Newsblog Obama ist Fan von Greta Thunberg

Die Reise von Greta Thunberg durch die USA mutet an wie ein Staatsbesuch. Am Montag traf sie mit Barack Obama sogar einen früheren US-Präsidenten. Der begrüßte sie mit einem für ihn typischen Fistbump. Die Live-News.

Mit


Michael Kröger
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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg hat im früheren US-Präsidenten Barack Obama einen Fan gefunden : "Du und ich, wir sind ein Team", sagte Obama bei einem Treffen mit der 16-Jährigen, wie aus einem von der Obama-Stiftung gestern veröffentlichten Video zu sehen ist. Thunberg bedankte sich, dass Obama sich Zeit genommen habe. "Selbstverständlich", antwortete Obama. "Du veränderst die Welt. Deswegen freuen wir uns sehr, Dich bei uns zu haben." Am Ende des Videos fragt Obama: "Kennst Du Fist Bumping?" Dann schlagen beide ihre Fäuste gegeneinander. 9/18/19 7:01 AM Und damit endet unser morgendlicher News-Blog für heute wieder. Der SPIEGEL informiert Sie aber natürlich weiterhin über alle wichtigen Ereignisse. Heute setzt die Koalition in Berlin ihre Beratungen über Milliardeninvestitionen in den Klimaschutz fort, die am freitag als großes Maßnahmenpaket verkündet werden sollen. Ein paar hundert Meter weiter tagt der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn , um Lösungen für die Finanzmisere zu finden. Viel Bewegungsspielraum will ihm die Politik nicht lassen. Und heute Abend tritt der FC Bayern zu seinem ersten Vorrundenspiel in der Champions-League-Saison an. Gegner ist Roter Stern Belgrad. Auch Bayer Leverkusen spielt: gegen Lokomotive Moskau. In beiden Partien sind die Deutschen die Favoriten. Damit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag. Morgen wird Sie an dieser Stelle Heike Klovert begrüßen. 9/18/19 6:48 AM Kurz vor dem Ende des "Morgen" noch ein paar Informationen zum Wetter : Nach einer kalten Nacht (mit örtlich Bodenfrost) scheint heute häufig die Sonne, auch an den Alpen lockert der Hochnebel allmählich auf. Nachmittags ziehen an der Küste und im Osten einzelne Schauer auf. Dazu wird es bei 12 bis 17 Grad ziemlich frisch, auch am Oberrhein reicht es nur für 18 bis 20 Grad. Der Wind flaut langsam ab, weht an der See sowie im Osten aber noch kräftig. Am Wochenende soll es aber wieder wärmer werden. Bernd Wüsteneck/dpa 9/18/19 6:44 AM Das US-Finanzministerium will ausländische Investoren stärker unter die Lupe nehmen. So soll die Kommission für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS) größere Befugnisse bekommen, um das Engagement von Ausländern in der Technologiebranche, in kritischer Infrastruktur und bei Firmen mit Zugang zu sensiblen Daten besser im Blick halten zu können. CFIUS überprüft Fusionen und Aktienkäufe, um sicherzustellen, dass sie nicht die nationale Sicherheit beeinträchtigen. Die Kommission wurde bereits im letzten Jahr durch ein Gesetz gestärkt und hat zunehmend chinesische Unternehmen im Visier. 9/18/19 6:37 AM Der Anteil von Mehrwegverpackungen bei Getränken ist nach Angaben des Umweltbundesamts weiter gesunken. Im Jahr 2017 wurden nur rund 42 Prozent der Getränke in Mehrwegflaschen abgefüllt, wie die Bundesbehörde am Mittwoch mitteilte. Das waren noch einmal 0,5 Punkte weniger als 2016. Im Jahr 2010 lag der Mehrweganteil bei Getränken noch bei 48 Prozent, wie das Umweltbundesamt erklärte. Der Marktanteil von Einwegkunststoffflaschen lag der Auswertung zufolge nach den zuletzt verfügbaren Daten bei rund 52 Prozent, Dosen erreichten einen Marktanteil von vier Prozent. Der Mehrweganteil liegt damit nach wie vor deutlich unter dem im Verpackungsgesetz vorgegebenen Ziel von 70 Prozent. "Kurze Transportwege und Mehrwegverpackungen sind wichtig, um Umweltbelastungen und Abfälle zu vermeiden", erklärte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Dafür seien gut funktionierende Mehrwegsysteme nötig. 9/18/19 6:32 AM Wegen eines Arbeitskampfs beim Westdeutschen Rundfunk haben ARD und ZDF das "Morgenmagazin" heute nicht live senden können. "Das reguläre Morgenmagazin entfällt auf Grund eines Warnstreiks. Sie sehen eine Aufzeichnung von heute früh", hieß es in einer Einblendung am frühen Morgen im laufenden Programm. Auf Twitter teilte der WDR mit, dass vor dem eigentlichen Sendestart eine Stunde Sendung aufgezeichnet worden sei. Diese solle während der Dauer des Warnstreiks gezeigt werden. Zuvor hatte die Gewerkschaft Ver.di alle Arbeitnehmer, Auszubildenden, Volontäre und freien Mitarbeiter zu einem 24-stündigen, bis Morgen früh andauernden Warnstreik aufgerufen. 9/18/19 6:23 AM Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter ist den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern Joe Biden und Bernie Sanders in die Parade gefahren. Er hätte sich nicht zugetraut, das mächtigste Mandat der Welt mit 80 Jahren noch erfüllen zu können, sagte der inzwischen 94-Jährige während einer Pressekonferenz im Carter-Center in Atlanta. Biden (76) würde ebenso wie Sanders (78) im Amt ihren achtzigsten Geburtstag feiern - wenn sie denn gewählt würden. Carter hatte in den Vorwahlen von 2016 für Sanders gestimmt, äußerte aber Bedenken, ob er sein Votum wiederholen würde. 9/18/19 6:10 AM Vor einem Treffen der Innenminister der SPD-geführten Bundesländer hat Niedersachsens Ressortchef Boris Pistorius ein Durchgreifen gegen Konzerte von rechtsextremen Rockgruppen angekündigt . "Wir beschäftigen uns in Gotha damit, wie man Rechtsrockkonzerte oder rechte Kampfsportveranstaltungen wirksam verbieten kann", sagte Pistorius in Hannover. "Die Bilder einiger dieser Konzerte, auch in Thüringen in diesem Jahr, waren abstoßend. Das hat nichts mit Kultur zu tun, das sind ganz klar rechtsextremistische Veranstaltungen, die ausschließlich die gewaltorientierte rechte Szene befeuern sollen." Hier müsse der Rechtsstaat alles dafür tun, was möglich sei, um das zu unterbinden. Das gelte genauso für entsprechende Kampfsportveranstaltungen. 9/18/19 6:07 AM US-Botschafter Richard Grenell hat eine Ende der Woche in Berlin stattfindende Konferenz zum Handel mit dem Iran verurteilt . Die Konferenz, "die der Förderung des Handels mit dem iranischen Regime dienen soll, ist ein gefährlicher Schritt, der zur Finanzierung von Terrorismus und zur Unterminierung der US-Sanktionen beitragen wird", erklärte Grenell gestern Abend über den Twitter-Account der US-Botschaft. Die USA waren im Mai 2018 einseitig aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen. Die US-Regierung setzt seitdem auf eine Politik des "maximalen Drucks", um die Führung in Teheran zu zwingen, ein neues Abkommen mit härteren Auflagen zu verhandeln. 9/18/19 6:01 AM Saudi-Arabiens Ölangebot hat nach offiziellen Angaben wieder das Niveau von vor den Drohnenangriffen erreicht. Saudi-Arabien werde die Lieferverpflichtungen gegenüber seinen Kunden in diesem Monat voll erfüllen, sagte Energieminister Abdulasis bin Salman gestern Abend bei einer Pressekonferenz in Dschidda. Die Hälfte der zerstörten Kapazitäten sei bereits wieder hergestellt. Am Samstag hatten mehrere Drohnenangriffe unter anderem die größte Ölraffinerie des Landes in Abkaik getroffen und schwer beschädigt. Im vergangenen Monat produzierte Saudi-Arabien nach Opec-Angaben rund 9,8 Millionen Barrel pro Tag. Durch die Angriffe war die Produktion um 5,7 Millionen Barrel pro Tag eingebrochen. 9/18/19 5:56 AM 9/18/19 5:52 AM Gut ein Jahr nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua ist der Vorstandschef der italienischen Holdinggesellschaft Atlantia, Giovanni Castelucci, zurückgetreten. Der 60-jährige Manager erhält im Zuge einer Aufhebungsvereinbarung eine Abfindung in Höhe von gut 13 Millionen Euro, wie Atlantia gestern Abend nach einer mehr als fünfstündigen Sitzung des obersten Führungsgremiums mitteilte. Bis zur Ernennung eines neuen Vorstandschefs führt ein fünfköpfiges Komitee das Unternehmen an. Der in Italien mit Spannung erwarteten Sitzung vorausgegangen waren neue Enthüllungen der Behörden zum Zustand der italienischen Autobahnen. Atlantia ist die Muttergesellschaft von Autostrade per l'Italia, zu deren Streckennetz die im August 2018 eingestürzte Morandi-Brücke gehört. Bei dem Unglück waren 43 Menschen ums Leben gekommen. 9/18/19 5:49 AM Eigentlich wollte Neil Parker nur drei Stunden wandern - daraus wurde eine zweitägige Odyssee, die der Australier nur mit viel Glück überlebte. Der erfahrene Buschwanderer brach am Sonntag im australischen Bundesstaat Queensland zu der Tour auf - und stürzte kurz darauf einen sechs Meter hohen Wasserfall hinab, wie lokale Medien am Mittwoch berichteten. Dabei verletzte sich der 54-Jährige erheblich - mit gebrochenem Bein und Handgelenk kroch er dann zwei Tage lang durch die Wildnis. Sein Bein schiente er mit Wanderstöcken. Er habe sein verletztes Bein anheben und klettern müssen, sagte er der australischen Nachrichtenagentur AAP. Schließlich habe er es geschafft, auf eine Lichtung im Cabbage Tree Creek am Mount Nebo, nordwestlich von Brisbane, zu gelangen, wie der Sender ABC berichtete. «Ich dachte, wenn irgendjemand Alarm schlägt, muss ich aus den Felsen zurückklettern, um da rauszukommen», sagte er. Von der Lichtung wurde er dann am Dienstag gerettet - und per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Sein Überleben führte er auf seine Vorbereitung, seine Familie und eine Wandergruppe zurück, die sich auf die Suche nach ihm gemacht hatte. Albert Perez/dpa 9/18/19 5:45 AM 9/18/19 5:41 AM "Ehrlich gesagt scheiße" Marco Reus (Kapitän von Borussia Dortmund) zur Frage, wie es ihm nach dem verschossenen Elfmeter im Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona geht. Das Spiel ging 0:0 aus, und nicht nur aus Sicht der Fans hätte Dortmund gewinnen müssen. 9/18/19 5:36 AM Der frühere Pressesprecher von US-Präsident Donald Trump Sean Spicer war wieder im US-Fernsehen - zumindest für einen Auftritt. Zwar völlig anders, als gewohnt - aber sein Niveau hat er offensichtlich beibehalten. Spicer tanzte während eines Auftritts bei "Dancing with the Stars" zu einem Song der Spice Girls in einem neongrünen Rüschenhemd. Seine Bewegungen wirkten allerdings so unbeholfen wie die eines Tanzbären. "Du hat eigentlich nie den Takt getroffen, hattest aber Deinen Spaß", sagte Jurorin Carrie Ann Inaba anschließend. Bruno Tonioli hatte den Eindruck, Spicer sei "von einem Schwarm Wespen verfolgt" worden. In seinem früheren Leben war Spicer Pressesprecher des Weißen Hauses ( war von Januar bis Juli 2017). Seine Einlassung zu den Berichte über die Zuschauerzahlen bei Trumps Vereidigung sind Legende. Damals bezichtigte er die Meiden der "absichtlich irreführenden" Berichterstattung und sprach von dem größten Publikum, das jemals bei einer Vereidigung dabei war. Diese Behauptung war nachweislich falsch. 9/18/19 5:22 AM Ein Rekordversuch mit einem Rennboot hat für drei Menschen vor der Küste Venedigs ein tödliches Ende genommen. Ihr Boot raste am gestern Abend nahe eines Hafens gegen Klippen, wie die italienische Feuerwehr bekanntgab. Drei Leichen seien aus der unter Wasser liegenden Kabine geborgen worden, ein weiterer Mensch sei über Bord gegangen und dabei verletzt worden. Laut Nachrichtenagentur Ansa war eines der Opfer ein italienischer Rennboot-Konstrukteur und -Fahrer, der versucht habe, einen Geschwindigkeitsrekord von Monte Carlo nach Venedig aufzustellen. Bei den beiden anderen Opfern handele es sich um britische Piloten. Sie seien am Montagmorgen in Monte Carlo gestartet und kurz vor der Ziellinie verunglückt. 9/18/19 5:13 AM In einem wegweisenden Strafprozess zur Aufarbeitung des "Cum-Ex"-Steuerskandals will einer der Angeklagten auspacken. Der 41-jährige Brite hatte bereits vor dem Prozessauftakt gegenüber der Staatsanwaltschaft umfangreich ausgesagt, und will dies heute vor dem Bonner Landgericht wiederholen. Dem 41-Jährigen und einem anderen, ebenfalls redewilligen 38 Jahre alten Angeklagten werden besonders schwere Steuerhinterziehung vorgeworfen. Sie sollen im Zeitraum mit einem Verwirrspiel von Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Dividendenanspruch rund um einen Zahlungsstichtag dafür gesorgt haben, dass die Finanzämter Steuern mehrfach erstatteten. Laut Anklageschrift haben sie einen Steuerschaden von mehr als 440 Millionen Euro verursacht. 9/18/19 5:05 AM Die Bundesregierung setzt ihren Kampf gegen steigende Mieten fort. Heute will das Kabinett eine Änderung beschließen, die sowohl Mieterhöhungen, als auch Mieten in neuen Verträgen begrenzen soll. Bei Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete sollen künftig Mieten aus sechs statt nur vier Jahren verwendet werden. Dadurch sinkt die Vergleichsmiete tendenziell, denn die Mieten waren vor sechs Jahren in vielen Städten noch deutlich niedriger als heute. An die Vergleichsmiete sind Mieterhöhungen und auch die Mietpreisbremse gekoppelt. Ein weiterer Gesetzentwurf betrifft die Bürokratie. So sollen sich Arbeitnehmer künftig digital krank melden können, statt per "gelbem Schein" in Papierform. Insgesamt sollen Unternehmen um mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr entlastet werden. Paketboten wiederum sollen besser vor Ausbeutung geschützt werden. Versandunternehmen sollen verpflichtet werden, Sozialbeiträge für die Paketboten nachzuzahlen, wenn ein Subunternehmer das nicht tut. 9/18/19 5:00 AM US-Präsident Donald Trump treibt den Machtkampf mit Kalifornien um Abgasvorschriften für Autos laut US-Medien weiter auf die Spitze. Die Bundesumweltbehörde EPA wolle heute in Washington ankündigen, dem US-Bundesstaat mit dem landesweit größten Automarkt ein jahrzehntealtes Sonderrecht für strengere Regeln gegen Luftverschmutzung abzuerkennen, berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg und die "New York Times" übereinstimmend unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Der Konflikt zwischen Kalifornien (das als Vorreiter beim Klimaschutz gilt) und Washington läuft seit der Präsidentschaft von Donald Trump. Dieser will die Abgasregeln für Autos lockern, stößt dabei jedoch auf Widerstand. Bislang kann Kalifornien wegen eines Sonderrechts, das einst wegen hoher Smog-Belastung in der Metropolregion Los Angeles gewährt wurde, strengere Vorschriften als auf Bundesebene erlassen. Der Bundesstaat hat schon angekündigt, für den Erhalt dieses Privilegs notfalls bis zum Obersten Gerichtshof zu gehen. Robyn Beck/AFP 9/18/19 4:55 AM Die Energie-Gewerkschaft IG BCE hat sich zurückhaltend zu dem von Fridays for Future initiierten Klimastreik an diesem Freitag geäußert - und angesichts von Forderungen der Protestbewegung vor einem "Kahlschlag" in der Industrie gewarnt. "Noch in diesem Jahr ein Viertel der Kohlekraft abzuschalten, wie von Fridays for Future gefordert, würde nicht nur tausende Menschen von heute auf morgen um ihren Job bringen", sagte Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis. "Es würde auch die Sicherheit unserer Stromversorgung gefährden." Ein klimaneutrales Deutschland und eine Energieversorgung mit 100 Prozent Erneuerbarer Energien binnen 16 Jahren sei vielleicht wünschenswert: "Das würde jedoch einen Kahlschlag in der Industrie nach sich ziehen und unseren gesellschaftlichen Wohlstand gefährden." 9/18/19 4:51 AM Die Linke sympathisiert mit Generalstreiks, um politische Ziele durchzusetzen. Konkret geht es um die Arbeitsniederlegungen am Freitag, um gegen die Untätigkeit der Regierung (besser: von in irgendeiner Form eigentlich fast alles Bundesbürgern) gegen den Klimawandel zu protestieren. "Natürlich ist es immer gut sich an die gewerkschaftliche Vertretung zu wenden und an die Betriebsräte, damit die eine Sanktionsfreiheit aushandeln", sagte Linke-Parteichef Bernd Riexinger der Deutschen Presse-Agentur. "Grundsätzlich gilt, je mehr Menschen in einem Betrieb organisiert mitmachen, desto mehr können sie sich erlauben. Außerdem können die Beschäftigen in vielen Betrieben ja auch ihre Mittagspause ein wenig verlängern." An erster Stelle rate er allen Betrieben, der Belegschaft die Teilnahme am Streik zu ermöglichen. "Wenn Unternehmen in dieser Situation wirklich Sanktionen androhen, spricht das allerdings auch Bände über ihre Unternehmensphilosophie", sagte Riexinger. Der Linke-Chef war lange Jahre als Betriebsrat und Gewerkschafter aktiv. "Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen. Entsprechend sollten wir am Freitag alle gemeinsam ein Zeichen setzen", sagte er. Wieso die Demonstration für den Klimaschutz als Protest gegen Arbeitgeber organisiert werden muss und nicht außerhalb der Arbeitszeit stattfinden kann, erklärte Riexinger nicht. 9/18/19 4:40 AM 9/18/19 4:37 AM In Spanien ist der geschäftsführende Ministerpräsident Pedro Sánchez auf der Suche nach einem Partner für seine stabile Regierung erneut gescheitert. "Es gibt keine Mehrheit im Parlament, die die Bildung einer Regierung erlaubt , also ist das Land nochmals zu einer Wiederholung der Wahl am 10. November aufgerufen." In einem Tweet schrieb er, dass sich die Spanier bereits vier Mal klar geäußert und entschieden hätten, mit einer Regierung unter Führung seiner Sozialistischen Arbeiterpartei voranzukommen. "Wir werden Euch bitten, am 10. November noch deutlicher zu werden, damit es keine Blockaden mehr gibt." Zuvor hatte König Felipe VI. am Dienstag nach zweitägigen Konsultationen mit den Chefs der im Parlament vertretenen Parteien entschieden, dass er weder Sánchez noch einem anderen Politiker einen Auftrag zur Regierungsbildung erteilen werde. Es gebe derzeit keinen Kandidaten, der im Parlament auf die nötige Unterstützung zählen könne, teilte das Königshaus mit. 9/18/19 4:33 AM Das neue Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen in Deutschland ist nach Einschätzung der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes in der Praxis noch nicht angekommen . Das Gesetz vom Juli 2017 soll vor allem geflüchtete junge Mädchen schützen, die in ihrer Heimat unter 18 Jahren verheiratet wurden - viele unter Zwang. Nach einer aktuellen Umfrage von Terre des Femmes wurden in den vergangenen zwei Jahren 813 Fälle solcher Kinderehen in Deutschland gemeldet. Es seien von deutschen Behörden aber nur 97 Anträge auf Eheaufhebung bei Familiengerichten gestellt worden. In bisher 53 Urteilen seien nur zehn Ehen dann auch aufgehoben worden. Die Statistik ist nach Angaben von Terre des Femmes nicht vollständig, da nur einige Bundesländer die Anzahl der Kinderehen zentral erfassen oder Statistiken führen. In anderen Ländern seien die Zuständigkeiten zersplittert. Nicht von allen Behörden seien die erbetenen Rückmeldungen gekommen. In Berlin reagierten zum Beispiel nur vier von zwölf Bezirken. 9/18/19 4:27 AM Ein Gremium von WHO und Weltbank hält die weltweiten Vorsichtsmaßnahmen gegen eine globale Epidemie (auch: Pandemie) für "völlig unzureichend". "Es ist schon längst an der Zeit zu handeln", schreiben die Mitglieder des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) in einem heute früh veröffentlichten Bericht. Unter anderem fordert das GPMB Regierungen aller Nationen auf, die Vorbereitungen auf eine mögliche Pandemie als integralen Bestandteil nationaler und globaler Sicherheit zu sehen. Dass die Vorsichtsmaßnahmen aktuell völlig unzureichend sind, bestätigt auch Christian Drosten, Virologe an der Berliner Charité. Eine Studie aus dem Jahr 2006 kam zu dem Ergebnis, dass bei einer globalen Influenza-Pandemie 51 bis 81 Millionen Menschen ums Leben kommen könnten. Diese Zahlen hält Drosten für plausibel. Der letzten Pandemie - der Schweinegrippe - fielen nach WHO-Angaben mehr als 18.400 Menschen in rund 200 Ländern zum Opfer. In Deutschland starben 258 Patienten. 9/18/19 4:24 AM In Berlin macht der Herbst nur mit etwas Regen und kalter Luft auf sich aufmerksam. Der Norden Deutschlands kam wesentlich schlechter weg: Dort deckte stürmischer Wind Dächer ab und entwurzelte Bäume . Besonders empfindlich traf es wieder einmal die Bahn-Reisende. Auf dem Weg nach Hamburg mussten 300 Menschen bei Nienburg wegen eines Oberleitungsschadens über Stunden in einem ICE ausharren. Gegen 23 Uhr war der von Chur aus der Schweiz kommende Zug teilweise evakuiert worden. In Hannover strandeten 200 Reisende und mussten in Zügen übernachten. Die Deutsche Bahn habe dafür zwei ICEs mit insgesamt 1400 Plätzen zur Verfügung gestellt, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Auch in Kassel-Wilhelmshöhe und Hamburg standen Züge für Passagiere zur Übernachtung bereit, wurden aber nicht in Anspruch genommen. 9/18/19 4:15 AM Nach dem Rauswurf des Hardliners John Bolton hat Trump die Namen von fünf möglichen Nachfolgern auf dem Posten des Nationalen Sicherheitsberaters genannt. Trump äußerte sich nach Angaben von mitreisenden Journalisten gestern auf einem Flug von Albuquerque nach Mountain View. Nicht unter den namentlich Genannten war den Angaben zufolge der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, stellte anschließend allerdings klar, dass die Liste der Kandidaten mehr Personen umfasse als die fünf genannten. Auch andere Kandidaten würden noch in Betracht gezogen. 9/18/19 4:09 AM 9/18/19 4:07 AM Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie zum "Morgen", dem News-Blog vom SPIEGEL. In Berlin hält allmählich der Herbst Einzug. Zumindest früh am Tag genügt die normale Sommerjacke nicht mehr, um sich gegen den böigen, kalten Wind zu schützen. Für das Wochenende versprechen die Meteorologen zumindest wieder etwas mehr Sonne. . . Kommen wir zu den Nachrichten . . . Show more Tickaroo Liveblog Software


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Seite 1
paulpuma 18.09.2019
1. Hier werden Meldung künstlich erzeugt.
"Ereignisse" werden inszeniert. "Persönlichkeiten" werde erfunden. "Geschichte" wird designed. Wer aber macht das? Wer zieht die Strippen? Welche Interessen stehen dahinter? Wie demokratieverträglich ist diese "inszenierte Welt", auf deren Kosten vieles, was gesagt werden müßte, wegfällt?
Amadablam 18.09.2019
2. Obama übernimmt, jetzt wird alles gut
Aber: ist das der gleiche Obama, der im Juni mit dem Privatjet nach Avignon flog, um auf einer Rhone-Insel für EUR 8.000 pro Nacht Urlaub zu machen? Der sich gerade mal wieder ein neues Domizil für einen zweistelligen Millionenbetrag auf Martha's Vineyard mit Privatstrand und allem Pipapo zulegt? Und der es in immerhin zwei Amtszeiten nicht geschafft hat, den Schandfleck Guantanamo zu beseitigen? Vielleicht wird dann doch nicht alles gut.
grossermist 18.09.2019
3. Lebenslüge der Klimastreikenden
"Wieso die Demonstration für den Klimaschutz als Protest gegen Arbeitgeber organisiert werden muss und nicht außerhalb der Arbeitszeit stattfinden kann, erklärte Riexinger nicht." Danke, Herr Kröger, mit diesem Satz entlarven Sie die FFF-ler und denen, die aus populistischen Motiven auf den Zug aufspringen. Es war immer unverständlich, warum diese Streiks gegen die Schule, gegen den Arbeitgeber etc. gerichtet sind. Es geht ja so weit, dass bestimmte Kreise freie Anfahrt mit dem ÖPNV für die Streikenden / Demonstrierenden fordern. Warum um alles in der Welt soll gerade dieses Anliegen derart privilegiert werden? Meine Meinung: Wem das Klima wirklich ein Herzensanliegen ist, möge streiken und dann eben Sanktionen hinnehmen und sich als Ruhmesblatt an die Brust heften.
fatherted98 18.09.2019
4. Obama...
...wie auch Schwarzenegger....Fans von Greta....nach dem hand-shake steigt man wieder in seinen Boliden und braust davon (oder lässt sich brausen....lachhaft diese Pharisäer).
edward elgar 18.09.2019
5.
Zitat von paulpuma"Ereignisse" werden inszeniert. "Persönlichkeiten" werde erfunden. "Geschichte" wird designed. Wer aber macht das? Wer zieht die Strippen? Welche Interessen stehen dahinter? Wie demokratieverträglich ist diese "inszenierte Welt", auf deren Kosten vieles, was gesagt werden müßte, wegfällt?
Wie lautet Ihre Forderung, die hinter diesen Fragen steht? Dass von *diesem* Ereignis nicht berichtet werden darf? Dass das von den "Linksversifften" ausgeht, die damit ihre eigenen Interessen vertreten? Dass die "inszenierte Welt" überhaupt nicht existiert und die Inszenierung auf Kosten der Demokratie geht, was meint, dass die rechtsdrehenden Inszenierungen zu kurz kämen? Es würde reichen, wenn Sie einfach sagen würden, dass Sie den Klimawandel und dessen Folgen negieren und alles, was auf der Seite der Klimawissenschaft und der Politik, die diese Wissenschaft vertritt, hassen.
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