskanzlerin auf seiner prestigeträchtigen Liste ausgespart, nun darf sich Angela Merkel wieder zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt zählen. Der russische Präsident Wladimir Putin und die Sängerin Beyoncé übrigens auch.

Hamburg - Sechsmal schon zählte Angela Merkel für das US-Magazin "Time" zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Und nach einer kurzen Schlappe im vergangenen Jahr, als sie nicht von dem Magazin genannt wurde, gehört die Bundeskanzlerin nun wieder zu dieser Liga. Und damit ist sie auch die einzige Deutsche auf der exklusiven Liste von Politikern, Wirtschaftsführern, Künstlern und anderen Prominenten.

Das alljährliche Ranking führt die aus Sicht des Magazins 100 prägendsten Persönlichkeiten des Planeten  ohne näher differenzierte Reihenfolge zusammen.

Die offizielle Laudatio auf Merkel  kommt von Jürgen Klinsmann. Der einstige Stürmerstar, frühere deutsche Nationaltrainer und aktuelle Coach der US-Auswahl schrieb: "Nichts verdeutlicht für mich Angela Merkels Führungsstärke mehr als ihre Rolle bei der Weltmeisterschaft 2006." Damals sei Deutschland wegen seiner Geschichte unsicher gewesen, Merkel aber habe den Wandel zu einem neuen Nationalgefühl unterstützt.

Auch in der Finanzkrise habe die Kanzlerin überzeugt, schreibt Klinsmann: "Die Qualität ihrer Führung - fest, maßvoll und umgänglich - hat geholfen, dass Deutschland wieder einen respektierten Platz auf dem Fußballfeld wie in der globalen Arena eingenommen hat."

"Putins Einfluss wird nur temporär sein"

In der Kategorie "Leaders" steht Merkel dann neben Russlands Präsident Wladimir Putin. Dessen Laudatio von Madeleine Albright fällt jedoch ungleich negativer aus: "Durch seine illegalen Handlungen in der Ukraine hat Putin daran erinnert, dass Führer großer Staaten am gefährlichsten sind, wenn sie ihre eigenen Wahrheiten erfinden", schreibt die ehemalige US-Außenministerin.

"Putins ultranationalistischer Instinkt hat zwar seine Umfragewerte gestärkt, sein Einfluss wird jedoch nur temporär sein." Der russische Präsident habe zwar Land gewonnen, jedoch Glaubwürdigkeit verloren, schreibt Albright. "Time" zählt auch die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton und ihren Nachfolger John Kerry zu den "Leaders", ebenso die nigerianische Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala.

vek/AFP/dpa
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