AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 46/2012

Sympathisant der "Europäischen Aktion" Neonazi bei der Bundespolizei vermutet

Erst gab es ein verdecktes Disziplinarverfahren, dann stürmte die GSG 9 seine Wohnung: Die Bundespolizei ermittelt nach SPIEGEL-Informationen gegen einen mutmaßlichen Neonazi aus den eigenen Reihen. Der Mann soll Kontakte zur Gruppe des Schweizer Holocaust-Leugners Bernhard Schaub haben.


Hamburg - Die Bundespolizei hat Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Neonazi aufgenommen, der bei der Behörde arbeitet. Der Beamte, Mitte vierzig, lebt in der Nähe von Rosenheim und soll Kontakte zu Rechtsextremisten der Gruppe "Europäische Aktion" unterhalten, die vom Schweizer Holocaust-Leugner Bernhard Schaub angeführt wird.

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Heft 46/2012
Das Geheimnis der besonderen Ausstrahlung

Nach einem Hinweis aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz leitete die Spitze der Bundespolizei zunächst ein verdecktes Disziplinarverfahren gegen den Polizeihauptwachtmeister ein. Am 18. Oktober durchsuchte ein Einsatzkommando der Eliteeinheit GSG 9 die Wohnung des Verdächtigen.

Dort beschlagnahmte das Einsatzkommando mehrere Flugblätter der "Europäischen Aktion" sowie Datenträger. Dem Bundespolizisten droht nun zusätzlich zu den disziplinarrechtlichen Ermittlungen ein strafrechtliches Verfahren wegen Volksverhetzung.

Diese Meldung kommt aus dem neuen SPIEGEL. Hier können Sie das Heft ab Sonntag um 8 Uhr kaufen.



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