Mord im Kleinen Tiergarten Ermittler haben weitere Hinweise auf Verwicklung russischer Geheimdienste

In einem Vermerk listet die Bundesanwaltschaft detailliert auf, was beim Mord im Kleinen Tiergarten für einen Auftrag aus Moskau spricht. Ein Indiz sind nach SPIEGEL-Informationen die Tattoos des mutmaßlichen Täters.
Tatort im Kleinen Tiergarten (Foto vom 23. August): Mehrere Details weisen "auf nachrichtendienstlichen Hintergrund hin"

Tatort im Kleinen Tiergarten (Foto vom 23. August): Mehrere Details weisen "auf nachrichtendienstlichen Hintergrund hin"

Foto: Paul Zinken/ DPA

Neue Details der Ermittlungen zum Mord im Kleinen Tiergarten in Berlin verstärken den Verdacht, dass russische Geheimdienste hinter der Tat stecken. Das berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe. Laut einem Vermerk des Generalbundesanwalts glauben die Ermittler, dass der Verdächtige nur mit staatlicher Unterstützung in der Lage war, sich falsche Papiere zu verschaffen. Mehrere Details der Legende des Russen wiesen "auf einen nachrichtendienstlichen Hintergrund hin". (Lesen Sie hier die ganze Geschichte bei SPIEGEL+ .)

Eines von mehreren Indizien sind nach SPIEGEL-Informationen die Tätowierungen des Mannes. Experten des Berliner Landeskriminalamts gingen zunächst der Frage nach, ob diese charakteristisch für kriminelle russische Banden seien, verneinten dies aber. Vielmehr ähnelten die Tattoos jenen, die Kämpfer russischer Spezialeinheiten trugen.

Der Generalbundesanwalt geht zudem davon aus, dass der Mord kaum ohne Helfer vor Ort verübt werden konnte. Der mutmaßliche Todesschütze reiste erst einen Tag vor der Tat von Warschau in die Hauptstadt und konnte deshalb nach Einschätzung der Ermittler das Opfer nicht selbst ausspähen.

fis/mba/rol/wow