CDU-Spitzenkandidat in Thüringen Mike Mohring bekommt erneut Morddrohungen

Thüringens CDU-Spitzenkandidat Mohring ist ein weiteres Mal massiv bedroht worden. Doch er hat eine klare Botschaft an die Erpresser.
Mike Mohring: Der CDU-Politiker bekam bereits Ende September Drohbriefe

Mike Mohring: Der CDU-Politiker bekam bereits Ende September Drohbriefe

Foto: Jens-Ulrich Koch / DPA

Thüringens CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring hat erneut eine Morddrohung erhalten. Dieses Mal sei das Schreiben per E-Mail gekommen, sagte Mohring in einem am Sonntag bei dem Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichten Video.

"Bis heute Mittag um 12.00 sollte ich meinen Wahlkampf einstellen. Das haben Rechtsextremisten von mir gefordert in einer E-Mail, die ich vorgestern Nacht bekommen habe", sagte Mohring in dem Video. Und weiter: "Wenn ich das nicht tue, dann wollen sie mich abstechen, so wie die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, oder gar eine Autobombe zünden."

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Kölns Oberbürgermeisterin Reker war im Oktober 2015 kurz vor ihrer Wahl von einem Rechtsextremisten mit einem Messer in den Hals gestochen worden. Sie überlebte den Angriff.

Mohring will den Wahlkampf trotz der Drohung fortsetzen. "Wir müssen zusammenstehen in Thüringen. Wir dürfen keinen Platz lassen für die, die Angst machen, sondern die Zuversicht muss gewinnen", sagte Mohring in dem Video. Auch andere Spitzenkandidaten für die Landtagswahl würden bedroht..

Die Thüringer wählen am 27. Oktober einen neuen Landtag. (Ein Interview mit Mohring zu den anstehenden Landtagswahlen lesen Sie hier.)

Das Landeskriminalamt ermittle bereits wegen des neuen Drohschreibens, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Polizei. Zum genauen Inhalt des Schreibens konnte er aber keine Angaben machen. Schon Ende September war eine Morddrohung gegen Mohring bekannt geworden. Sie kam per Postkarte.

Der Verfasser nahm darin Bezug auf CDU-Politiker Walter Lübcke, der am 2. Juni auf der Terrasse seines Hauses mit einem Kopfschuss getötet worden war. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Hintergrund der Tat aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat zunächst gestanden, später aber sein Geständnis widerrufen.

koe/dpa