Newsblog "Clown Prince Johnson" - so reagiert die britische Presse

Boris Johnson sei ein "Clown" und Verlierer, seine Brexit-Strategie nur noch ein Trümmerhaufen: Die britische Presse geht mit dem Premierminister hart ins Gericht. Doch es gibt Ausnahmen.

Boris Johnson fuchtelte, schimpfte, drohte - es half ihm nicht
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Boris Johnson fuchtelte, schimpfte, drohte - es half ihm nicht

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Heftig fallen sie aus, die Reaktionen auf den gestrigen Abend in London und auf die Brexit-Chaos-Tage , die wir da gerade in Großbritannien beobachten können (oder müssen, je nach Perspektive). Premierminister Boris Johnson hält den Parlamentsbeschluss, der den Weg für ein Gesetz gegen den ungeregelten EU-Austritt ebnet, "für eine weitere sinnlose Verzögerung des Brexits". Die Kollegen der britischen Presse, die ja ohnehin gerne scharf analsysieren und auch scharf schießen, lassen sich auch heute nicht lumpen. * John Crace hat im "Guardian" einen wunderbar satirischen Kommentar veröffentlicht, in dem er "Clown Prince Johnson" scharf angeht - das Stück können Sie hier lesen . * Die "Financial Times" bescheinigt dem britischen Premier auf ihrer heutigen Titelseite, seine Brexit-Strategie liege "in Trümmern" und sei allenfalls noch eine Ruine . * Auch die Schlagzeile beim "Daily Mirror" ist überdeutlich : "Johnson verliert die Kontrolle". * Natürlich gibt es auch Johnson-Unterstützer, etwa beim "Daily Express" , wo die Kollegen titeln: "Das Parlament ergibt sich der EU" - auch eine Sicht der Dinge . Eine der schönsten Fragen, die ich gestern Abend im Zusammenhang mit dem Schauspiel im britischen Unterhaus gelesen habe, war allerdings diese hier: 9/4/19 7:00 AM Damit geht der "Morgen" schon wieder zu Ende. Danke für Ihr Interesse, liebe Leserinnen und Leser. Ich nehme an, Sie sind genauso gespannt wie ich darauf, was wir heute noch alles aus Großbritannien hören und sehen werden. Unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort in London und in der Hamburger Redaktion stehen bereits in den Startlöchern. Es lohnt sich also, im Laufe des Tages noch das eine oder andere Mal hier vorbeizuschauen. Machen Sie's gut, bis bald! 9/4/19 6:57 AM "Darum kann eine populistische Partei nie bürgerlich sein": Nils Minkmar mit einem lesenswerten Essay über die Bürgerbeleidigung durch die AfD . 9/4/19 6:53 AM Kommt das etwas in Bewegung? Der Iran will das Atomabkommen wieder einhalten, wenn das Land eine von Frankreich vorgeschlagene Kreditlinie über mehrere Milliarden Euro erhält. Die Rückkehr zu allen Verpflichtungen des Abkommens sei von dem Erhalt des Geldes über einen Zeitraum von vier Monaten abhängig, zitiert die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars den stellvertretenden Außenminister Abbas Arakchi . "Andernfalls werden wir unsere Verpflichtungen weiter zurückfahren", so der Politiker. Entweder müsse Europa dem Iran Öl abkaufen oder eine Kreditlinie zur Verfügung stellen, die in Summe dem Verkauf von Öl gleichzusetzen sei. 9/4/19 6:50 AM Können Sie um diese Tageszeit schon ein bisschen Jazz vertragen? Heute ist es genau 101 Jahre her, dass Gerald Stanley Wilson geboren wurde. Der US-Amerikaner machte sich einen Namen als Trompeter und Bandleader, beherrschte allerdings auch das Piano ziemlich gut. Wenn Sie also Lust haben auf Sechzigerjahre-Jazz - here we go: 9/4/19 6:45 AM Dorian -Neuigkeiten: 9/4/19 6:41 AM Hier ist übrigens der damalige Trailer zum "Frosch mit der Maske". Und ja, das ist wirklich Blacky Fuchsberger , der da mitspielt (die Älteren unter Ihnen können bitte den Jüngeren kurz erklären, warum Fuchsberger mal so bekannt war in Deutschland). 9/4/19 6:40 AM Einen Jahrestag haben wir noch... (hier stellen Sie sich bitte dramatische, orchestrale Krimi-Filmmusik vor): Heute vor 60 Jahren wurde "Der Frosch mit der Maske" uraufgeführt, der erste der legendären Edgar-Wallace-Krimis. 9/4/19 6:34 AM Eilmeldung von Reuters aus Hongkong : Medienberichten zufolge könnte es sein, dass Regierungschefin Carrie Lam heute das geplante Auslieferungsgesetz mit China zurückziehen wird. Die geplante Regelung war die Hauptursache für die seit drei Monaten andauernden Proteste. Das berichtete die "South China Morning Post" und beruft sich auf ungenannte Quellen. Auch andere lokale Medien berichteten über eine mögliche Rücknahme. Das Büro der Regierungschefin war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Das Gesetz würde es ermöglichen, dass Bürger Hongkongs zu Gerichtsverhandlungen nach China ausgeliefert werden. 9/4/19 6:30 AM Was heute noch ansteht - und worüber wir Sie hier bei SPIEGEL ONLINE jederzeit auf dem Laufenden halten werden: * Brexit : In London stimmt das Unterhaus über den Gesetzentwurf gegen einen Brexit ohne Abkommen mit der EU ab. Regierungschef Johnson könnte vorgezogene Neuwahlen beantragen. Und in Edinburgh wird vor Gericht über die Zwangspause des britischen Parlaments gestritten. * Prozess I : In Düsseldorf steht das frühere IS-Mitglied Nils D. vor Gericht, vorgeworfen wird ihm die Ermordung von drei Gefangenen. * Prozess II : In der Türkei wird der Prozess gegen Journalisten der regierungskritischen Zeitung "Sözcü" fortgesetzt. * Wahlanalyse : In Potsdam trifft sich der Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Klausurtagung, in Weimar die grüne Bundestagsfraktion, in Jena die Fraktion der FDP. * Schaulaufen : Am Abend gibt's in Saarbrücken die erste Regionalkonferenz der SPD zur Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten für den Vorsitz. 9/4/19 6:22 AM Möglicherweise gibt es heute einen ziemlich wichtigen Geburtstag zu feiern: den der Currywurst. Die Berlinerin Herta Heuwer soll vor genau 70 Jahren erstmals ihre Currysauce angerührt haben. Vielleicht wurde die Currywurst aber auch schon zwei Jahre zuvor am Hamburger Großneumarkt erfunden. Oder... ganz woanders. 9/4/19 6:14 AM Hach, diese Meldung lässt mich tief in eine westdeutsche Jugend der Siebzigerjahre eintauchen: Der Schauspieler Bud Spencer (1929-2016) hatte nach Angaben seiner Tochter eine große Liebe fürs Essen. "Er mochte es nicht, Diäten zu machen", sagte Christiana Pedersoli (56) der Deutschen Presse-Agentur. Drei Jahre nach dem Tod ihres Vaters veröffentlicht sie nun ein Buch über den Filmstar. "Mein Papa Bud" erscheint am Dienstag (10. September). Darin erzählt Pedersoli unter anderem, ihr Vater sei mal vor einer Diät geflohen. Andere hätten ihn überzeugt, zum Abnehmen in ein Klinikhotel nach Deutschland zu gehen. "Aber das war unmöglich", sagte sie. Als ihm nur Kleinigkeiten serviert wurden, sei er abgehauen. Im nächsten Restaurant habe er dann viel Geld ausgegeben. Mal ehrlich: Wollen wir das wirklich lesen? Und uns Bud Spencer als Hungerhaken vorstellen? Oder wollen wir nicht viel lieber unseren Arbeitsbeginn heute um zwei Stunden verschieben und noch mal eben... 9/4/19 6:07 AM Was ist eigentlich mit Angela Merkel , warum meldet sie sich nach den Landtagswahlen nicht zu Wort? 9/4/19 6:00 AM Ein schnelles Nachrichten-Update um 8 Uhr: * Die Brexit-Festspiele gehen weiter. Wenn das britische Unterhaus heute Mittag wieder zusammenkommt, werden wir Sie hier bei SPIEGEL ONLINE natürlich mit allem versorgen, was wichtig ist. Bis dahin könnten Sie noch einmal das gestrige Minutenprotokoll einer denkwürdigen Parlamentssitzung nachlesen. * Trotz wiederholter Massaker kommt die US-Regierung beim Thema Waffenrecht nicht aus den Pötten - kein Wunder beim Einfluss der Waffenlobby NRA auf die amerikanische Politik. Jetzt hat immerhin eine Supermarktkette Einschränkungen beim Waffenverkauf angekündigt. Jedenfalls ein bisschen . 9/4/19 5:55 AM Manchmal holen uns schwierige, traurige Nachrichten immer wieder ein. Und trotzdem ist es richtig, sie aufzugreifen - so wie im Fall der seit 2014 verschwundenen 43 Studierenden in Mexiko . In diesem Fall ist jetzt einer der Hauptverdächtigen auf freien Fuß gesetzt worden. Ein Richter habe den letzten Anklagepunkt gegen Gildardo López Astudillo zurückgewiesen und seine Freilassung angeordnet, teilte gestern die Menschenrechtsgruppe Centro Prodh mit, die die Familien der Opfer unterstützt. Die Ermittlungen wurden immer wegen mutmaßlicher Inkompetenz und Korruption kritisiert. Mehr als 40 Menschen wurden festgenommen und mussten wegen Verfahrensfehlern der Ermittler wieder freigelassen werden, oftmals wegen unter Folter erzwungener Geständnisse. Die 43 Studenten waren am 26. September 2014 im Süden des Bundesstaates Guerrero verschwunden. Polizisten sollen sie verschleppt und an eine Drogenbande ausgeliefert haben. Bandenmitglieder gaben an, die Opfer seien auf einer Müllkippe ermordet und verbrannt worden. Der Fall ist bis heute nicht restlos aufgeklärt. Nur einer der Studenten konnte anhand von Knochenfragmenten identifiziert werden. Unabhängige Experten der Interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (IACHR) zweifeln an den Ergebnissen der offiziellen Ermittlungen. 9/4/19 5:49 AM Ich habe noch einen zweiten Musikclip für Sie. Es geht wieder um eine Künstlerin, die heute Geburtstag hat: Beyoncé wird heute 38 Jahre alt. Wir gratulieren (auf Empfehlung meiner Kollegin Franca Quecke) mit einem Song, der nicht ganz so bekannt ist. Hier ist "Daddy Lessons", präsentiert von Beyoncè zusammen mit den Dixie Chicks: 9/4/19 5:43 AM Was ist eigentlich mit Dorian , dem Wirbelsturm , der auf den Bahamas für mehrere Tote und enorme Zerstörungen gesorgt hat? Der scheint sich abzuschwächen und sein Gefahrenpotenzial zumindest etwas zu verlieren. Wenn Sie sich live auf dem Laufenden halten wollen, hätte ich eine Leseempfehlung zur "New York Times" für Sie. Und hier bei uns bei SPIEGEL ONLINE können Sie mehr über Menschen lesen, die solchen Hurrikanen hinterherjagen. Zum Text geht es hier entlang . 9/4/19 5:35 AM Warum eigentlich müssen sich Sportler nach Siegen mit Flüssigkeiten überschütten ? Und machen Sportlerinnen das genauso? Das Bild zeigt Baseball-Spieler Kurt Suzuki von den Washington Nationals, der hier von Trea Turner geduscht wird. Patrick Semansky/ AP 9/4/19 5:29 AM Ob Rudermaschinenschleppen eine Sportart ist - okay, darüber kann man diskutieren. Darüber, dass Fußball eine ist, sicher nicht. Und in dieser Disziplin gibt es eine Meldung, die für Enttäuschung sorgen dürfte. 9/4/19 5:25 AM Das ist ein skurriler Streit: Wer schleppt die Rudermaschine vom Berg herunter? Darüber zanken der Bürgermeister einer französischen Gemeinde am Mont Blancs und ein britischen Sportler. Das Sportgerät steht derzeit in der Vallot-Hütte auf 4362 Meter und müsse für rund 1800 Euro Bergungskosten mit einem Hubschrauber abtransportiert werden, sagte Bürgermeister Jean-Marc Peillex der Deutschen Presse-Agentur. Dazu komme noch die Verschmutzung durch den Helikopter, so Peillex. Der britische Extremsportler Matthew Paul Disney habe die Rudermaschine auf den Berg getragen und sie dann wegen Erschöpfung auf der Hütte zurückgelassen, schrieb der Bürgermeister auf Twitter. Peillex forderte den französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf, Beschränkungen für die Nutzung des Mont Blancs einzuführen. So solle beispielsweise ab einer Höhe von 3000 Metern nur noch Bergsteigen erlaubt sein. Disney, der nach eigenen Angaben mit seinen Sport-Aktionen Geld für gemeinnützige Zwecke sammelt, erklärte, er habe seine geplante Tour wegen des Wetters abbrechen müssen und die Rudermaschine in der Hütte nur abgelegt . Das 26 Kilogramm schwere Gerät sei dort sicher unter einer Bank gelagert. Disney versicherte, er wolle die Rudermaschine so schnell wie möglich selbst abholen - die zuständigen Behörden in Frankreich würden ihm aber nun den Abstieg mit dem Gerät verbieten, obwohl er vor dem Aufstieg die Genehmigung für die Aktion hatte. 9/4/19 5:17 AM "Väter und Mütter, gebt mir eure Kinder!" Heute vor 77 Jahren verlangte der Judenälteste im Getto Lodz in einer erschütternden Rede das Schlimmste, was man von Eltern verlangen kann : 9/4/19 5:09 AM Nach den schweren Ausschreitungen am Wochenende in Hongkong ist es in der vergangenen Nacht zu neuen Zwischenfällen gekommen. Die Polizei räumte gegen Mitternacht eine Gruppe von Demonstranten von einem Platz vor der Polizeistation im Stadtviertel Mong Kok, wie der Sender RTHK berichtete. Auch machte die Polizei in der U-Bahn-Station Prince Edward eine Festnahme. Bei beiden Polizeieinsätzen wurde Pfefferspray eingesetzt. Seit mehr als drei Monaten dauern die Proteste schon an. Der Unmut der Demonstranten richtet sich gegen die eigene Regierung, gegen Polizeigewalt, aber auch gegen Chinas kommunistische Führung. Bei den Protesten und Ausschreitungen sind insgesamt bereits mehr als 1100 Menschen festgenommen worden. Die Proteste an Schulen und Hochschulen gehen auch heute weiter, so wie hier an einer Highschool, wo die Schülerinnen und Schüler ihre Forderungen auf Plakaten präsentieren. Kin Cheung/ AP 9/4/19 5:00 AM 7 Uhr, ein schnelles Nachrichten-Update : * Boris Johnson hat es tatsächlich geschafft und Großbritanniens innenpolitische Krise noch einmal verschärft . * Donald Trump kann's nicht lassen und gibt Milliardenbeträge für sein Lieblingsprojekt - Mauerbau an der Grenze zu Mexiko - aus. * Roger Federer zeigt ungewohnte Schwächen und scheidet im Viertelfinale der US Open aus . 9/4/19 4:54 AM Heizungen laufen in diesen doch eher warmen Tagen kaum. Aber die Abrechnung fürs vergangene Jahr, die haben Sie vielleicht schon erhalten. Dann interessiert Sie möglicherweise diese Meldung hier: Die Heizkostenabrechnungen für die Haushalte in Deutschland sind im vergangenen Jahr im Durchschnitt um zwei Prozent höher ausgefallen als 2017. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ist das eine Folge des ebenfalls um zwei Prozent gestiegenen Verbrauchs. Das DIW hat für seinen "Wärmemonitor 2018" Heizkostenabrechnungen des Essener Energiedienstleisters Ista für 300.000 Haushalte ausgewertet. Deutlich teurer sei das Heizen mit Öl gewesen, stellten die Forscher fest. Für Heizöl hätten die Verbraucher neun Prozent mehr ausgegeben müssen. Dagegen seien die Gaskosten um vier Prozent gesunken. Im Schnitt seien die Energiekosten stabil geblieben, so dass die Heizkosten je Quadratmeter wegen des höheren Verbrauchs erstmals seit 2013 zugenommen hätten. Laut DIW wird rund die Hälfte der Mehrfamilienhäuser in Deutschland mit Gas beheizt, ein Viertel mit Öl. 9/4/19 4:50 AM 9/4/19 4:45 AM Country geht immer, oder? Lassen Sie uns ganz, ganz tief in die Siebzigerjahre abtauchen. Heute ist nämlich der Geburtstag des amerikanischen Country-Musikers Gene Parsons , der am 4. September 1944 zur Welt kam. Der Multiinstrumentalist spielt unter anderem bei den Byrds, bei Nashville West und bei den Flying Burrito Brothers. Und von denen gibt es eine sehr schöne Liveaufnahme von 1975. Spoiler: Nicht nur die Musik, auch die Frisuren sind toll! 9/4/19 4:38 AM Irans mutmaßliches Raketenprogramm ärgert den US-Präsidenten: Als Reaktion auf einen angeblich gescheiterten Raketenstart im Iran haben die USA weitere Sanktionen gegen Teheran verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen die iranische Raumfahrtbehörde und zwei mit ihr verbundene Forschungszentren. 9/4/19 4:33 AM Mehrere Menschen sind bei einem schweren Busunglück in Neuseeland ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei überschlug sich der Bus mit mehr als 20 Insassen in der Nähe der Stadt Rotorua, einem beliebten Ausflugsziel auf der Nordinsel des Pazifikstaats. Wie viele Todesopfer und Verletzte es gab, konnten die Behörden zunächst nicht sagen. Die Rettungsdienste waren mit mehreren Hubschraubern im Einsatz, um Opfer schnell ins Krankenhaus bringen zu können. 9/4/19 4:27 AM Die britische Polizei hat auf einem Containerschiff im Hafen von Felixstowe im Südosten des Landes fast 1,3 Tonnen Heroin beschlagnahmt, geschätzter Verkaufswert: rund 145 Millionen Dollar (rund 132 Millionen Euro). Das ist vom Umfang her eine Rekordmenge, teilten die Behörden mit. Das Rauschgift sei bereits am Samstag unter Handtüchern und Bademänteln entdeckt worden, teilte die für organisierte Kriminalität zuständige Polizeibehörde NCA mit. Das Schiff habe dann am Sonntag in Antwerpen in Belgien angelegt. Vier Menschen seien von Mitarbeitern der niederländischen und belgischen Strafverfolgungsbehörden in Rotterdam verhaftet worden. 9/4/19 4:20 AM Und mit ganz, ganz großen Schritten nähern wir uns dem 30-Jahres-Jubiläum des Mauerfalls. Aber auch in den Tagen und Wochen davor geriet damals schon einiges in Bewegung in der DDR: Heute vor 30 Jahren begannen die Leipziger Montagsdemonstrationen . Katrin Hattenhauer organisierte sie mutig mit. 9/4/19 4:17 AM Toller und ausführlicher Überblick über die britschen Pressereaktionen , zusammengestellt vom "Guardian": 9/4/19 4:09 AM Eine neue Studie zeigt: Wohnen ist für Studierende in den allermeisten Städten in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. 9/4/19 4:02 AM Gehören Sie zu den Menschen, die Hackfleisch mögen? Vielleicht sogar schon zum Frühstück? Dann werden Sie bitte erstmal richtig wach, bevor Sie sich an den Tisch setzen. Denn das Verbraucherportal Lebensmittelwarnung hat vor Kunststoffteilen in mehreren Rindfleisch-Produkten gewarnt. Wie das Portal mitteilte, sollen in 500-Gramm-Packungen "Landjunker Rinderhackfleisch", in 400-Gramm-Packungen "Landjunker Selection Rinderhackfleisch von der Färse" sowie in 500-Gramm-Packungen "Gut Ponholz Rinderhackfleisch" der WestfalenLand Fleischwaren GmbH mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 4., 6. sowie 7. September 2019 " rote Kunststofffremdkörper " festgestellt worden sein. Der Fleischhersteller startete mittlerweile einen Rückruf der Produkte, die bei Netto und Lidl vertrieben wurden. Lino Mirgeler/ dpa Rinder (noch ohne Kunststoffteile, Symbolbild) 9/4/19 4:00 AM Starten wir mit einem Blick auf die wichtigsten Nachrichten der vergangenen Stunden : * Boris Johnson hat gestern Abend im britischen Unterhaus heftig auf die Mütze bekommen : Mit klarer Mehrheit haben die Abgeordeneten beschlossen, noch in dieser Woche über einen Gesetzentwurf abzustimmen, der einen No-Deal-Brexit ausschließt. * In zwei Tagen reist Angela Merkel zum Staatsbesuch nach China. Dort soll sie sich für die Protestbewegung in Hongkong stark machen, heißt es in einem offenen Brief von Aktivisten an die Kanzlerin . * In einem fränkischen Freizeitpark ist ein Fahrgeschäft in 60 Meter Höhe steckengeblieben , die Feuerwehr musste die Fahrgäste per Hubschrauber retten. Nur ein Kind verweigerte den Mitflug - und wurde von Höhenrettern stattdessen abgeseilt . (Unterschätzen Sie nie die Willenskraft von Kindern.) * Wien, immer wieder Wien : Die österreichische Hauptstadt ist die lebenswerteste Metropole der Welt. Das sagt jedenfalls der "Economist" in seiner neuen Studie zur Lebensqualität in Städten . 9/4/19 3:59 AM Einen wunderschönen guten Morgen, verehrte Leserin und lieber Leser - herzlich willkommen zu drei Stunden Nachrichten, Neuem und Nebensächlichkeiten zum Start in diesen Mittwoch! In den kommenden drei Stunden versorge ich Sie mit allem, was Sie zum späteren Plausch in der Kaffeeküche, zum Beeindrucken Ihrer Mitbewohnerin oder Ihres Mitbewohners am Frühstückstisch oder zum Überbrücken der Aufzugfahrt mit Chef oder Chefin brauchen. Wenn unterwegs Redebedarf besteht, erreichen Sie mich unter armin.himmelrath@spiegel.de. Bitte folgen Sie mir jetzt in den Morgen. Show more Tickaroo Liveblog Software


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Seite 1
kajoter 04.09.2019
1.
Nun ist das Chaos perfekt. Es war vorher schon ein Chaos und davor auch und davor erst recht. Aber immer dann, wenn man meinte, die Spitze des Chaos erreicht zu haben, ging es doch noch größer. Also machen wir uns auf etwas noch Chaotischeres gefasst. Es wird so sicher kommen wie die nächste verbale Entgleisung von Trump. Und während Johnson der EU drohend verkündete, die Luft anhalten zu wollen, wenn sie ihm nicht entgegenkäme, werden nun diverse britische Politiker nach Brüssel reisen und um eine Verschiebung des Austrittstermins zu bitten. Ich hoffe, die EU wird diese gewähren. Nicht dass ich mich dadurch an noch mehr Chaos ergötzen möchte. Nein - die Briten tun mir leid, man sollte jetzt solidarisch sein.
Heliumatmer 04.09.2019
2. Korrektur
Ist es wirklich so schwer, korrekt zu berichten: Danke @kajoter für die Korrektur, das Chaos ist nicht " jetzt gerade" sondern dauert schon viel zu lange. Wie beschrieben ist es noch steigerungsfähig, dazu braucht man entsprechende Worte, ohne zu vergessen, dass es schon vor viel zu langer Zeit begonnen hat.
lars_kurth 04.09.2019
3. Nur der Anfang ...
@kajoter: Das wird noch schlimmer kommen. Der einzige Ausweg ist jetzt: ein neuer Volksentscheid zur selben Zeit mit einer Wahl. Das Wahlergebnis wird wahrscheinlich ein Parlament hervorbringen dass noch mehr gespalten ist. Und was bei einem neuen Referendum rauskommt weiss niemand. Lebe schon seit 93 in GB und bin froh dass ich die Moeglichkeit habe kurzfristig umzuziehen, falls noeting.
mwroer 04.09.2019
4.
Zitat von kajoterNun ist das Chaos perfekt. Es war vorher schon ein Chaos und davor auch und davor erst recht. Aber immer dann, wenn man meinte, die Spitze des Chaos erreicht zu haben, ging es doch noch größer. Also machen wir uns auf etwas noch Chaotischeres gefasst. Es wird so sicher kommen wie die nächste verbale Entgleisung von Trump. Und während Johnson der EU drohend verkündete, die Luft anhalten zu wollen, wenn sie ihm nicht entgegenkäme, werden nun diverse britische Politiker nach Brüssel reisen und um eine Verschiebung des Austrittstermins zu bitten. Ich hoffe, die EU wird diese gewähren. Nicht dass ich mich dadurch an noch mehr Chaos ergötzen möchte. Nein - die Briten tun mir leid, man sollte jetzt solidarisch sein.
Wenn Sie wirklich solidarisch sein wollen, sollten Sie für ein Ende des Chaos am 31.10. schreiben - das Chaos und die Ungewissheit sind nämlich das Hauptproblem. Mit dem Brexit, egal welche Variante, kann man leben. Zumal der Wiedereintrittsantrag praktisch garantiert ist. Die EU darf nicht verlängern - im Interesse aller, auch der Briten. Zumal das Unterhaus die Option hat den Austritt mit einer (!) Abstimmung abzublasen. Wollen sie aber wiederum auch nicht - also nennen Sie mir einen vernünftigen Grund warum hier Geld und Existenzen verbrannt werden in dem man den unsäglichen Schwebezustand aufrecht erhält? Weil sich 650 Klappsköppe darin gefallen Macht- und Parteipolitische Spielchen zu spielen - seit Jahren. Dadurch blutet das UK aus - nicht durch den Brexit. Und innerhalb der EU werden Existenzen, Geld und Zeit verbrannt - für nichts anderes als das Bemühen einen der größten Bremsklötze der EU zu halten. Wenn Jogi Löw das in Eurer Nationalmannschaft macht schreien alle panisch auf - wenn das die EU macht wird applaudiert weil .... ? Aus Prinzip? Weil keiner gehen darf? Weil man sich angeblich in so großer Sorge um das UK befindet? Ist doch albern - wer ein Interesse an der EU hat muss das Theater beenden wollen. Jetzt.
die-metapha 04.09.2019
5.
Zitat von lars_kurth@kajoter: Das wird noch schlimmer kommen. Der einzige Ausweg ist jetzt: ein neuer Volksentscheid zur selben Zeit mit einer Wahl. Das Wahlergebnis wird wahrscheinlich ein Parlament hervorbringen dass noch mehr gespalten ist. Und was bei einem neuen Referendum rauskommt weiss niemand. Lebe schon seit 93 in GB und bin froh dass ich die Moeglichkeit habe kurzfristig umzuziehen, falls noeting.
Ich denke, ein neues Referendum wird ein ähnliches Ergebnis bringen wie das erste und verspreche mir eigentlich nichts davon. Ich halte sowieso nichts von einem nackten Referendum "pro/contra" Austritt aus der EU. Dazu ist die Materie doch viel zu komplex, als das man ihr mit einem solchen Instrument gerecht werden könnte. Was - und wen - eine solche Entscheidung betrifft, kann man seit fast drei Jahren beobachten. Für mich wird mit Blick nach London nur eines klar - die radikalen Kräfte haben dort eine Gesellschaft entzweit und tiefe Gräben aufgerissen. Die Britische Politik hat ein weiteres dazu geleistet und ist nun nicht mehr im Stande, diesen dynamischen Prozess aufhalten zu können. So sehr ich über den Austritt GB aus der EU enttäuscht bin - er sollte nun tatsächlich vollzogen werden. Der Lerneffekt auf Seiten der Bevölkerung wird sehr groß sein. Nicht auf Seiten derer, die wussten weshalb sie damals gegen einen BREXIT und für den Verbleib in der EU gestimmt haben. Der Lerneffekt wird für die euphorisierten BREXITeers groß sein. Sollten diese überhaupt offen für ein Lernen aus den eigenen Handlungen sein.
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