Mindestlohn-Forderung Lafontaine kritisiert Wahlprogramm der Linkspartei

Nach den Gewerkschaften kritisiert auch ihr eigener Spitzenkandidat das Wahlprogramm der Linkspartei. Oskar Lafontaine forderte Korrekturen an den Vorschlägen der PDS zum Mindestlohn.


Stuttgart - Er halte einen Mindestlohn von 1200 bis 1250 Euro im Monat für ausreichend, sagte Lafontaine der "Stuttgarter Zeitung". Die im Wahlprogramm der Linkspartei geforderte Grundsicherung sei problematisch, gab der frühere SPD-Chef zu.

In der Vorlage der Linkspartei heißt es, dass Alleinstehenden eine soziale Grundsicherung als staatliche Förderung von mindestens 750 Euro netto zur Verfügung stehen solle. Familien mit zwei Kindern sollten mindestens 1900 Euro haben. Über den kürzlichen vorgestellten Programmentwurf will die Linkspartei auf dem Parteitag am 27. August in Berlin entscheiden.

Vor Lafontaine hatte bereits Verdi-Chef Frank Bsirske die im Wahlprogramm der Linkspartei enthaltene Forderung nach einem Mindestlohn von 1400 Euro als politisch nicht durchsetzbar kritisiert.



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