Bundeswehrgelände Von der Leyen entschuldigt sich für Moorbrand

Munitionstests auf einem ausgetrockneten Gelände der Bundeswehr haben zu einem Brand geführt, der seit Wochen nicht gelöscht werden kann. Nun äußerst sich sogar Verteidigungsministerin von der Leyen.
Ursula von der Leyen in Berlin

Ursula von der Leyen in Berlin

Foto: HAYOUNG JEON/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Seit mehr als zwei Wochen brennt es auf einem Bundeswehrgelände in Meppen - ausgelöst wurde der Brand durch einen Raketentest. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die Betroffenen deshalb um Verzeihung gebeten. "Ich entschuldige mich im Namen der Bundeswehr bei allen Menschen der Region, die jetzt unter den Auswirkungen des Brandes leiden", sagte die Ministerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Das sei ein "sehr ernster Vorfall, der so nicht passieren darf", so von der Leyen. Man werde untersuchen, ob die Munitionstests in dem ausgetrockneten Moor "nötig und verantwortbar" waren. Am Samstag will die Ministerin in die betroffene Region nach Meppen im Emsland reisen.

Zuvor hatte sich bereits Staatssekretär Gerd Hoofe bei den Betroffenen entschuldigt.

Der Landkreis Emsland hat wegen des Brandes den Katastrophenfall ausgerufen.

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Eventuell muss die Gemeinde Stavern evakuiert werden. Das Feuer wird durch Wind weiter angefacht. Selbst im fast 200 Kilometer entfernten Hamburg ist nach Angaben der Behörden bei bestimmten Windrichtungen teilweise Brandgeruch wahrnehmbar.

Hunderte Einsatzkräfte bekämpfen den Brand. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Grünen im niedersächsischen Landtag hatten angekündigt, Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Bundeswehr zu erstatten.

vks/dpa
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