Mikrofonfund im Bundestag Kein Lauschangriff auf Neskovic

Mitarbeiter des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik haben das Büro des Abgeordneten Wolfgang Neskovic gründlich überprüft - und nichts entdeckt. Wer die Mikrofone im Büro des Abgeordneten deponierte, ist jedoch noch immer unklar.


Berlin - Neskovics Büro ist sauber - bei der Überprüfung seiner Arbeitsräume seien "keine Abhöranlagen oder Anzeichen einer unbefugten Nachrichtenübermittlung" entdeckt worden, teilte der Bundestag mit. Mitarbeiter des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatten das Büro des Abgeordneten der Linksfraktion "visuell und technisch" überprüft.

Bundestagsabgeordneter Neskovic: "Weitere Untersuchung nicht erforderlich"
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Bundestagsabgeordneter Neskovic: "Weitere Untersuchung nicht erforderlich"

Die weiteren Untersuchungen zu dem Fall dauern nach Angaben der Linksfraktion noch an: Vor allem die Frage, wer die beiden Mikrofone wann und warum an den Deckenlampen in Neskovics Büro angebracht haben könnte, steht noch im Raum.

Das Parlamentarische Kontrollgremium für die Geheimdienste (PKG), dem auch Neskovic angehört, will am kommenden Mittwoch über den Fund beraten. Neskovic selbst hält dies nicht für erforderlich.

In Neskovics Büro waren in der vergangenen Woche zwei Mikrofone in der Deckenbeleuchtung gefunden worden, die jedoch nicht funktionsfähig waren. Nach den Mikrofonfunden untersuchen Sicherheitsexperten nun auch die Büros mehrerer Abgeordneter.

ssu/AFP/AP



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