Münteferings Abschiedsbrief Glück auf!

Der scheidende SPD-Chef Müntefering hat seinen Parteifreunden in einem Brief die Gründe seines Rückzuges erläutert. Gleichzeitig signalisiert er in dem Schreiben seine Bereitschaft, in einer Großen Koalition mitzuarbeiten.

Hamburg - Es habe im Parteivorstand eine "klare Entscheidung" gegen seinen Vorschlag für das Amt des Generalsekretärs gegeben, schreibt SPD-Chef Franz Müntefering in dem Brief an die "Genossinnen und Genossen". Dieses Ergebnis akzeptiere er, ziehe daraus aber auch die "nötigen Konsequenzen".

In dem Brief betont Müntefering, dass eine Große Koalition "keine leichte Sache" sei, "nicht dem Inhalt nach und nicht der Form nach. Insbesondere ist aber die Lösung der objektiven Probleme, vor denen unser Land steht, keine leichte Sache."

Müntefering schreibt weiter, dass er trotz seines Rückzugs vom Amt des Parteichefs in einer Großen Koalition zur Mitarbeit bereit sei - "wenn sie zustande kommt". Es herrschten derzeit stürmische Zeiten, aber "eine kräftige Brise kann den Kopf frei machen und für klare Gedanken sorgen". Die sozialdemokratische Idee sei unverzichtbar für die Zukunft Deutschlands, schreibt Müntefering, um dann mit einem knappen Gruß zu schließen: "Glück auf!"

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