Newsblog Schamane will Teufel Putin aus dem Kreml treiben - festgenommen

Die Live-News.

Mit


Michael Kröger
Herzlich willkommen bei Der Morgen @SPIEGELONLINE.
Bis 9 Uhr begleitet Sie heute Michael Kröger beim Start in den Tag.
Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
Die erste Nachricht führt uns nach Russland - genauer: nach Sibirien. Dort hat sich Alexander Gabyschew auf den Weg gemacht , um Russland von Wladimir Putin zu heilen . Nach Überzeugung des Schamanen ist der Staatschef nämlich der Teufel, den es aus dem Kreml zu treiben gilt . (Ursprünglich hatte ich berichtet, dass Gabyschew Putin vom Teufel befreien will, aber das wäre dem Schamanen zu wenig gewesen) Sein Vorhaben trug Gabyschew öffentlichkeitswirksam zur Schau - mit einem langen Fußmarsch von seiner Heimat in Jakutien im nordöstlichen Teil des asiatischen Teils von Russland nach Moskau. Und überall, wo er Rast machte, erzählte er von seiner Mission. Seine Wanderung sorgte in den sozialen Netzwerken für großes Aufsehen, zumal sie in die Zeit fiel, in der sowieso viele Menschen gegen die unfairen Wahlen in den Regionen protestierten. Mehr als 2700 Kilometer hatte er bereits zurückgelegt, als bewaffnete Sicherheitskräfte in schließlich in Gewahrsam nahmen. Putin, so scheint es, kann ganz gut mit seinen Teufeln leben . . . Sören Stache/dpa 9/20/19 7:03 AM Und damit endet der "Morgen" für diese Woche wieder und die Kollegen der SPIEGEL -Redaktion übernehmen - mit Berichten, Hintergründen und Analysen der wichtigsten Ereignisse . Heute steht in Berlin die Klimapolitik im Mittelpunkt. Nach mehr als 15 Stunden Verhandlung der Koalitionsspitzen verdichten sich die Hinweise auf eine bevorstehende Einigung über den wichtigsten Knackpunkt: Die CO2-Bepreisung . Wir schauen, was es mit dem Konzept auf sich hat. Außerdem berichten wir über die weltweiten Proteste der "Fridays for Future"-Bewegung , die die Untätigkeit der Regierenden (und der Bevölkerung) im Kampf gegen die Erderwärmung anprangert. Mein geschätzter Kollege Christoph Seidler wird noch einmal die "Polarstern" in den Blick nehmen, die heute Abend zu ihrer bemerkenswerten Expeditionsreise in Richtung Nordpol aufbricht. Ich verabschiede mich und wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende. Bis Montag. 9/20/19 6:53 AM Kurz vor dem Ende des "Morgen" noch kurz ein paar Informationen zum Wetter : Heute ist es zu Tagesbeginn nur in Norddeutschland noch dichter bewölkt und vereinzelt regnerisch. Später kommt aber von Westen her die Sonne zum Vorschein. Unter den Wolken und in Süddeutschland werden 14 bis 18 Grad erreicht, bei längerem Sonnenschein geht es auf 19 bis 20 Grad hoch, am Oberrhein sogar bis zu 22 Grad. Peter Schneider/dpa 9/20/19 6:46 AM US-Präsident Donald Trump gerät wegen mutmaßlicher Äußerungen in einem Telefonat mit dem Regierungschef eines anderen Staates unter Druck. Der demokratische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, Adam Schiff, warf der US-Regierung gestern vor, dem Kongress Informationen über die Aussage eines Whistleblowers vorzuenthalten. Der "Washington Post" zufolge hatte dieser gemeldet, dass Trump einem ausländischen Regierungschef in einem Telefonat ein Versprechen gemacht habe. Nähere Details nannte die Zeitung nicht. Trump nannte den Bericht "Fake News". Er wisse, dass bei solchen Telefonaten Geheimdienste mithörten. "Mit diesem Wissen bin ich nicht so dumm, mich in so einem Gespräch mit einem ausländischen Führer unangemessen zu äußern", schrieb er auf Twitter. Allerdings hatte der US-Generalinspekteur der Geheimdienste, Michael Atkinson, in einem Brief an den Ausschuss vom 9. September die Aussagen des Whistleblowers als "dringlich und glaubwürdig" bezeichnet. 9/20/19 6:40 AM 9/20/19 6:34 AM Wegen Treibstoffmangels sollen in Kuba wieder Zugtiere in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen. Es sei der Gebrauch von rund 4000 Ochsengespannen beim Anbau von Zuckerrohr und anderen Lebensmitteln beschlossen worden, zitierten Staatsmedien gestern den Präsidenten der Zuckerbehörde Azcuba, Julio García Pérez. Außerdem soll weniger Dünger importiert und stattdessen Nebenprodukte der Zuckerherstellung benutzt werden. Der Staatschef der sozialistischen Karibikinsel, Miguel Díaz-Canel, hatte eine Woche zuvor Kraftstoffengpässe eingeräumt und verschärfte Sanktionen der USA dafür verantwortlich gemacht. Washington setze Reedereien unter Druck, um die Versorgung der rund elf Millionen Einwohner zählenden Insel per Schiff zu verhindern, sagte der Präsident. Kuba erhält aus Venezuela Öl im Austausch für die Dienste entsandter Ärzte und verkauft dieses, um sich Devisen zu beschaffen. Die schwere Krise in dem südamerikanischen Land hat aber auch die Karibikinsel getroffen - die Erdöllieferungen sind stark zurückgegangen. 9/20/19 6:28 AM Die Zahl der Erkrankungen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten steigt in den USA weiter an. Bei 530 Menschen seien Verletzungen an der Lunge aufgetreten, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC gestern mit. Zuvor war von rund 450 möglichen Erkrankungen in 33 Bundesstaaten die Rede gewesen. Sechs auf den Gebrauch von E-Zigaretten zurückgehende Todesfälle wurden bislang gemeldet. Die US-Behörden warnten erneut alle Nutzer von E-Zigaretten vor dem Gebrauch wegen möglicher Lungenschäden. In Deutschland oder Europa ist bislang kein ähnlicher Anstieg der mysteriösen Fälle bekannt. 9/20/19 6:19 AM Die Verhandlungen der großen Koalition über ein Klimaschutzpaket ziehen sich offensichtlich noch weiter hin. In Koalitionskreisen heißt es nun, dass die Sitzung des Klimakabinetts auf 13 Uhr verschoben wird . Die angekündigte Pressekonferenz findet nun erst am Nachmittag statt. 9/20/19 6:14 AM Die große US-Drogeriekette Walgreens startet gemeinsam mit dem Paketdienstleister Fedex und der Alphabet-Tochter Wing Aviation ein Pilotprojekt für Lieferungen per Drohne. Der Testlauf solle im kommenden Monat in Christiansburg im US-Bundesstaat Virginia beginnen, teilten die Unternehmen gestern mit. Wing habe in diesem Jahr als erster Drohnenbetreiber eine Zulassung als Luftfrachter von der US-Flugaufsicht FAA erhalten. Walgreens verspricht Kunden, dass Lieferungen dank der neuen Technologie innerhalb von Minuten nach Bestellung zugestellt werden. Im Juni hatte bereits der weltgrößte Online-Händler Amazon angekündigt, bald die ersten Pakete mit seiner "Prime Air"-Drohne zuzustellen. 9/20/19 6:04 AM US-Präsident Donald Trump hat gestern Facebook-GründerMark Zuckerberg zu einem Gespräch im Weißen Haus empfangen . Das Treffen mit dem Chef des Online-Netzwerks im Oval Office beschrieb Trump anschließend auf Twitter als "nett". Facebook wiederum teilte mit, das Gespräch sei "gut und konstruktiv" verlaufen. Zuvor war Zuckerberg in Washington mit mehreren US-Senatoren zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen rund um Sicherheit und Inhalte von Online-Netzwerken. Facebook wird immer wieder von verschiedenen Seiten für das Löschen von Inhalten kritisiert. Deshalb soll zur Lösung solcher Konflikte eine unabhängige Instanz geschaffen werden. Facebook kann sich als Mitglieder dieses Gremiums unter anderem Juristen, Verleger oder Journalisten vorstellen. Forderungen nach einer Aufspaltung seines Internetkonzerns wies Zuckerberg zurück. Samuel Corum/AFP 9/20/19 5:56 AM 9/20/19 5:54 AM Die Kommentatoren in der deutschen Zeitung ließ das Urteil des Berliner Landgerichts zu Beschimpfungen gegen die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast fassungslos zurück, jetzt haben auch Politikerinnen unterschiedlicher Parteien ihr Unverständnis geäußert. "Dieses fatale Urteil, welches eines Rechtsstaats unwürdig ist, berührt uns alle", sagte die FDP-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sprache sei nicht nur Kommunikation, sondern Ausdruck von respektvollem, kultivierten Miteinander. "Wenn diese Kultur nicht mehr juristisch geschützt wird, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis den Worten Gewalt folgt." Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt erklärte "bei allem Respekt vor unseren Gerichten: Meinungsfreiheit hat Grenzen, wenn zu Gewalt gegen Personen aufgerufen oder widerliche Hetze betrieben wird". Die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, Maria Wersig, sagte, Gewaltschutz sei ein Thema, das alle Ebenen des Staates angehe. "Und wir reden bei den genannten Beispielen verbaler Übergriffe über nichts anderes als über Gewalt." Unbekannte hatten Künast unter anderem als "Stück Scheisse" und "altes grünes Dreckschwein" bezeichnet und noch drastischere und auch sexistische Erniedrigungen formuliert. Nach Ansicht der Richter stellen entsprechende Kommentare "keine Diffamierung der Person der Antragstellerin und damit keine Beleidigungen" dar. 9/20/19 5:41 AM Nach 100 Jahren ist das Aldi-Stammhaus in Essen für das wachsende Sortiment des Lebensmittelhändlers endgültig zu klein geworden. Das Unternehmen Aldi Nord will noch in diesem Jahr mit dem Bau einer mehr als doppelt so großen Filiale in unmittelbarer Nähe beginnen. Der neue Aldi-Markt mit knapp 1300 Quadratmetern Verkaufsfläche soll nach Unternehmensangaben Ende 2020 fertig sein. Der Bebauungsplan ist laut Stadt Ende August 2019 in Kraft getreten. Die Verkaufsräume im Aldi-Stammhaus, in dem die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht geboren und aufgewachsen sind, sollen nach einem Jahrhundert Lebensmittelhandel künftig anderweitig genutzt werden. "Hierfür werden derzeit zahlreiche Möglichkeiten mit Interessenten geprüft", teilte das Essener Unternehmen mit. Die Gründerfamilie habe sich jedoch aufgrund des emotionalen Bezugs zur Huestraße 89 dafür ausgesprochen, dass das Gebäude im Besitz der Unternehmensgruppe bleibe, heißt es. Marcel Kusch/dpa 9/20/19 5:34 AM Hier können Sie eine Zusammenfassung des Gladbach-Untergangs sehen: https://www.youtube.com/watch?v=P4UXYXqhdF4 9/20/19 5:34 AM Hier nur kurz in Stichpunkten die Zusammenfassung des Europa-League-Abends , damit Sie in der Kaffeeküche wissen, wovon Ihre Kollegen sprechen: Aus deutscher Sicht war der Abend zum Vergessen. Borussia Mönchengladbach ging zuhause gegen den österreichischen Provinzclub Wolfsberger AC mit 0:4 unter. "Es gibt Abende, die laufen so", sagte Trainer Marco Rose anschließend. Eintracht Frankfurt verlor 0:3 gegen Arsenal - und der VfL Wolfsburg gewann zwar 3:1 gegen PFK Olexandrija aus der Ukraine. Doch auch deren Spieler waren anschließend enttäuscht - und zwar, weil lediglich 10.112 Zuschauer auf den Rängen saßen. "Klar, das ist nicht Real Madrid. Aber ich finde es gehört dazu, dass man trotzdem ins Stadion kommt", beschwerte sich Spielmacher Maximilian Arnold anschließend. 9/20/19 5:20 AM Mysteriöse gesundheitliche Beschwerden von kanadischen und US-Diplomaten in Kuba gehen möglicherweise auf Pestizide zurück . Das geht aus einer Studie der Dalhousie University für das kanadische Außenministerium hervor, die der Sender Radio-Canada gestern veröffentlichte. Die Wissenschaftler vermuten, dass Neurotoxine für die Symptome verantwortlich sein könnten. Solche Nervengifte seien etwa in Pestiziden enthalten, die in Kuba zur Insektenvernichtung eingesetzt würden. Ab 2016 sei das Land rigoros gegen Moskitos vorgegangen, die den Zika-Virus transportieren. Dutzende in der kubanischen Hauptstadt Havanna lebende Diplomaten und ihre Angehörige hatten ab 2016 über rätselhafte Kopfschmerzen, Hörverlust, Schwindel und Übelkeit geklagt. Experten hatten zunächst mögliche "Akustik-Attacken" hinter den Beschwerden vermutet. Die Regierungen Kanadas und der USA hatten daraufhin ihr Botschaftspersonal in Kuba reduziert. Havanna reagierte mit Unverständnis. 9/20/19 5:16 AM Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC rechnet mit weiteren 100 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst noch in dieser Spielzeit. Nach den ersten 125 Millionen Euro seiner Firma Tennor, mit der zunächst auch Verbindlichkeiten abgelöst wurden, soll die zweite Tranche bald fließen. "Zeitnah bedeutet für mich hier in der laufenden Saison. Auch das laufende Jahr würde ich nicht ausschließen", sagte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller in einem Interview. In den nächsten Spielzeiten will der Berliner Fußball-Verein verstärkt in den Kader investieren, um den Abstand zu den deutschen Spitzenclubs zu verkürzen. Engler/Nordphoto/Imago Images 9/20/19 5:10 AM Die französische Airline XL Airways ist nach eigenen Angaben in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Ticketverkauf sei gestern eingestellt worden, teilte die Fluggesellschaft auf ihrer Internetseite mit. Der Flugverkehr soll aber noch über das Wochenende fortgeführt werden. Ab Montag ist aber mit dem Ausfall einzelner Flüge zu rechnen. Passagiere wurden aufgefordert, sich über ihre Flüge zu informieren. Die Airline ist nach eigenen Angaben auf Langstreckenflüge spezialisiert, beispielsweise in die Karibik, in den Indischen Ozean oder in die USA. Sie befördert demnach pro Jahr annähernd eine Million Menschen. Die Flotte der Airline besteht aus vier Airbus A330. 9/20/19 5:07 AM Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat im Jemen rund um die umkämpfte Hafenstadt Hudaida mehrere Ziele der Huthi-Rebellen angegriffen . Dabei seien in Morgengrauen vor allem Produktionsstätten von Sprengstoffbooten und Seeminen beschossen worden, berichtete die saudische Agentur SPA. Zuvor sei ein ferngelenktes Sprengstoffboot zerstört worden, hieß es weiter ohne Ortsangabe. Die Boote und Minen stellten eine Bedrohung für die internationale Schifffahrt im südlichen Teil des Roten Meeres dar. Saudi-Arabien führt eine Allianz arabischer Staaten an, die im Jemen seit Jahren gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen kämpft. Der Krieg hat die derzeit schlimmste humanitäre Krise weltweit ausgelöst. 9/20/19 4:57 AM Rund 350 Tage im Eis der Arktis, 150 davon ist es durchgehend dunkel: Heute Abend startet das deutsche Forschungsschiff "Polarstern" vom norwegischen Tromsø zur Mammutexpedition "Mosaic". Läuft alles nach Plan, wird der Eisbrecher an einer riesigen Eisscholle andocken und sich einfrieren lassen. Mit dem Packeis driftet das Schiff dann durch die zentrale Arktis, die sonst im Winter unzugänglich ist. Die Reise der "Polarstern" dauert ein ganzes Jahr, über 70 wissenschaftliche Institute aus fast 20 Ländern sind mit hunderten Forschern beteiligt. "Eine Arktis-Expedition in dieser Größenordnung hat es noch nie gegeben", sagte der Forschungsleiter von "Mosaic", Markus Rex. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht in dem Mammutvorhaben eine sinnvolle Investition für den Klimaschutz. Es sei "in unserem höchsten Interesse", die Arktis zu erforschen, sagte sie. "Helden unserer Zeit" seien die Teilnehmer und Unterstützer der Expedition. Mohssen Assanimoghaddam/dpa 9/20/19 4:53 AM Dass die Rechte von Kindern mitunter erkämpft werden müssen, zeigt auch ein Beispiel in München. Dort wollte eine Initiative ein Eltern-Kind-Zentrum im Erdgeschoss eines Mietshauses einrichten. Die Aussicht auf die dadurch entstehende Unruhe , das zu erwartende Chaos von Kinderwagen im Treppenhaus und Kinderschreie scheinen aus Sicht der Nachbarn aber unerträglich zu sein. Denn sie klagten gegen das Projekt. Heute entscheidet der Bundesgerichtshof darüber. Klare Sache, denken Sie? In den zwei Instanzen zuvor entschieden die Gerichte für die Kläger. . . 9/20/19 4:44 AM Der Zeitpunkt für die große Wortmeldung der Kinder ist gut gewählt: Heute ist Weltkindertag - der Tag also, an dem sich Erwachsene verstärkt Gedanken machen sollten, was sie zum Wohl der nachfolgenden Generation unternehmen können. Die SPD hat da schon konkrete Pläne. Sie nutzt den Anlass, um ihre Forderung nach einer Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz Nachdruck zu verleihen. "Kinderrechte gehören ins Grundgesetz. Denn nur wenn Kinder ein eigenes Grundrecht in der Verfassung haben, kann sich in der Verwaltungspraxis vor Ort etwas ändern", sagte die stellvertretende SPD-Fraktionschefin und Familienpolitikerin Katja Mast. Sie habe sich persönlich in den Koalitionsverhandlungen dafür eingesetzt, dass diese Forderung Teil des Koalitionsvertrages werde. "Ich erwarte, dass die Bund-Länder-Arbeitsgruppe jetzt zügig zum Abschluss kommt, damit wir noch dieses Jahr über die konkrete Ausgestaltung reden können." Einer der Knackpunkte in den Verhandlungen ist, wie sehr die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz mit den Rechten von Eltern kollidieren könnte. "Es geht nicht darum, Eltern gegen Kinder auszuspielen", sagte Mast. "Wer Kinder stärkt, stärkt die Familien als Einheit insgesamt." 9/20/19 4:38 AM 9/20/19 4:38 AM Derweil bereitet sich die Jugend auf ihren weltumspannenden Protest gegen die Untätigkeit der Verantwortlichen angesichts des Klimawandels vor. Zu einem globalen Streik für mehr Klimaschutz erwartet "Fridays for Future" heute mehrere Hunderttausend Teilnehmer. Allein in Deutschland sind in Dutzenden Städten mehr als 500 Aktionen und Demonstrationen angemeldet. Für die internationale Streikwoche, die heute beginnt, haben Aktivisten Proteste in mehr als 2600 Städten in fast 160 Staaten angekündigt. Die von der Schwedin Greta Thunberg angestoßene Protestbewegung wird von Schülern und Studenten getragen. Sie fordern von der Politik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung und die drohende Klimakatastrophe. Vor allem müsse gemäß dem Pariser Klimaabkommen die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit eingedämmt werden. "Fridays for Future" appelliert erstmals auch an alle Erwachsenen, sich den Protesten anzuschließen. "Tomorrow we strike back! (Morgen schlagen wir zurück)", schrieb Thunberg am gestern Nachmittag bei Twitter. 9/20/19 4:32 AM Die Unterhändler von Union und SPD tun sich offensichtlich schwer mit dem geplanten Maßnahmenpaket . Mehr als dreizehn Stunden bereits sitzen die Mitglieder des Koalitionsausschusseses bereits zusammen, doch eine Einigung ist noch nicht in Sicht. Die Beratungen dauerten weiter an, hieß es am heute am frühen Morgen aus Parteikreisen. Als Hauptknackpunkt gilt die Ausgestaltung der vorgesehenen CO2-Bepreisung. Bislang ist vorgesehen, dass die Maßnahmen gegen Mittag vom Klimakabinett der Bundesregierung beschlossen werden. Diese sollen sicherstellen, dass Deutschland sein Ziel erreicht, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu senken, verglichen mit dem Stand von 1990. 9/20/19 4:27 AM In ganz anderer Mission waren zwei Rugby-Fans unterwegs. Sie reisten mit dem Fahrrad mehr als 20.000 Kilometer durch 27 Länder , um Geld für die Unterstützung bedürftiger Kinder zu sammeln . 231 Tage waren Ron Rutland aus Südafrika und James Owens (aus Großbritannien) unterwegs und sammelten 75.000 Euro. Pünktlich zum Eröffnungsspiel der Rugby-WM in Japan kamen die beiden in Tokio an. "Wir hatten unglaubliche 231 Tage, die Leute in Europa und Asien waren unglaublich zu uns. Wir sind in Tokio angekommen, die Erinnerungen werden uns unser Leben lang begleiten. Schade, dass es vorbei ist", sagte Owens. Ihre Reise begann Ende Januar am Twickenham-Stadion in London und führte unter anderem über die Türkei, den Iran und Indien nach Japan. Nach ihrer Ankunft in Japan übergaben die beiden das Geld dem walisischen Schiedsrichter Nigel Owens, der das Eröffnungsspiel leiten wird. "Ihre epische Reise mag vorbei sein, aber hunderte Kinder haben nun durch Rugby die Chance zu spielen, zu lernen und aufzuwachsen. Danke an Ron Rutland und James Owens", teilte die Organisation mit, die das Geld nun einsetzen wird. Matthew Childs/Reuters 9/20/19 4:04 AM 9/20/19 4:01 AM Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie zum "Morgen", dem News-Blog vom SPIEGEL . Die Morgenfrische nimmt inzwischen gefühlt fast winterliche Züge an, auch wenn der Himmel sternenklar ist. Hoffentlich achten die Eltern darauf, dass ihre Kinder auch eine warme Jacke mitnehmen, wenn sie gegen ein "Weiter so" angesichts des Klimawandels demonstrieren gehen. (Solche praktische Assistenz ist erlaubt. Ansonsten sollen die Kids das mal allein machen - die Botschaft der Jugend und ihre Vorwürfe gegen uns Alte sollte nicht verwässert werden). Kommen wir zu den Nachrichten aus aller Welt . . . Show more Tickaroo Liveblog Software


insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
3diwrzf83024 20.09.2019
1. Teufelsaustreibung, wie absurd...
Wie will man denn dem Teufel höchstpersönlich den Teufel austreiben? So ein Unsinn! ;-)
s.l.bln 20.09.2019
2. Gaanz neuer Ansatz
Endlich ein echter Visionär, der verstanden hat, daß Man Putin, Erdogan, Orban, Johnson, Trump und co. gar nicht vom Amt trennen sondern ihnen einfach nur den Teufel austreiben muß. Verdammt, manchmal sieht man den Wald vor Bäumen nicht...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.