Newsblog Sturmtief "Mortimer" legt Fernverkehr der Bahn im Norden lahm

Nach einer relativ ruhigen Nacht legt Sturmtief "Mortimer" in den frühen Morgenstunden richtig los. Die Deutsche Bahn muss ihren Fernverkehr im Norden weitgehend einstellen.

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Michael Kröger
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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
+++ Sturmtief "Mortimer" nimmt Fahrt auf +++ Deutsche Bahn stellt Fernverkehr in Norddeutschland weitgehend ein. +++ Betroffen sind die Strecken Hamburg - Berlin, Hamburg - Hannover, Bremen - Hannover, Hannover - Göttingen, Hannover - Wolfsburg und die Strecke Wolfsburg - Braunschweig - Hildesheim - Göttingen +++ "Züge des Fernverkehrs werden zurückgehalten", hieß es. +++ Im Regionalverkehr gab es zunächst keine größeren Behinderungen.+++ Der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes zufolge sollen sich die stärksten Böen von "Mortimer" über den Norden in den Nordosten und Osten Deutschlands verlagern, wo sie bis zum Nachmittag anhalten sollen. Im Norden und Nordosten besteht demnach Unwettergefahr durch einzelne orkanartige Böen. Bodo Marks/dpa 9/30/19 7:03 AM Und damit endet der "Morgen" für heute wieder. Im Laufe des Tages dürften aber noch eine Menge interessanter Nachrichten zu erwarten sein, über die der SPIEGEL Sie natürlich lückenlos informieren wird. Wir werden "Mortimer" beobachten und über die Verwerfungen im Verkehr berichten, den Wahlausgang in Österreich analysieren und die Anhörung im EU-Parlament beobachten, der sich ab heute Nachmittag die Kandidaten für EU-Kommission stellen müssen. Außerdem beginnen heute zwei Aufsehen erregende Gerichtsverfahren : Der Musterprozess gegen den VW-Konzern und der gegen die mutmaßlichen Rechtsterroristen der Gruppe "Revolution Chemnitz" . Es ist das bisher bedeutendste Verfahren gegen Rechtsextremisten. Ich verabschiede mich für heute und wünsche Ihnen einen windgeschützten Tag. Morgen wird Sie an dieser Stelle Heike Klovert begrüßen. 9/30/19 6:54 AM Kurz vor Schluss noch ein paar Informationen zu "Mortimer" : Besonders in der Osthälftebleibt es noch bis zum Nachmittag brenzlich. Über den Bergen erreichen Böen weiterhin um die 120 km/h. Aber auch im Flachland ist mit schweren Sturm-, örtlich sogar orkanartigen Böen zu rechnen. Also Windstärke 10 oder 11. Begleitet wird der Sturm von vielen Wolken, teils kräftigen Schauern und örtlichen Gewittern. Besser sieht es dagegen Richtung Westen aus. Hier ist das Schlimmste in Sachen Sturm durch und die Sonne kommt immer häufiger durch. Bernd März/dpa 9/30/19 6:48 AM Die Mitarbeiter des insolventen deutschen Reiseveranstalters Thomas Cook sind von der Insolvenz des britischen Mutterkonzerns völlig überrascht worden. "Es war ein Schock für die Mitarbeiter", sagte Stefanie Berk, Geschäftsführerin der deutschen Thomas Cook. Berk zufolge war eine Einigung in wesentlichen Punkten erreicht worden. Zu den genauen Gründen für das Scheitern der Verhandlungen wollte sich die Managerin nicht äußern. Die britische Thomas Cook hatte zuletzt mit Investoren über eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund verhandelt. Die deutsche Thomas Cook, zu der unter anderem Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Reisen gehören, war in den Sog der Pleite des Mutterkonzerns geraten. Mitte vergangener Woche stellten drei deutsche Thomas Cook-Gesellschaften Insolvenzantrag. "Die Situation für die rund 2000 Beschäftigten ist hart, aber man merkt Aufbruchstimmung", berichtete Berk. "Der Auftritt der vorläufigen Insolvenzverwalter vergangene Woche auf der Betriebsversammlung hat den Eindruck hinterlassen, dass die Sanierung gelingen kann." 9/30/19 6:20 AM Mit einer großen Trauerfeier und Dutzenden Staatsgästen aus dem Ausland will Frankreich von seinem früheren Präsidenten Jacques Chirac Abschied nehmen. Zu einem Gottesdienst in der Pariser Kirche Saint-Sulpice haben sich heute unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Kremlchef Wladimir Putin, Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angekündigt. Den ganzen Tag über herrscht in Frankreich Staatstrauer. Der konservative Politiker war am Donnerstag im Alter von 86 Jahren gestorben. Tausende Menschen hatten seit Sonntag auch noch in der Nacht angestanden, um sich von dem früheren Staatspräsidenten Chirac zu verabschieden. Vor der Pariser Kathedrale Saint-Louis-des-Invalides bildete sich seit Sonntagmittag bei Regenwetter eine mehrere hundert Meter lange Schlange. Die Türen der Kirche waren bis zum frühen Morgen um sieben Uhr geöffnet. Kamil Zihnioglu/AP 9/30/19 6:13 AM Kanadas Premierminister Justin Trudeau will zur Finanzierung seiner Wahlversprechen bei einer Wiederwahl das Staatsdefizit vergrößern. Nach den Plänen seiner Liberalen Partei soll die Neuverschuldung von umgerechnet rund 13 Milliarden Euro in diesem Haushaltsjahr auf rund 19 Milliarden Euro im nächsten Haushaltsjahr ansteigen. In den folgenden drei Jahren soll das Defizit dann wieder leicht sinken. Trudeau sprach von einer "verantwortungsvollen Entscheidung für die Kanadier", weil Investitionen für die Zukunft getätigt würden. In Kanada wird am 21. Oktober gewählt. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trudeau und dem Konservativen Andrew Scheer voraus. Trudeau verspricht, bei einem Wahlsieg die Steuern zu senken, die Mittelklasse und Studenten zu unterstützen und mehr Geld für den Kampf gegen den Klimawandel auszugeben. 9/30/19 6:07 AM Die CDU will mittlere und niedrige Einkommen steuerlich entlasten. Das berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf einen Entwurf des Leitantrags für den Bundesparteitag Ende November, über den der Bundesvorstand heute beraten will. Ziel sei es, "eine leistungsgerechte Einkommensbesteuerung sicherzustellen und die durchschnittliche steuerliche Belastung vor allem für Bezieher niedriger und mittlerer Einkommen zu reduzieren". "Wir wollen finanzielle Spielräume schaffen, damit sich möglichst viele Menschen in Deutschland ein Vermögen aufbauen können", zitiert die Zeitung weiter aus dem Papier. Leistungsträger müssten stärker entlastet werden. Der Solidaritätszuschlag müsse vollständig abschafft, die negativen Wirkungen der kalten Progression weiterhin jedes Jahr ausgeglichen werden, fordern die Christdemokraten. Nach den Plänen der CDU soll der Grenzsteuersatz von 42 Prozent künftig erst ab einem höheren Einkommen fällig werden. Die Steuertarife im unteren und mittleren Einkommensbereich sollen weniger stark steigen und der sogenannte Mittelstandsbauch soll abgeflacht werden. Zudem solle der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung weiter reduziert werden, um vor allem Bezieher niedriger Einkommen zu entlasten. 9/30/19 6:02 AM 9/30/19 5:54 AM Nach rund zehn Jahren Bauzeit hat New York eine neue Stadtteil-Bibliothek - und Architektur-Experten sind begeistert. "Warum kann New York nicht mehr von solchen Diamanten bauen?", schrieb "New York Times"-Architekturkritiker Michael Kimmelman über die gerade eröffnete Bibliothek am Ufer des East River. Das Gebäude von Architekt Steven Holl gehöre zu den "schönsten und erhebendsten öffentlichen Gebäuden, die New York in diesem Jahrhundert bislang gebaut hat". Das Gebäude sei zu teuer gewesen (Mehr als 40 Millionen Dollar), schrieb das "New York Magazin" - "und es war es wert". Die relativ kleine Bücherei ist von außen weiß und rechteckig mit auffällig geformten großen Fenstern. Von innen haben Besucher einen Panorama-Blick über die Skyline von Manhattan. Christina Horsten/dpa 9/30/19 5:45 AM Tief "Mortimer" nimmt allmählich Fahrt auf. Nach einer glimpflich verlaufenen Nacht traf es jetzt die Bahn-Strecke zwischen Bremen und Hannover. Dort riss in den Morgenstunden ein umstürzender Baum die Oberleitung herunter und brachte den Fernverkehr zum Erliegen. Ein ICE konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn berichtete. Verletzt wurde niemand. Die Passagiere mussten aber zunächst im Zug ausharren, da nicht klar war, ob noch Strom durch die kaputte Oberleitung fließt und dadurch eine Gefahr für sie besteht. Die Züge der IC-Linie Norddeich Mole - Bremen - Hannover - Leipzig wurden größtenteils umgeleitet und verspäteten sich um circa 60 Minuten. Am Morgen war zunächst unklar, wie lange die Störung dauern würde, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. 9/30/19 5:37 AM Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die internationale Gemeinschaft vor einer weiteren Eskalation im Konflikt mit dem Iran gewarnt. "Wenn die Welt keine starken und entschlossenen Maßnahmen ergreift, um den Iran abzuschrecken, dann werden wir weitere Eskalationen sehen, die die Interessen der Welt bedrohen werden", sagte der Kronprinz in einem gestern vom US-Sender CBC News ausgestrahlten Interview. "Die Ölversorgung wird unterbrochen und die Ölpreise werden auf unvorstellbar hohe Zahlen steigen, die wir in unserem Leben noch nicht gesehen haben." Mitte September war in Saudi-Arabien eine wichtige Ölanlage angegriffen worden. Deutschland, Frankreich und Großbritannien waren vergangene Woche der US-Einschätzung gefolgt, dass Teheran für die Attacke Verantwortung trage. Ursprünglich hatten sich die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen zu dem Angriff bekannt, was von den USA jedoch als falsches Bekenntnis gewertet wurde. Teheran weist die Vorwürfe zurück. 9/30/19 5:31 AM Der Bildungsforscher und OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher hat sich für nachgelagerte Studiengebühren in Deutschland ausgesprochen. Deutschland gehöre zu den wenigen Staaten, in denen die Ausgaben pro Student in den vergangenen Jahren gesunken seien, sagte Schleicher. "Viele der Hochschulen verfügen nicht mehr über ausreichende finanzielle Mittel, um im Zeitalter der Massenuniversität wirklich qualitativ hochwertige Studienbedingungen zu gewährleisten." Schleicher plädiert vor diesem Hintergrund für ein Modell der Studienfinanzierung wie in Australien oder England. Dort würden die Hochschulen über Studiengebühren finanziert, die einkommensabhängig nachgelagert seien. "Nach diesem Modell erhalten Studierende ein staatlich garantiertes, unverzinstes Darlehen, aus dem sie die Studiengebühren bezahlen und das sie erst (und nur dann) zurückzahlen müssen, wenn sie ein bestimmtes Einkommensniveau erreicht haben", sagte Schleicher. Beim gebührenfreien und aus Steuergeldern finanzierten Studium zahlten dagegen am Ende "die Facharbeiter für das Studium der Kinder wohlhabenderer Eltern". 9/30/19 5:28 AM Als Vedad Ibisevic in der 58. Minute am Spielfeldrand bereit stand und die Tafel mit der Nummer 19 hochgereckt wurde, ging ein Raunen durch das Stadion. Irgendwie wussten sowohl Kölner als auch Berliner Fans, was gleich kommen würde. Und doch kam es noch extremer, als es die einen befürchtet und die anderen erhofft hatten. Ganze 53 Sekunden und einen Ballkontakt brauchte der Stürmer von Hertha BSC, um das vorentscheidende 0:2 zu erzielen. Mit dem dritten Ballkontakt schoss er das 0:3. Am Ende gewann Hertha BSC am Sonntag 4:0 beim 1. FC Köln. Mit nun 122 Bundesliga-Toren zog er auf Platz 29 der ewigen Bundesliga-Torjägerliste an WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus vorbei. Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images 9/30/19 5:20 AM Das einst als Stigma gedachte Herkunftssiegel "Made in Germany" bleibt für deutsche Exporteure ein wichtiges Verkaufsargument. Produkte aus Deutschland stehen einer aktuellen Umfrage zufolge auf Platz eins der weltweiten Konsumentengunst. Gut die Hälfte aller Befragten hat einen positiven Eindruck von Produkten aus Deutschland, ergab die am Montag vorgelegte Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov und der britischen Cambridge University. Nur sechs Prozent sahen ein negatives Image. Daraus ergibt sich ein positives Ergebnis von 45 Punkten für Produkte "Made in Germany". Großbritannien hatte die Herkunftsbezeichnung Ende des 19. Jahrhunderts als Schutz vor vermeintlich billiger und minderwertiger Importware aus Deutschland eingeführt. Auf Platz zwei der aktuellen Image-Rangliste stehen Waren aus Italien gefolgt von Großbritannien und Frankreich. Japanische Waren belegen Platz fünf und werden im Schnitt deutlich besser bewertet als die aus Südkorea auf Platz neun. 9/30/19 5:12 AM Das Team der künftigen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen muss sich ab heute Nachmittag der ersten Bewährungsprobe stellen. Mit der Befragung des designierten EU-Kommissars Maros Sefcovic beginnen die Anhörungen in den zuständigen Ausschüssen des Europaparlaments. Jeder Nominierte muss sich drei Stunden lang den Fragen der Abgeordneten stellen und seine fachliche Eignung unter Beweis stellen. Für einzelne Kandidaten könnte dann schon Schluss sein. Die Befragung dauert noch bis Donnerstag kommender Woche Die Kandidaten aus Ungarn und Rumänien wurden bereits gestoppt. Der Rechtsausschuss des Parlaments attestierte Laszlo Trocsanyi und Rovana Plumb finanzielle Interessenkonflikte, die sie für das Amt des EU-Kommissars disqualifizieren. Auf Bitten von Parlamentspräsident David Sassoli soll der Ausschuss heute allerdings erneut zusammenkommen und seine Position präzisieren. 9/30/19 5:07 AM Bei einem Brand in einer Fabrik in China sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer sei gestern in einer Fabrik für Gebrauchsartikel in der ostchinesischen Provinz Zhejiang ausgebrochen, teilte die örtliche Regierung heute Morgen im Kurznachrichtendienst Weibo mit. Acht Menschen konnten demnach gerettet werde, drei von ihnen mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein. Das Unglück ereignete sich kurz vor den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China. In dem Land kommt es immer wieder zu schweren Industrie-Unglücken, Sicherheitsvorschriften werden häufig nicht eingehalten. 9/30/19 4:59 AM Nach dem Stargast Barack Obama versprechen die Veranstalter der Münchener Gründermesse "Bits & Pretzels" eine weitere Steigerung : Schauspielerin Jessica Alba wird heute Nachmittag über die Gründung ihrer Kosmetikfirma sprechen. Obama hatte über Greta Thunberg und die Klimaproteste gesprochen. Obwohl es "Bits & Pretzels" erst seit einigen Jahren gibt, gelingt es den Veranstaltern immer wieder, berühmte Gäste nach München zu holen. 2016 hielt der inzwischen wegen Belästigungsvorwürfen in Ungnade gefallene Hollywood-Star Kevin Spacey die Eröffnungsrede, außerdem waren unter anderem schon der Milliardär Richard Branson, Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg und Moderator Jan Böhmermann dabei. Danny Moloshok/AP 9/30/19 4:47 AM 9/30/19 4:46 AM Der britische Weltmeister Lewis Hamilton hat Formel-1-Rekordchampion Michel Schumacher eine weitere Bestmarke abgejagt. Der 34 Jahre alte Mercedes-Pilot führte beim Großen Preis von Russland zum 143. Mal in seiner Karriere ein Rennen der Königsklasse an. Dem Deutschen Schumacher war das zuvor in seiner Laufbahn 142 Mal gelungen. Der fünfmalige Weltmeister Hamilton gewann am Sonntag in Sotschi vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas. "Wir müssen weiter solche Leistungen zeigen", sagte Hamilton mit Blick auf die verbleibenden fünf Saisonrennen. In zwei Wochen geht es im japanischen Suzuka weiter. "Es wird beim nächsten Mal wieder super schwer sie zu schlagen - aber nicht unmöglich, wie wir gesehen haben", sagte Hamilton in Richtung von Dauerrivale Ferrari. Imago Image/Hochzwei 9/30/19 4:42 AM Heute beginnt in Braunschweig der große Musterprozess gegen Volkswagen. Hunderttausende haben sich dem von Verbraucherschützern und ADAC angestrengten Verfahren angeschlossen. Ein Selbstläufer wird der Prozess allerdings nicht. Mehr dazu finden Sie in der Analyse meines geschätzten Kollegen Alexander Preker. 9/30/19 4:35 AM In der Ukraine-Affäre von US-Präsident Donald Trump sorgen sich die Anwälte des Whistleblowers um die Sicherheit ihres Mandaten. "Wir erwarten, dass die Situation sich verschlechtert und noch gefährlicher wird", schreiben sie in einem Brief an den geschäftsführenden US-Geheimdienstdirektor Joseph Maguire, wie der Sender CBS berichtete. Es müssten alle erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, um die Sicherheit des Geheimdienstmitarbeiters zu gewährleisten. Per Twitter hatte Trump gefordert, den anonymen Geheimdienstmitarbeiter zu treffen, der Sache ins Rollen gebracht hatte. Wie jeder US-Bürger habe auch er das Recht, seinen "Ankläger" zu treffen. Dem Geheimdienstmitarbeiter warf er vor, sein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "komplett falsch" und "betrügerisch" dargestellt zu haben und ihn mit einem Spion verglichen. 9/30/19 4:29 AM Schriftsteller Ingo Schulze sieht eine Schieflage in der Diskussion um Ost und West. Besonders nervt ihn die Forderung, man müsse die Lebensleistung der Ostdeutschen anerkennen. "Käme jemand auf die Idee zu mahnen, man müsse die Lebensleistung der Westler würdigen? Warum das eine, und warum ist das andere nicht notwendig?" "Man könnte 30 Jahre nach der friedlichen Revolution ja mal fragen, worin der Osten dem Westen überlegen gewesen ist und was in der kurzen Zeit des Übergangs ausprobiert wurde, beispielsweise dass in allen Bereichen, von der Schule bis zum Betrieb, die Beschäftigten daran gingen, ihre eigenen Leute zu wählen", sagte Schulze Nach seiner Erfahrung habe man Ende der neunziger Jahre gelassener über den Osten sprechen können als heute. "Dann kam eine Politik, für die Hartz IV zum Synonym geworden ist und die tatsächlich Armut säte, darauf folgte die Finanzkrise von 2008." Die habe das jetzige System in Frage gestellt. 9/30/19 4:25 AM Sturmtief "Mortimer" hat in der vergangenen Nacht nur geringfügigen Schaden angerichtet. Die Lagezentren der Polizei in allen 16 Bundesländern berichteten hauptsächlich von umgekippten Bäumen und abgebrochenen Ästen. Größere Schäden sind bislang nicht gemeldet. Eine spektakuläre Rettungsaktion erlebten hingegen Hunderte Schafe auf einer Weide in Dortmund. Starke Regenfälle hatten die Weide mit rund 300 Tieren geflutet. Die Feuerwehr habe ein Rettungsboot eingesetzt und Stege gebaut, um die Tiere vor dem Ertrinken zu retten, sagte ein Sprecher der Einsatzkräfte am frühen Morgen. Mehrere Tiere, darunter auch Lämmer, seien ertrunken. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 120 Einsatzkräften vor Ort. Marcel Kusch/dpa 9/30/19 4:19 AM Auch in diesem Jahr wird die Wohnungssuche für Studenten zum Start des Wintersemesters in vielen Städten zum Lotteriespiel - einer Studie zufolge ist die Lage ist schlimmer als je zuvor. In den ohnehin begehrten Hochschulstädten, in denen die Mehrheit der mehr als 2,8 Millionen Studierenden wohne, sei die Suche nach der passenden Unterkunft im Vergleich zu 2018 eindeutig schwieriger geworden, heißt es in einer Untersuchung des Moses Mendelssohn Instituts. So hätten sich zum Beispiel die Preise für WG-Zimmer in den 98 untersuchten Uni-Städten binnen nur eines Jahres im Schnitt von 363 auf 389 Euro, also um rund sieben Prozent verteuert. An gefragten Standorten ging es teilweise sogar um mehr als zehn Prozent nach oben, in Frankfurt von 480 auf 530 Euro, in Berlin von 420 auf 480 Euro und in Bonn von 363 auf 400 Euro. Selbst der Preis-Spitzenreiter München legte mit jetzt 650 statt 600 Euro für die durchschnittliche WG-Bleibe noch mal kräftig zu. 9/30/19 4:13 AM Beginnen möchte ich mit einer alarmierenden Nachricht aus Deutschland. Dort sorgen sich die Konjunkturforscher, weil sie in der Abkühlung der Konjunktur die Vorboten für einen massiven Abschwung sehen . Die Auswirkungen sind bereits spürbar, wenn sie sich auch noch im Rahmen halten. Sorgen macht sich auch Jens Baas, der Chef der Techniker Krankenkasse . Er sieht langfristig höhere Beiträge auf Kassenpatienten zukommen . "Auch in der Krankenversicherung sind die richtig guten Jahre wohl vorbei", sagte Baas dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die gesetzlichen Kassen müssten die Kosten der Reformen aus dieser und der vorangegangenen Wahlperiode verkraften, die sich auf 10 bis 15 Milliarden Euro jährlich summierten. "Bisher konnte das durch die gute Beschäftigungslage und die starke Zuwanderung aufgefangen werden. Aber darauf können wir uns langfristig nicht stützen", sagte Baas. "Bei sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben werden die Krankenkassen ihre heutigen Beitragssätze auf Dauer nicht halten können." Thomas Tutschel/Photothek/Imago 9/30/19 4:05 AM 9/30/19 4:04 AM In Österreich ist nach der Wahl kein Stein mehr auf dem anderen. Die beste Nachricht aus Sicht der demokratisch gesinnten Beobachter ist zweifelsohne die Abstrafung der FPÖ. Doch sonst hat der Wahlsieg der ÖVP nur scheinbar stabile Verhältnisse geschaffen. Denn bisher zieren sich alle möglichen Koalitionspartner auffällig. Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie zum "Morgen", dem Newsblog vom SPIEGEL . Lassen sie uns gleich übergehen zu den Nachrichten aus aller Welt. Show more Tickaroo Liveblog Software


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Spiegelleserin57 30.09.2019
1. Wen wundert es!
In der TK werden immer öfter Hilfsmittelzahlungen abgelehnt. Diese Kasse scheint auf Spar-Kurs zu sein. Mehr Gewinne erzielen scheint wohl die Devise und man nimmt nun den Abschwung als Steilvorlage. Was sagen denn die Gehälter der hohen Herren der Kasse aus, werden sie auch weiter steigen? Sparen sollte doch für alle gelten, nicht nur für deren Kunden!
gedankenblitz 30.09.2019
2. Sturmtief "Mortimer" legt Fernverkehr der Bahn im Norden lahm
ist doch in Ordnung bevor etwas passiert, schließlich fahren wir auch bald an die Ostsee in den Herbsturlaub. Diesmal mit der Bahn, wir wollen uns aktiv am Umweltschutz beteiligen und die 260 km ohne Auto reisen. Schade nur, dass man das dafür nötige Ticket nicht bei der deutschen Bahn (Service Schalter) erwerben kann, sondern dafür nach Polen fahren muss. Das waren gestern 240 km. Aber immerhin verkauft die Deutsche Bahn Interrail Tickets in bis zu 31 Staaten. Als ich nach Valencia in Spanien reisen wollte, wollte man mir sogar ein Ticket bis Barcelona buchen, für über 700 Euro eine Strecke. Die Weiterfahrt sollte ich dann selbst organisieren. Mit dem Flieger war ich in 5 Stunden für 80 Euro dort. Letztens wollte ich nach Dessau (150 km), Samstag morgen, normales Wetter, nicht kalt nicht warm, keine Sturmböen und nur wenige Passagiere. Ab dort wollte ich mit einem Sonderzug zu einem Eisenbahntreffen. Nur leider die deutsche Bahn hat es nicht geschafft den Sonderzug pünktlich zu erreichen. Damit war das Eisenbahntreffen gestorben. Jetzt aber bekomme ich eine tolle Werbung, ich möge doch meine Bahncard verlängern, die wäre doch so praktisch. Dabei hatte ich diese ebenwegen solcher Erlebnisse abbestellt. Vielen Dank deutsche Bahn, ich hätte sonst nichts zu meckern,
Lankoron 30.09.2019
3. Leistungsträger sollen
mehr entlastet werden? Sind Leistungsträger nur noch die Besserverdienenden? Sind Müllmänner, Pflegedienste, Feuerwehren keine Leistungsträger in unserer Gesellschaft?
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