Newsblog Das war Der Morgen @SPIEGELONLINE am 17.2.2017

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Michael Kröger
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Foto: AP       Händler und Café-Besitzer haben am Donnerstag in den USA ihre Läden zum „Day Without Immigrants“ geschlossen um gemeinsam mit den bei ihnen angestellten Emigranten zu zeigen, wie wichtig diese für die Wirtschaft Amerikas sind. andere Läden mussten schließen, weil ihre Angestellten aus Protest nicht zur Arbeit erschienen waren. Der Boykott zielt auf die Bemühungen von Präsident Donald Trump, „illegale“ Einwanderer aus dem Land zu weisen, eine Mauer an der mexikanischen Grenze zu bauen und die Türen der Nation für viele Reisende zu schließen.   Es war unklar, wie viele Menschen teilnahmen, aber in vielen Städten, wirkten die Aktionen, wie die Protestler es vorausgesehen hatten: In den Innenstädten herrschte Ruhe wie an einem Feiertag . Der Protest erreichte sogar das Capitol, wo ein Senatscafé zu den Restaurants gehörte, die geschlossen wurden, als die Angestellten nicht bei der Arbeit auftauchten.   Seit Ende 2007 ist die Zahl der im Inland ansässigen ausländischen Arbeitnehmer in den USA um fast 3,1 Millionen auf 25,9 Millionen gestiegen; Sie machen laut Arbeitsministerium 56 Prozent des Anstiegs der US-Beschäftigung in diesem Zeitraum aus. 2/17/17 8:04 AM Und damit endet der "Morgen" für diese Woche schon wieder. SPIEGEL ONLINE wird Sie aber weiterhin brandaktuell über den Stand der Dinge in der Welt informieren. Zu den beherrschenden Themen wird heute die Sicherheitskonferenz in München gehören. Auch eine genauere Analyse des Tramp-Auftritts vor der Presse ist geplant. Außerdem schreibt John Kasich , Gouverneur von Ohio einen Gastbeitrag , in dem er an den Westen appelliert, sich auf die gemeinsamen Werte zu besinnen.   Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und ein erholsames Wochenende.   2/17/17 7:59 AM       Kurz noch zum Wetter: Der Sonnenschein der vergangenen Tage ist vorbei. Übrig bleibt tristes Grau. Im Süden und Osten fällt gebietsweise Regen, dabei kann es in Ost- und Südostbayern Glatteis geben. Im Nordwesten treten einzelne Schauer auf. Im Westen herrscht teils dichter Nebel. Die Temperaturen schwanken um den Gefrierpunkt.    Aber man sollte das Ganze auch positiv sehen: Die Schneefallgrenze sinkt auf 700 Meter. Also raus in die Berge . . .    Mehr zum Wetter finden Sie hier . Smartphone-Nutzern empfehle ich diesen Link . Foto: Getty Images 2/17/17 7:50 AM Winston Churchill war nicht nur ein legendärer Politiker, er war auch außerordentlich gebildet. Ob Politik- oder Naturwissenschaften - in vielen Essays bewies der britischer Staatsmann Einsichten, die auch siebzig Jahre - und unzählige Regalmeter an wissenschaftlicher Literatur - später noch Bestand haben. Jetzt ist in einem amerikanischen Churchill-Archiv eine weitere bemerkenswerte Abhandlung aufgetaucht - es behandelt die Frage, ob außer dem Menschen noch andere intelligente Wesen im All existieren.   Dabei zeigt sich Churchill seiner Zeit - in der viele noch an Marsianer glaubten - weit voraus. Er hielt es für ausgeschlossen, dass die Menschen in den Weiten des Universums einzigartig sind. Auch die Lebensbedingungen beschreibt die Wissenschaft heute nicht anders als Chruchill damals: Ausgehend von einer Definition des Lebens (Wesen, die "gebären und sich vermehren") ist Wasser für biologische Organismen überlebensnotwendig. Das sei denn auch der Wegweiser bei der Erkundung extraterrestrischen Lebens. 2/17/17 7:35 AM     Von außen betrachtet ist die Oskar-Verleihung eine fröhliche Veranstaltung . Hinter den Kulissen wird jedoch ein eisenharter Kampf um die Gunst der Jury geführt, schließlich geht es um viel Geld. Um das Rangeln im Zaum zu halten und Foulspiele nicht ausarten zu lassen, haben die Beteiligten ein Regelwerk entworfen - es listet auf mehr als 30 eng beschriebenen Seiten die "Dos and Don'ts" auf, die bei der Nominierung und Auszählung der Preise in den 24 Kategorien zu beachten sind - ergänzt um Dutzende Seiten Zusatzinformationen zu den einzelnen Sparten.  Allein das Kapitel , in dem die Werbeaktionen für die eigenen Filme bei einzelnen Jury-Mitgliedern geregelt ist, umfasst neun Seiten . " Geschenke von Wert " sind verboten , " vernünftiges " Essen zur Begleitung von Filmvorführungen erlaubt . Telefonanrufe für den eigenen Favoriten sind untersagt. Maximal eine Werbemail und ein Brief pro Tag zur Oscar-Verleihung am 26. Februar gehen aber in Ordnung. In den monatelang in den USA geschalteten Werbeanzeigen in Branchenblättern, freundlich mit "Zu Ihrer Überlegung" ("For Your Consideration") überschrieben, darf zudem nicht die Konkurrenz beleidigt werden. Foto: dpa 2/17/17 7:19 AM EU-Kommissionspräsident Jean-Claude   Juncker  warnt vor der Illusion , dass das Verhältnis zu Großbritannien sich nach dem Austritt aus der EU kurzfristig regeln lässt . "Wer denkt, man könne einen Freihandelsvertrag innerhalb von zwei Jahren abschließen, der irrt sich fundamental", warnte der Kommissionspräsident. Nach zwei Jahren könnte das Land in einen rechtlichen Graubereich stürzen, weil dies die Frist für die Austrittsverhandlungen ist. Es würde dann notfalls auch ohne Abkommen aus der EU ausscheiden. Die Frist könnte nur einstimmig von den anderen 27 EU-Staaten verlängert werden. In Großbritannien selbst müssten mehr als 20.000 Gesetze für den Austritt geändert werden, sagte Juncker. Er kritisierte zugleich, dass das Vereinigte Königreich sich bereits jetzt um bilaterale Handelsverträge mit verschiedenen EU-Mitgliedern bemühe. Handelsverträge seien aber Kompetenz von Brüssel. "Niemand, solange er Mitglied ist, hat das Recht, Handelsverträge bilateral abzuschließen." Juncker betonte zudem erneut, dass es keine Abstriche von den vier Grundfreiheiten in der EU (Arbeitnehmer, Kapital, Waren, Dienstleistungen) für Großbritannien geben könne. "Man ist drinnen oder man ist draußen. Das muss in den Verhandlungen sichergestellt sein", mahnte er. 2/17/17 7:04 AM In Indien erregt ein Fotoprojekt Aufsehen, das sich mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft beschäftigt. Priyanka Shah fotografierte die 19-jährige Aishwarya Suresh  in  Bangalore in sommerlicher Kleidung, also Hemd und Shorts . Männer wie Frauen begegneten ihr während der Aufnahmen mit abschätzigen Blicken und Entrüstung. Die Fotos - angelegt wie Portraits von Suresh - fangen jedoch in erster Linie die Reaktionen der Passanten ein und liefern damit ein entlarvendes Gesellschaftsportrait. Suresh selbst fühlte sich nach eigenen Angaben während der Aufnahmen bisweilen etwas unwohl. "Aber das Gefühl der Befreiung nach den Aufnahmen war unbeschreiblich".      2/17/17 6:45 AM Marlis Tepe , die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft , spricht sich für die Abschaffung von Schulnoten aus. "Wir müssen hin zu individuellen Berichten , weil sie den persönlichen Lernfortschritten der Kinder viel gerechter werden", sagte sie der "Bild"-Zeitung. Tepe betonte, der Verzicht auf Noten sollte "nicht nur in Grundschulen, sondern in allen Schultypen praktiziert werden". Es sei wissenschaftlich bewiesen, dass Berichte besser seien. KMK-Chefin Susanne Eisenmann lehnt einen solchen Paradigmenwechsel jedoch ab: "Schule muss leistungsorientiert sein . Deshalb gehören auch Noten zur Leistungsmessung dazu." Und einer große Mehrheit der Deutschen stimmt ihr zu. Einer Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts YouGov vom vergangenen September zufolge halten drei von vier Deutschen Schulnoten weiterhin für sinnvoll - im Osten (81 Prozent) sogar noch mehr als im Westen (74 Prozent).  2/17/17 6:38 AM Die frühere Bundestagspräsidentin und Familienministerin Rita Süssmuth hat die Notwendigkeit eines Einwanderungsgesetzes bekräftigt. "Wir haben in Deutschland immer gesagt: Wir sind kein Einwanderungsland . Wir sind es aber bereits, seit Langem !", sagte sie dem "Mannheimer Morgen". "Wir müssen zugleich mit der Gesellschaft diskutieren , was anders wird, was nicht anders wird. Wir müssen vermeiden, dass es zum Kulturkampf, zur gespaltenen Gesellschaft kommt." Die wichtigste Frage sei nicht der Unterschied, die Verschiedenheit, sondern als übergeordnete Frage: "Was hält uns zusammen, was haben wir gemeinsam? " 2/17/17 6:35 AM     Zugunglück in Frankfurt am Main : Ein leerer ICE ist in der vergangenen Nacht gegen einen Prellbock gefahren, entgleist und zum Teil auf einem Bahnsteig gelandet. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt , wie ein Sprecher der Deutschen Bahn am frühen Morgen sagte. Man rechne mit einem hohen Sachschaden .  Der Zug sollte im ICE-Werk am Bahnhof Frankfurt-Griesheim gewartet und für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Der Bahnhof wurde komplett gesperrt. Der entgleiste Zug muss jetzt mit einem Spezialkran aus Fulda geborgen werden. Wie lange das dauern wird, war zunächst nicht absehbar. Der S-Bahn-Verkehr - vor allem die Linie S1 - dürfte aber eine ganze Weile beeinträchtigt sein.    Foto: dpa 2/17/17 6:28 AM     Die erste Niederlage mit seinem neuen Club hat Dieter Hecking locker weggesteckt . "Das Spiel ist noch nicht durch für Florenz. Diese Leistung gibt mir Hoffnung, dass wir das im Rückspiel noch drehen können", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach nach der 0:1-Niederlage gegen AC Florenz im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League am gestern Abend.  Trotz einer guten Leistung mussten sich die Gladbacher den Italienern geschlagen geben. Den Siegtreffer für die Fiorentina erzielte Geburtstagskind Federico Bernardeschi mit einem sehenswerten Freistoß in der 44. Minute. Zuvor und auch im zweiten Abschnitt hatten die Gastgeber zahlreiche Tormöglichkeiten. "So ist das im Fußball. Wir haben viele hochkarätige Chancen, und Florenz gewinnt durch einen Sonntagsschuss", meinte Borussias Flügelspieler Patrick Herrmann, der selbst den Führungstreffer auf dem Fuß hatte und im ersten Abschnitt auch noch elfmeterreif gefoult wurde.   Foto: Imago 2/17/17 6:19 AM In Lateinamerika hält der Schmiergeldskandal  um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht die Öffentlichkeit in Atem. Um die Ermittlungen stärker voranzutreiben wollen Staatsanwälte aus 15 Ländern jetzt enger miteinander kooperieren. Bis Freitag findet auf Einladung der Generalstaatsanwaltschaft Brasiliens in der Hauptstadt Brasília eine Art "Ermittler-Gipfel" statt, um Informationen auszutauschen. Odebrecht hat jahrelang Spitzenpolitiker in Lateinamerika und Afrika bestochen, um Bauaufträge zu erhalten.  Insgesamt sollen mindestens 785 Millionen Dollar an Schmiergeld geflossen sein. Durch Kronzeugenregelungen hatten zuletzt immer mehr Odebrecht-Vertreter ausgesagt, das Unternehmen habe sogar eine eigene Bestechungs-Abteilung betrieben. Der langjährige Chef des größten Baukonzerns der Region, Marcelo Odebrecht, ist zu über 19 Jahren Haft verurteilt worden.   In Brasilien wird mit Spannung erwartet, was insgesamt 77 Manager des Konzerns ausgesagt haben, deren Einlassungen der Justiz vorliegen und die politischen Sprengstoff bergen sollen. Die Aussagen könnten auch die Regierung von Präsident Michel Temer ins Wanken bringen . In den Medien werden die Verhörprotokolle wegen ihrer möglichen Wirkung als "Fim do mundo" - "Weltuntergang" bezeichnet.  2/17/17 6:14 AM Jimmy Kimmel triit im Basketball gegen Ice Cube an:  ​ 2/17/17 6:11 AM Beim Pharmakonzern Stada  nimmt der von einigen Experten erwartete Bieterkrieg an Fahrt auf. Das Unternehmen bestätigte gestern Abend das Vorliegen "einer weiteren rechtlich unverbindlichen Interessenbekundung zur Übernahme". Damit sind nun drei Angebote zum Kauf von Stada bekannt . Neben dem bisher unbekannten neuen Bieter haben der Finanzinvestor Cinven und Advent Interesse.  Cinven bietet 56 Euro je Stada-Aktie, was das Unternehmen mit knapp 3,5 Milliarden Euro bewertet. Der unbekannte Bieter ist bereit, 2 Euro mehr je Anteilschein auf den Tisch zu legen. Wie viel Advent zahlen will, ist offiziell bisher nicht bekannt. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge will dieser das Cinven-Gebot übertreffen. Das Gebot könne zwischen 56 und 60 Euro je Anteilsschein liegen und bereits in der nächsten Woche vorgelegt werden.  2/17/17 6:08 AM Der Erbe und inoffizielle Chef des Samsung-Konzerns, Lee Jae Yong , ist im Zuge neuer Vorwürfe im Korruptionsskandal um die entmachtete südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye inhaftiert worden. Es sei geboten, Lee "im Lichte eines neu hinzugekommenen Vorwurfs und neuer Beweise " in Gewahrsam zu nehmen, erklärte ein Justizsprecher am Freitag in Seoul. Der Samsung-Konzern erklärte nach der Inhaftierung, mit der Justiz zusammenarbeiten zu wollen. "Wir werden unser Bestes tun, zur Wahrheitsfindung in den kommenden Gerichtsverhandlungen beizutragen", hieß es in der Erklärung. Der Aktienkurs des Smartphone-Branchenriesen gab am Morgen an den asiatischen Börsen um 1,5 Prozent nach . 2/17/17 6:06 AM Nach dem Selbstmordanschlag auf einen Schrein liberaler Sufi-Muslime in Pakistan ist die Zahl der Toten auf 75 gestiegen . Das sagte am frühen Morgen ein Arzt am Krankenhaus nahe dem Schrein in der südpakistanischen Provinz Sindh, Moin Ahmed. Die Zahl der Todesopfer könne aber noch steigen. Man habe 248 Verletzte registriert, und rund 50 von ihnen seien in sehr schlechter Verfassung . Gestern Abend hatten Rettungshelfer mindestens 19 tote Kinder und mindestens zehn tote Frauen gezählt.  Wie die Zeitung "Express Tribune" berichtet, hat das Militär wegen eines Mangels an Kliniken Helikopter und Transportflugzeuge in der abgelegenen Stadt geschickt, um die am schwersten Verletzten in die 200 Kilometer entfernte Großstadt Karachi zu bringen.  Zu dem Anschlag hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannt.  2/17/17 5:57 AM Die malaysischen Behörden wollen den Leichnam des ermordeten Halbbruders von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un erst zur Überführung nach Pjöngjang freigeben, wenn seine Familie DNA-Proben abgeliefert hat. Bislang habe kein Angehöriger den getöteten Kim Jong Nam identifiziert oder rechtmäßigen Anspruch auf dessen Leichnam erhoben, sagte am Freitag der Polizeichef des Bundesstaates Selangor, Abdul Samah Mat. "Wir brauchen eine DNA-Probe eines Familienmitglieds ", fügte der Polizeichef hinzu. Nordkorea habe zwar die Herausgabe des Leichnams gefordert, vor der Freigabe aber müssten die Ansprüche eindeutig geklärt werden. Nordkoreanische Diplomaten hätten die Autopsie der Leiche verhindern wollen, doch Malaysia sei standhaft geblieben. Forensiker untersuchten unterdessen anhand von Proben, welcher Art das mutmaßliche Gift war, mit dem Kim Jong Nam am Flughafen von Kuala Lumpur getötet wurde. Das Gift war ihm offenbar ins Gesicht gesprüht worden, bevor er am Montag an Bord einer Maschine nach Macau gehen wollte. 2/17/17 5:54 AM Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble fordert von der Europäischen Union ein stärkeres außenpolitisches Engagement . Europa habe sich viel zu lange darauf verlassen , dass im Fall von Krisen und Konflikten die USA einspringen und Defizite europäischen Handlungswillens und europäischer Handlungsfähigkeit ausgleichen würden, schrieb Schäuble in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Immer mehr Amerikaner fragten sich nicht zu Unrecht und nicht erst seit den jüngsten Präsidentschaftswahlen, ob Verpflichtungen und Verantwortung im transatlantischen Bündnis angemessen verteilt seien. "Es wird höchste Zeit, dass wir uns - neben den vielen Hausaufgaben, die wir innereuropäisch zu erledigen haben - stärker auf die internationale Rolle Europas besinnen", schrieb Schäuble. Schäuble sprach sich gegen nationale Alleingänge aus. Die großen Fragen der Sicherheit, Klimaschutz, Migration oder Wettbewerbsfähigkeit ließen sich dadurch nicht lösen. "Deutsche Verantwortung bedeutet für uns, gemeinschaftlich zu handeln. Unverzichtbar dafür ist die Europäische Union." 2/17/17 5:50 AM Bei der Suche nach einem Nachfolger für seinen geschassten Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn Sicherheitsberater hat Trump eine Niederlage einstecken müssen. Der frühere Vize-Admiral Robert Harward habe Trumps Angebot abgelehnt , berichtete der Sender CNN gestern Abend (Ortszeit) unter Berufung auf eingeweihte Kreise.  Harward war Stellvertreter des heutigen Verteidigungsministers James Mattis, als dieser das US-Zentralkommando kommandierte. Er soll sich nach Medienberichten am Mittwoch Bedenkzeit erbeten haben, als Trump ihm das Angebot machte. 2/17/17 5:47 AM     In der Pressekonferenz kritisierte Trump nicht nur die Richter, auch die Journalisten bekamen ihr Fett weg - und lobte dafür die eigene Performance über den grünen Klee. Zu einigen Themen präsentierte er allerdings wieder Fakten , die sich an der nicht-alternativen Wirklichkeit nur mit Einschränkungen messen lassen können :   • DIE UMFRAGEWERTE Trump erwähnte zu Beginn eine Umfrage, die ihm Zustimmungswerte von 55 Prozent bescheinigt. Er führte das als Beleg dafür an, dass das amerikanische Volk von dem Erfolg seiner Regierung überzeugt sei. Die Zahl stimmt. In der Befragung des konservativen Instituts Rasmussen gaben 55 Prozent an, mit Trumps Arbeit zufrieden zu sein. In anderen Umfragen kommt er allerdings auf deutlich schlechtere Werte. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov ermittelte eine Zustimmungsrate von 46 Prozent. Bei Gallup sind es 40 Prozent und bei dem Pew Research Institut sogar nur 39 Prozent.    • DIE CHAOSTHEORIE Trump  sagte, er habe von seinem Vorgänger Barack Obama nichts als Chaos geerbt - national wie international. Firmen verlegten "in Scharen" Arbeitsplätze ins Ausland. Der Nahe Osten sei ein Desaster. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) breite sich aus wie ein Krebsgeschwür. Tatsächlich liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 4,9 Prozent. Als Obama sein Amt antrat, waren es 9,8 Prozent. Und die Krisen in Nahost sind lange anhaltende internationale Konflikte, die bereits mehreren US-Präsidenten vor Obama den Schlaf geraubt haben. Auch seine Angaben zum IS stimmen nicht: Das Einflussgebiet der Terrororganisation schrumpft. Vor wenigen Wochen konnten irakische Sicherheitskräfte mit Luftunterstützung der von den USA angeführten Koalition den Ostteil der vom IS gehaltenen Stadt Mossul befreien.    • DIE SACHE MIT DEM URAN Trump  behauptete, Hillary Clinton habe Russland in ihrer Zeit als Außenministerin 20 Prozent des Urans der Vereinigten Staaten überlassen. Der Hintergrund: Russlands Atomenergiebehörde Rosatom erwarb zwischen 2009 und 2013 nach und nach Beteiligungen an dem Unternehmen Uranium One, das Uran produziert. Dieses Unternehmen besitzt auch Minen, Werke und Land im US-Bundesstaat Wyoming, die laut dem Portal "Politfact" etwa 20 Prozent der Uranvorkommen der Vereinigten Staaten ausmachen. Dabei handelt es sich jedoch um Kapazitäten, nicht um tatsächlich produziertes Uran. Ein Komitee der US-Regierung stimmte der russischen Beteiligung im Jahr 2010 zu. In diesem Gremium ist neben anderen Ministerien auch das Außenministerium vertreten, an deren Spitze Clinton zu dieser Zeit stand. Es war aber nicht Clinton oder das Außenministerium alleine, die die Genehmigung gaben, sondern insgesamt neun Behörden.      Foto: AP 2/17/17 5:31 AM US-Präsident Donald  Trump  lässt sich in seiner Politik jedoch durch die Proteste nicht beirren - ebenso wenig, wie durch die Entscheidungen der Gerichte: Das gestoppte Einreiseverbot soll durch ein Neues ersetzt werden. Die Anordnung in der kommenden Woche werde genau jenen Einwänden Rechnung tragen, die die Juristen bei ihrer Ablehnung des ersten Dekrets vorgebracht hatten, sagte Trump in seiner denkwürdigen Pressekonferenz gestern. "Das neue Dekret wird so ziemlich an das angepasst, was ich als eine sehr schlechte Entscheidung erachte." Details nannte er nicht. Aus dem US-Kongress hieß es unlängst, Trump könnte Besitzer einer Green Card oder einer anderen dauerhaften Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung von einem Einreiseverbot ausklammern , um Bedenken der Richter zu entkräften. 2/17/17 5:04 AM 2/17/17 5:04 AM Guten Morgen sehr verehrte Leserinnen und Leser. Lassen Sie uns den letzten Tag dieser Arbeitswoche angehen - mit Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und allerlei Unterhaltsamem. Show more Tickaroo Liveblog Software


insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
Phil2302 17.02.2017
1. Illegal oder nicht?
Warum wird das Wort "illegal" in Abführungsstriche gesetzt? Illegale Einwanderer sind illegale Einwanderer, Punkt. Und soweit ich weiß, geht es nicht um legale Einwanderer. Also warum sollte ich mich als legaler Einwanderer solidarisieren? Das würde eher im Bezug auf die gesperrten Länder Sinn machen, nicht bei Mexiko. Und dort ist es ja auch nur ein temporärer Bann.
kalim.karemi 17.02.2017
2. Tolle Aktion
Macht natürlich Lust auf mehr Einwanderung, wenn Migranten teile der Gesellschaft lahmlegen. Schuss ins Knie und zwar ins eigene Migrantenknie.
paulpuma 17.02.2017
3. kontraproduktiv
Großer Fehler. Bilder zeigten, wie die "Migranten" amerikanische Fahnen verkehrt herum trugen. Es ist klar, dass jeder normale Amerikaner nun sagen wird, dass diese Leute eher Problem als Lösung sind.
hockeyversteher 17.02.2017
4. Na jetzt ....
.... hat es die Bundespolizei einfach. Sie braucht nur in die Geschäfte gehen, die geschlossen hatten, um Illegalen Migranten zu finden. Und die Annahme, dass die Aktion mit zunehmender Entfernung zu Küsten versandete, ist sicher nicht ganz falsch. Aber auch sehr schön - es soll mal wieder den Schulnoten an den Kragen gehen. Bildungspolitiker in Deutschland sind die wirklichen Integrationsspezialisten. Sie erleichtern denen noch nicht so lange hier sind die Integration, indem sie das Bildungsniveau derer die schon länger hier sind so weit absenken, das ein Unterschied immer weniger auszumachen ist.
Demokrat7 17.02.2017
5. Unterschiede
Immigtranten beschweren sich, dass sie und ihre Landsleute nicht weiterhin unbeschränkt einreisen können und in den USA unregistriert arbeiten dürfen. Wie in andere Demokratien, konnte bisher jeder Tourist problemlos in die USA nach Registrierung einreisen. Darum geht es aber nicht. Man will weiterhin unregistriert und unbegrenzt in die USA einreisen können. Es gibt wohl wenige Länder dieser Erde, die solches gutheissen und dulden. Manchen Gutmenschen gefällt eine Normalisierung der Verhältnisse in den USA nicht und sie beginnen solches lautstark zu kritisieren, was in ihren Ländern standard ist. Wenn dann noch sog. Immigranten in den USA lautstark demonstrieren oder gar kriminelle Handlungen durchzuführen, ist wohl doch eine Änderung bisheriger Verfahrensweisen seitens der Regierung notwendig. Wie hätte sich da wohl die DDR verhalten und wie verhält sich Russland oder gar China gegenüber in ihre Länder unregistriert oder korrekt einreisende Ausländer? Wer jetzt gegen Veränderungen in den USA protestiert, sollte das im gleichen Maße auch bei anderen Ländern machen. Etwas verwundert den objektiven Betrachter. Die USA wird von Migranten kritisiert oder gar verteufelt, und trotzdem wollen sich diese Leute ohne jegliche Beschränkung in den USA aufhalten, arbeiten und sich bewegen? Da stimmt etwas nicht!
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