Flüchtlingsdrama Bundeswehrschiffe erreichen Kreta

Sie sollen bei der Rettung von Flüchtlingen aus Seenot im Mittelmeer helfen: Die Bundeswehrschiffe "Hessen" und "Berlin" haben die Mittelmeer-Insel Kreta erreicht.

Der Marschbefehl von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen war eindeutig: "Den Transit so schnell wie möglich durchzuführen, um für die Flüchtlingshilfe bereitzustehen": Zwei Schiffe der Bundeswehr sind jetzt an der Küste der Mittelmeerinsel Kreta angekommen. Die Fregatte "Hessen" und das Versorgungsschiff "Berlin" sollen dort in einem Hafen bis Dienstag mit Hilfsmitteln beladen werden. Auch Personal werde mit an Bord genommen, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.

Welches Seegebiet die Schiffe genau anlaufen, sei noch ebenso ungeklärt wie die Frage, ob sie Teil der Operation "Triton" unter dem Dach der EU-Grenzschutzagentur Frontex sein werden.

Zuletzt hatten sich die Schiffe der Deutschen Marine am "Atalanta"-Einsatz gegen Piraten am Horn von Afrika beteiligt. Bei einem EU-Sondergipfel zur Flüchtlingspolitik hatten die EU-Staats- und Regierungschefs kürzlich einen Ausbau der Seenotrettung und die Bekämpfung der Schleuser beschlossen.

als/dpa