Minutenprotokoll Schröder-Köpf verliert ihren Wahlkreis in Hannover

Stundenlanges Kopf-an-Kopf-Rennen in Niedersachsen. Auch Stunden nach der Schließung der Wahllokale stand der Sieger nicht fest. Mal lag Schwarz-Gelb vorn, dann wieder Rot-Grün. So lief der Wahlabend. 

Landtag in Niedersachsen: Wer gewinnt die Wahl?
DPA

Landtag in Niedersachsen: Wer gewinnt die Wahl?


+++ Schröder-Köpf verliert Wahlkreis in Hannover +++

[21.06 Uhr] Die Frau von Ex-Kanzler Gerhard Schröder, Doris Schröder-Köpf, konnte sich in ihrem Wahlkreis nicht durchsetzen. Nach der Auszählung der meisten Stimmen im Bezirk Hannover-Döhren lag die 49-Jährige deutlich hinter CDU-Kandidat Dirk Toepffer. Schröder-Köpf wird aber vermutlich dennoch in den neuen Landtag in Hannover einziehen, da sie auf Platz zwölf der Landesliste aufgestellt wurde.

+++ McAllister schließt Große Koalition nicht aus +++

[20.41 Uhr] Ministerpräsident McAllister schließt angesichts des knappen Ausgangs der Landtagswahl eine schwarz-rote Regierung nicht aus. Er sagte: "Bei einem solchen Ergebnis kann man überhaupt nichts ausschließen." Es sei nun Geduld notwendig, bis die Stimmen ausgezählt sind. Das sieht SPD-Spitzenkandidat Weil ähnlich. Er äußerte aber die Erwartung, dass letztlich "eines der beiden Lager" die Nase vorn haben werde.

+++ Zitterpartie für den Bundesrat +++

[20.31 Uhr] Der Wahlabend wird für SPD und Grüne auch in Sachen Bundesrat spannend. Beide Parteien hoffen, nach der Landtagswahl erstmals seit 1999 wieder eine linke Mehrheit im Bundesrat stellen zu können. Damit hätten die von SPD, Grünen und der Linken gemeinsam regierten Länder genügend Stimmen zur Anrufung des Vermittlungsausschusses oder um Gesetze anzustoßen.

+++ Immer noch keine klaren Hochrechnungen +++

[20.22 Uhr] Es bleibt weiter spannend. Gerade schöpfen SPD und Grüne neue Hoffnung, doch noch das Rennen zu machen. Die ARD meldete ein Mandat Vorsprung für Rot-Grün, allerdings ohne Überhang- und Ausgleichsmandate. In einer Hochrechnung von 19.54 Uhr meldeten die Demoskopen 36,3 Prozent für die CDU, 32,6 Prozent für die SPD, 9,8 Prozent für die FDP und 13,6 Prozent für die Grünen. Damit ergäben sich für Schwarz-Gelb 46,1 Prozent, für Rot-Grün 46,3 Prozent. Im ZDF wurde zur gleichen Zeit inklusive erwarteter Zusatzmandate ein Patt errechnet.

+++ Lange Nacht an der Leine erwartet +++

[20.11 Uhr] Die niedersächsische Landeswahlleiterin Ulrike Sachs stellt sich auf eine "lange Nacht" in Hannover ein. "Ich glaube, dass angesichts der knappen Hochrechnungen viele in den Wahlkreisen auch zweimal auszählen", sagt sie. Ihre Vorgabe an die Wahlhelfer sei "Gründlichkeit vor Schnelligkeit" gewesen. Bis 20.00 Uhr hatte sie noch keines der Ergebnisse aus den Wahlkreisen gemeldet bekommen. "Mein Bildschirm ist noch komplett rot."

Bei der Landtagswahl im Jahr 2008 hatte Sachs bereits gegen 19.30 Uhr erste Ergebnisse aus den Wahlkreisen bekommen. Ein vorläufiges Endergebnis bis 22.30 Uhr sei deshalb eher unwahrscheinlich. "Es wird wohl deutlich später", sagte Sachs.

+++ SPD-rot glühende Wangen +++

[20.03 Uhr] Bei der SPD ist die Ernüchterung einer Stimmung gewichen, wie sie manchmal im Fußballstadion herrscht. Und zwar in der Pause vor der Verlängerung eines wichtigen Fußballspiels, bei dem die eigene Mannschaft kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch den Ausgleich geschafft hat: Es dauert noch, bis die Entscheidung feststeht, aber derzeit ist man wieder dabei. Vielen Genossen ist die Spannung anzusehen, ihre Wangen glühen in SPD-Rot, sie verfolgen gebannt jede Analyse auf den TV-Schirmen. "Wir müssen auf die Städte hoffen", raunt ein hochrangiger Niedersachsen-Genosse einem anderen zu.

+++ Gedämpfte Freude bei den Grünen +++

[19.58 Uhr] Sven Kindler, Bundestagsabgeordneter der Grünen, erklärt die gedämpfte Freude nach der jüngsten Hochrechnung, die - rein prozentual - Rot-Grün zum ersten Mal leicht vorne sieht: "Es ist besser, sich nicht zu früh zu freuen, das wird heute noch lange dauern, bis das Ergebnis feststeht." Die Grünen hätten jedenfalls ein sehr gutes Ergebnis, weil sie einen inhaltlichen Wahlkampf geführt hätten.

+++ Der Preis der Warterei: Es müffelt ++++

[19.51 Uhr] Lange haben Journalisten und Parteifreunde auf David McAllister gewartet, der Saal war überfüllt, viel Bier und viele Frikadellen wurden verzehrt. Das merkt man nun: Bei der CDU müffelt es.

+++ Sprechchöre für Birkner +++

[19.44 Uhr] Das hätte sich FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner bis vor Kurzem sicher nicht mal zu träumen gewagt. Als er um 19.25 Uhr den Leibniz-Saal des Landtages betritt, ertönt frenetischer Jubel. "Birkner, Birkner, Birkner!" Laute Sprechchöre, frenetischer Applaus und gut ein Dutzend Pressefotografen und Kamerateams begleiten den 39-jährigen Wahlsieger Schritt für Schritt auf seinem Weg zum Mikrophon am anderen Ende des Raumes. Er wirkt fast verlegen.

+++ Rede hui, Gesichtsausdruck - naja +++

[19.42 Uhr] CDU-Spitzenmann David McAllister macht einen mitgenommenen Eindruck. Wer nah genug dran ist, sieht Augenringe, die starre Mimik fällt auf, sein Gesicht wirkt fast wie eine Maske, als er sich nach seinem Auftritt wieder aus dem Saal schiebt, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Redakteurin Christina Hebel. So etwas nennt man wohl Text-Bild-Schere, in seiner Rede mühte er sich noch um Zuversicht.

+++ Endlich zeigt sich McAllister +++

[19.37 Uhr] Der Ministerpräsident hat eine Weile auf sich warten lassen. Doch um wenige Minuten nach halb acht lässt sich McAllister dann doch im Landtag in Hannover blicken. "Liebe Freunde, was für ein spannender Wahlabend, was für ein Herzschlagfinale", sagt er unter dem Jubel seiner Anhänger. "Die Aufholjagd hat sich gelohnt, die CDU ist die Nummer eins in Niedersachsen." Er bedankt sich bei seinen Helfern. "Die CDU in Niedersachsen ist die Superpartei", ruft er in die Menge. Seine Gesichtszüge sind allerdings weit davon entfernt, entspannt zu sein.

+++ Hochrechnungen sehen weiter knappes Rennen +++

[19.30 Uhr] Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün geht weiter. Nach der ZDF-Hochrechnung von 19 Uhr CDU und FDP sowie SPD und Grüne im neuen Landtag auf jeweils 75 Sitze. Wenige Minuten später sieht es schon wieder anders aus. Da gibt es wieder einen leichten Vorteil für Schwarz-Gelb.

+++ SPD-Chef Gabriel twittert über "Fremdblutzufuhr" für FDP +++

[19.26 Uhr] Auch @SigmarGabriel äußert sich nun auf Twitter zu den bisherigen Hochrechnungen: "Dank an Stephan Weil und an die Genossinnen und Genossen in Niedersachsen für diesen ungeheuer engagierten und großartigen Wahlkampf! Die SPD hat zugelegt, die CDU verloren. Und bei der FDP sieht man: Die gibt es eigentlich nur noch mit Fremdblutzufuhr. Mehr ist da nicht!"

+++ Grüne halten sich mit Guarana wach +++

[19.19 Uhr] Das ZDF sieht beide Lager nun gleichauf. Bei den Grünen sorgt das für einen leisen Aufschrei der Begeisterung - aber nur sehr kurz. Die Gesichter bleiben skeptisch. Dass die Partei ihr bestes Ergebnis geholt hat, scheint niemanden in Euphorie zu versetzen. Alle richten sich auf einen langen Abend ein, Guarana-Drinks sollen für Kondition sorgen, beinah alle nippen daran.

+++ Liberale strömen zur Wahlparty +++

[19.14 Uhr] Bei der FDP im niedersächsischen Landtag ist es inzwischen fast menschenleer. Kein Wunder, denn die Wahlparty ist schließlich gleich um die Ecke, und dort lässt es sich sicher noch etwas ausgelassener feiern. Ein paar Liberale laufen zur CDU, McAllister gucken. Nicht einmal die Analyse, woher die vielen Stimmen stammen, kann einer Liberalen die Laune verhageln: "Heute freuen wir uns, morgen schauen wir uns die Zahlen an."

+++ Weil hält sich bedeckt +++

[19.09 Uhr] Der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil äußert sich bisher wegen des Kopf-an-Kopf-Rennens zurückhaltend. "Das ist nun wirklich mal ein spannender Wahlabend, den die Niedersachsen uns beschert haben, und den Niedersachsen der Bundespolitik beschert", sagte Weil in der ARD. Aber: Er sei sehr zufrieden. Die Diskussion über umstrittene Äußerungen von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hätten keine negativen Auswirkungen gehabt. Es habe "keinerlei Bremsspuren" gegeben. Der Wahlabend werde der Bundes-SPD Zuspruch und Mut geben.

+++ Forscher sehen "Last-Minute-Transfer" für FDP +++

[19.02 Uhr] Die FDP verdankt ihr starkes Abschneiden nach einer ersten Analyse der Forschungsgruppe Wahlen massiven Leihstimmen der CDU-Wähler. Die Forscher sprachen von einem "Last-Minute-Transfer im schwarz-gelben Lager": 80 Prozent der aktuellen FDP-Wähler wählten sonst eigentlich CDU.

+++ Kubicki will Führungsfrage nun in Ruhe klären +++

[18.55 Uhr] Der FDP-Fraktionschef im Landtag von Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, wirbt an diesem Abend um Geschlossenheit in seiner Partei. "Wir können uns jetzt in aller Ruhe bereden", sagt Kubicki im ZDF. Ob FDP-Chef Philipp Rösler im Amt bleibe, "entscheidet er selbst". Die Parteiführung müsse nun "in aller Ruhe und Geschlossenheit" Entscheidungen treffen. Er rechne mit einer Wahl der Führung "auf dem ordentlichen Bundesparteitag im Mai".

+++ CDU zeigt sich siegessicher +++

[18.51 Uhr] Krimi hin, Krimi her - bei der CDU scheint man das Drehbuch des Abends zu kennen und ist sich eines Happy-Ends sicher. Gespannt erwarten die Anhänger der Partei den Auftritt von Ministerpräsident David McAllisters. Die zweite Hochrechnung wird mit "David, David"-Sprechchören quittiert.

+++ Niebel fordert rasche Entscheidung für die FDP +++

[18.49 Uhr] Nach dem Wahlerfolg der FDP meldet sich Präsidiumsmitglied Dirk Niebel in der Parteizentrale in Berlin zu Wort. "Das Ergebnis ist ein supertoller Erfolg für Stefan Birkner und sein Team", sagte er. "Wir haben auch in NRW und Schleswig-Holstein Wahlergebnisse gehabt, die auf Bundesebene nicht durchgeschlagen sind." Zur Zukunft der Parteiführung sagte er: "Wir sollten die Personaldiskussion beenden und den Parteitag möglichst schnell durchführen." Konkret auf die Frage, ob FDP-Chef Philipp Rösler der geeignete Mann trotz des guten Ergebnisses sei, sagte er: "Ich habe auf Dreikönig alles Notwendige dazu gesagt. Wir werden darüber morgen sprechen.

+++ Zweite Hochrechnung bestätigt leichten Vorteil für Schwarz-Gelb +++

[18.42 Uhr] Die ARD zeigt die zweite Hochrechnung: Infratest dimap sieht die CDU jetzt bei 36,4 Prozent, die SPD bei 32,6, die FDP bei 9,9 und die Grünen bei 13,4. Laut den Berechnungen bekäme das schwarz-gelbe Lager 68 Sitze im Landtag, Rot-Grün 67.

+++ Linken-Vorsitzende hoffen auf Bundestagswahl +++

[18.39 Uhr] "Es gibt nichts zu beschönigen, das Ergebnis ist schmerzhaft", sagt Linken-Parteichef Riexinger: "Vertrauen zu verspielen geht schneller als es zurückzuholen." Für die Bundestagswahl ist er dennoch zuversichtlich. Co-Chefin Katja Kipping sagt: "Die Inszenierung des Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb ging zu unseren Lasten." Die Frage sei, "inwiefern hier mit Umfragen Politik gemacht wurde." Nach der ersten Hochrechnung und den Statements der Bundesvorsitzenden verlassen viele Linke den Saal im Berliner Liebknecht-Haus, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Mitarbeiter Timo Brücken. Katja Kipping sagt einem Fernsehteam: "Das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken."

+++ Piraten zeigen sich erschüttert +++

[18.30 Uhr] Die Piraten in Niedersachsen können ihr schlechtes Ergebnis kaum fassen. "Ich bin völlig baff", sagt Spitzenkandidat Meinhart Ramaswany zu SPIEGEL-ONLINE-Redakteur Fabian Reinbold.

+++ Bei der SPD macht sich Ernüchterung breit +++

[18.26 Uhr] Die erste Hochrechnung sorgt schlagartig für Ernüchterung. Viele SPD-Anhänger hatten offenbar gehofft, sie würde die Prognose zugunsten von Rot-Grün korrigieren. Nun betritt Spitzenkandidat Stephan Weil den Raum. Rhythmisches Klatschen, eher pflichtschuldig, als er sich Richtung Bühne schiebt. Die Gesichter der Genossen verraten jedoch: Weil wird wohl niemand die Schuld anlasten, falls es am Ende des Abends nicht für einen Sieg reichen wollte.

+++ Nahles stützt Steinbrück +++

[18.24 Uhr] Die SPD-Spitze hält nach der Landtagswahl in Niedersachsen an Peer Steinbrück als Kanzlerkandidat fest. Auf die Frage, ob Steinbrück Kandidat bleibe, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles: "Aber selbstverständlich." Sie sprach von einer "großartigen Kampfleistung" der niedersächsischen SPD und ihres Spitzenkandidaten Stephan Weil. "Die haben sich stabil gehalten, obwohl es eben keinen Rückenwind von Berlin gegeben hat." Sie fügte hinzu: "Wir wissen, wir hätten ein bisschen mehr Rückenwind liefern müssen, das haben wir nicht geschafft. Das muss besser werden jetzt in den nächsten Monaten."

+++ Erste Hochrechnungen sehen weiter knappes Ergebnis +++

[18.19 Uhr] Die erste Hochrechnung der ARD und von Infratest dimap ergibt Folgendes: Die CDU liegt bei 36,2 Prozent, die SPD bei 32,4, die FDP bekommt 10 Prozent, die Grünen schaffen ein Rekordergebnis von 13,4 Prozent. Linke (3,5) und Piraten (1,9) scheitern an der Fünfprozenthürde. Die erste Hochrechnung vom ZDF sieht beide großen Parteien etwas stärker: CDU 36,8, SPD 32,9, FDP 9,6, Grüne 13,5, Linke 3.

+++ Enttäuschung bei SPD-Anhängern +++

[18.16 Uhr] Kurz herrschte verhaltener Jubel bei der SPD als die Prognose um 18 Uhr verkündet wurde und die CDU bei der ARD mit 36 Prozent genannt wird. Bei den rund 10 Prozent für die FDP wird es wieder still. Vielen steht leichte Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, immerhin war der Vorsprung in den Umfragen noch vor wenigen Wochen deutlich. Noch überwiegt aber die Hoffnung: "Schwarz-Gelb ein Sitz vorne? Ach, der Abend ist noch lang", macht ein Genosse einer Genossin Mut. Die schaut nicht so, als hoffte sie noch auf eine Wende, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Redakteur Florian Diekmann.

+++ Intensive Twitter-Debatte über Piraten-Abschneiden +++

[18.14 Uhr] Enttäuschung und Jubel bei den Twitter-Usern über die Prognosen. Dass die Piraten nicht in den Landtag einziehen, polarisiert besonders: @agentur: "Na immerhin ist der Piratenkindergarten zurück in den Hort geschickt worden. #ltwnds". @YoungSocialist findet hingegen: "2% bei #ARD ist schon wenig #Piraten"

+++ Frust bei den Linken +++

[18.09 Uhr] Großes Stöhnen im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin: Mit 3 Prozent ist die Linke nach der ersten Prognosen nicht mehr im Landtag vertreten. Schnell wird es still im Saal, "Scheiße" murmelt ein Genosse. Der Wagenknecht-Effekt ist ausgeblieben. "Wir sind draußen", sagt ein Linker in der Berliner Parteizentrale. "Aber ist ja nur eine Prognose." "Ach was, da ändert sich nix mehr", sagt ein Zweiter.

+++ FDP Profitiert von Zweitstimmen +++

[18.07 Uhr] Die krisengeschüttelte FDP hat den Wiedereinzug in den Landtag klar geschafft. Sie verdankt ihr überraschend gutes Ergebnis wohl auch der Zweitstimmen-Kampagne. 79 Prozent der Zweitstimmen-FDP-Wähler haben ihre Erststimme der CDU gegeben, berichten die ARD-Wahlforscher.

+++ Kopf-an-Kopf-Rennen +++

[18.00 Uhr] Die ersten Prognosen zeigen ein enorm enges Ergebnis. Laut ZDF kommt die CDU auf 37 Prozent, SPD auf 33, Grüne auf 13,5, FDP auf 9,5, Linke auf 3 und die Piraten auf 2. Die Zahlen der ARD sind leicht anders: CDU 36 Prozent (-6,5), SPD 32,5 (+2,2), FDP 10 (+1,8), Grüne 13,5 (+5,5), Linke 3,5, Piraten 2,0.

+++ Erste Politprominenz trifft ein +++

[17.56 Uhr] Bei den Grünen im niedersächsischen Landtag ist Jürgen Trittin eingetroffen, Claudia Roth ist schon länger da. Sie spricht vom möglicherweise besten Ergebnis. Dennoch ist die Stimmung verhalten, der Moderator stimmt alle auf einen "Krimi" ein. Bei der SPD wird es jetzt brechend voll - Doris Schröder-Köpf betritt den Raum, umringt von sechs Kamerateams.

+++ Angebliche Ergebnisse auf Twitter +++

[17.52 Uhr] Bisher halten sich Politiker auf Twitter noch zurück, aber erste angebliche Prognosen zum Wahlausgang kursieren bereits: Demnach soll die FDP auf 7 Prozent kommen. Die Quellen sind jedoch vollkommen unklar. Ein Kommentar von Pirat @the_necrosis: "FDP 7% Da müssen die um ne Kommastelle verrutscht sein. #ltwnds"

+++ Grünen-Abgeordneter twittert "super-knappes" Ergebnis +++

[17.39 Uhr] Der grüne Bundestagsabgeordnete @sven_kindler wagt sich mit einem Tweet weit aus dem Fenster: "Einschätzung im Landtag: Es wird *super knapp* zwischen Rot-Grün und Schwarz-Gelb, sehr wenige Stimmen entscheiden, noch abstimmen! #ltwnds"

+++ Partystimmung bei der FDP +++

[17.34 Uhr] Sowohl bei der CDU als auch bei der SPD herrscht großer Andrang. Allerdings tummeln sich hauptsächlich Journalisten, Parteivertreter machen sich eher noch rar, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Redakteur Florian Diekmann aus dem Landtag. Gelöst ist die Stimmung nirgends - außer bei der FDP: Hier herrscht bereits jetzt Vor-Partystimmung, überall strahlende Gesichter, das Bier ist begehrt. Queens "I want to Break Free" schallt aus den Boxen.

+++ Wahlbeteiligung steigt zum Nachmittag +++

[17.30 Uhr] Am Nachmittag haben sich doch noch viele Wähler auf den Weg zur Urne gemacht. Die Wahlbeteiligung ist in den letzten Stunden gestiegen. Mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten gab bis 16.30 Uhr ihre Stimme ab. Mit 53,3 Prozent lag die Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt höher als vor fünf Jahren um dieselbe Zeit. Damals hatten 49,5 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. Es könne sein, dass die Beteiligung in den letzten 90 Minuten vor Schließen der Wahllokale noch weiter zunehme, sagte eine Mitarbeiterin der Landeswahlleitung in Hannover.

+++ Reges Treiben im Landtag +++

[17.23 Uhr] Im Landtag herrscht bereits viel Betrieb, dennoch stauen sich die Journalisten bei der Akkreditierung weiterhin, berichtet SPIEGEL-ONLINE-Redakteur Florian Diekmann. Sozialministerin Aygül Özkan traf kurz vor 17 Uhr ein, mit eher verhaltenem Lächeln. Unbedingte Siegeszuversicht sieht anders aus.

+++ Großes Interesse für Wahl auf Twitter +++

[17.16 Uhr] Auf Twitter ist die Landtagswahl unter #ltwnds bereits das dominierende Thema. Politiker aller Couleur versuchen ihre Wähler in der letzten Stunde noch zum Urnengang zu bewegen, so wie der Bundestagsabgeordnete @larsklingbeil: "ich war wählen! ich war wählen! macht spass, tut nicht weh. solltet ihr auch tun!"Andere Twitterer wagen bereits erste Prognosen zum Ausgang. @SebDobb: "Ich sage, die alte Regierung ist auch die neue #ltwnds". Alle erwarten die ersten Hochrechnungen jedenfalls mit Spannung.

+++ Bis zum Mittag geringe Wahlbeteiligung +++

[15.24 Uhr] Offensichtlich bleiben viele Wahlberechtigte an diesem kalten Sonntag zu Hause. Laut Landeswahlleitung gaben bis zum Mittag gut 23 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab - nur wenig mehr als bei der Landtagswahl 2008 um diese Uhrzeit. Vor fünf Jahren hatte es mit 57,1 Prozent die bisher niedrigste Beteiligung bei einer Niedersachsen-Wahl gegeben.

+++ McAllister erwartet spannenden Wahlabend +++

[12.33 Uhr] Ministerpräsident David McAllister rechnet mit einem knappen Ausgang der Landtagswahl in Niedersachsen. "Es ist ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen", sagte der Regierungschef, nachdem er in seinem Heimatort Bad Bederkesa bei Cuxhaven gewählt hatte. McAllister war mit seiner Frau Dunja ins Wahllokal gekommen.

+++ Weil wählt in Hannover +++

[11.29 Uhr] SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil findet sich bereits am Vormittag im Wahllokal ein. "Das wird ein ganz enges Rennen", prophezeite der Herausforderer des amtierenden Ministerpräsidenten David McAllister in Hannover. "Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen."

ler/dpa/dapd/AFP/Reuters

insgesamt 89 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
deutscherevolution00 20.01.2013
1. ich muss weg
der Deutsche... scheuklappen an und sauber links in die wand gebrettert.
urknallmarinchen@yahoo.de 20.01.2013
2. Fdp
wohl über 5%. Da freut sich Fipsi aber, ei wie fein..., jetzt hab ichs denen aber gezeigt... Juch-hee... :)
heidi1-preiss 20.01.2013
3. ich kanns nicht fassen
Zitat von urknallmarinchen@yahoo.dewohl über 5%. Da freut sich Fipsi aber, ei wie fein..., jetzt hab ichs denen aber gezeigt... Juch-hee... :)
vergesslich scheint der deutsche michel ja zu sein. aber was solls, sollte es so sein - dann weiter hirnlos in den abgrund.
Peter-Lublewski 20.01.2013
4.
Zitat von heidi1-preissvergesslich scheint der deutsche michel ja zu sein. aber was solls, sollte es so sein - dann weiter hirnlos in den abgrund.
Hirnlos in den Abgrund - besser kann man es nicht ausdrücken.
Trondesson 20.01.2013
5.
Zitat von deutscherevolution00der Deutsche... scheuklappen an und sauber links in die wand gebrettert.
Und tschüß. In Belarus haben sie bestimmt noch Platz. Oder in Zimbabwe, falls es Ihnen dort zu kalt ist.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.