Newsblog Herrmann gibt der AfD eine Mitverantwortung für Attacken von Halle

Joachim Herrmann hält "geistige Brandstifter" für mitverantwortlich für die Attacken von Halle. Namentlich nennt Bayerns Innenminister Björn Höcke von der AfD. Die Live-News.

Joachim Herrmann gibt der AfD eine Mitverantwortung an den Attacken von Halle
Clemens Bilan / EPA

Joachim Herrmann gibt der AfD eine Mitverantwortung an den Attacken von Halle

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat der AfD eine Mitverantwortung an der Tat gegeben. "Das eine sind diese schrecklichen Gewalttäter, vor denen wir uns schützen müssen, das andere sind auch die geistigen Brandstifter, da sind in letzter Zeit auch einige Vertreter der AfD in unverschämter Weise aufgefallen", sagte der CSU-Politiker im Interview mit dem Sender Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks. Namentlich nannte Herrmann in diesem Zusammenhang den Thüringer AfD-Spitzenpolitiker Björn Höcke. "Höcke ist einer der geistigen Brandstifter, wenn es darum geht, wieder mehr Antisemitismus in unserem Land zu verbreiten. Darüber müssen wir jetzt die politische Auseinandersetzung konsequent führen." Der Minister will in den nächsten Tagen mit den jüdischen Gemeinden in Bayern prüfen, ob deren Synagogen ausreichend geschützt sind, um Angriffe wie in Halle verhindern zu können. Schon jetzt habe man die Polizeipräsenz vor den Gotteshäusern verstärkt. Der Oberbürgermeister von Halle, Bernd Wiegand, hat nach den Attacken von Halle seine Stadt als "bunt und vielfältig" verteidigt. "Halle ist kein rechtsextremes Zentrum", sagte Wiegand im ZDF-"Morgenmagazin". Die Stadt gehe im Gegenteil "ganz konsequent gegen Rechts vor". Der Rechtsextremismus sei "nicht zwingend ein Thema in unserer Stadt, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem", sagte Wiegand. Halle sei am Mittwoch "bedauerlicherweise" zum Tatort geworden. "Wir müssen stärker einwirken", zeigte sich Wiegand überzeugt und sicherte zu: "Dieser Aufgabe stellen wir uns." Zur Frage, warum es an der Synagoge am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur keinen Polizeischutz gab, sagte Wiegand, dies sei "Aufgabe der Polizei". Er könne dies "nicht beurteilen" und wolle sich dazu nicht äußern. Die entsprechende Diskussion sei nun "vonseiten der Polizei" zu führen. 10/10/19 8:15 AM Das war es vom verlängerten "Morgen" für den heutigen Tag. Wir halten Sie natürlich weiter über die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit den Attacken von Halle auf dem Laufenden. Auf Wiederlesen. 10/10/19 7:57 AM 10/10/19 7:52 AM Außenminister Heiko Maas hat sich auf Twitter zu den Attacken von Halle geäußert. 10/10/19 7:47 AM Die Wohnung des Schützen von Halle ist am Morgen durchsucht worden. Das bestätigte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Dabei seien Beweismittel sichergestellt worden. In der Wohnung in Benndorf bei Eisleben soll der Mann mit seiner Mutter gelebt haben. 10/10/19 7:41 AM 10/10/19 7:41 AM 10/10/19 7:40 AM Falls Sie es noch nicht gelesen haben: 10/10/19 7:19 AM Der Zentralrat der Juden sieht in dem Angriff von Halle an der Saale eine "neue Qualität des Rechtsextremismus in Deutschland" . Zentralratspräsident Josef Schuster sagte am Donnerstag im Deutschlandfunk, der Anschlag auf die Synagoge verändere das Gefühl jüdischer Menschen in Deutschland. "Es macht sich Sorge breit." Schuster beobachte eine politische Entwicklung, die Rechtsextremismus fördere. Deshalb sei die Tat nicht ganz unerwartet gewesen. Nun sei entscheidend, dass die deutschen Behörden sicherstellten, dass jüdische Menschen unbeschadet eine Synagoge besuchen könnten. Prinzipiell schienen die technischen Schutzmaßnahmen sehr gut gewesen sein, so Schuster. "Aber wäre hier ein Polizeiposten gewesen, hätte der Mann unschädlich gemacht werden können." Karl-Josef Hildenbrand / DPA 10/10/19 7:16 AM Für den CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Bernstiel ist ein besserer Schutz jüdischer Einrichtungen in Halle unumgänglich. Halle habe "bislang als sicherer Hafen" für alle Religionen gegolten, sagte er im Südwestrundfunk. Das habe sich nun für immer geändert. In Zukunft werde auch die jüdische Gemeinde nicht mehr ohne Polizeischutz sein können. Bernstiels Wahlkreis liegt in Halle, der Politiker sitzt auch im Stadtrat der Stadt in Sachsen-Anhalt. 10/10/19 7:14 AM Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will heute den Tatort an der Synagoge in Halle besuchen. Geplant ist ein gemeinsamer Termin um 11.30 Uhr mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, an dem auch Vertreter der örtlichen jüdischen Gemeinde teilnehmen sollen, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. Um 13.30 Uhr ist am Tatort ein weiterer Besuch von Haseloff mit Bundesinnenminister Horst Seehofer, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, Maram Stern vom Jüdischen Weltkongress und Landesinnenminister Holger Stahlknecht geplant. Für 15 Uhr ist eine Pressekonferenz mit Seehofer, Haseloff, Schuster, Stern und Stahlknecht vorgesehen. 10/10/19 6:48 AM Laut einem MDR-Bericht ist am Morgen eine Wohnung durchsucht worden . Der Einsatz soll in Benndorf bei Eisleben gewesen sein, berichtet der MDR. Die Polizei in Sachsen-Anhalt bestätigte die Durchsuchung nicht. In Benndorf soll nach Angaben eines Nachbarn des Vaters des mutmaßlichen Täters die Mutter von Stephan B. leben. 10/10/19 6:40 AM 10/10/19 6:26 AM 10/10/19 6:25 AM Auch die italienische Zeitung "La Repubblica" befasst sich mit den Attacken von Halle: "Er stand einen Schritt davor, die europäische Geschichte durcheinander zu wirbeln. Nur eine gepanzerte Tür hat Stephan B. ( Anm. d. Red.: Im Kommentar der Zeitung wurde der volle Name genannt ) daran gehindert, das jüdische Fest Jom Kippur in Blut zu tauchen und die dramatischste Wunde der deutschen Identität wieder zu öffnen. Auch wenn es sein Hauptziel verfehlt hat, bedeutet das gestrige Attentat auf die Synagoge von Halle ein Signal, das nicht länger ignoriert werden kann: Das Feuer der Intoleranz ist zurückgekehrt, um in unseren Ländern mit einer nie zuvor gesehenen Gewalt zu brennen. Das von Halle ist kein Einzelfall. Und man kann es nicht auf eine Episode des Wahnsinns reduzieren. Wir stehen stattdessen vor der schwersten Bedrohung unserer Demokratien: Im Gegensatz zum islamischen Terrorismus kommt sie nicht aus äußeren Welten. Sie ist die Frucht von etwas, das im Tiefen der europäischen Gesellschaft lebt und das rasch die Antikörper abtötet, die sich nach dem Blutbad des Zweiten Weltkriegs entwickelt haben. 10/10/19 6:18 AM 10/10/19 6:16 AM Der geschätzte Kollege Evelt hat sich mit den Krisen in Kuba und Venezuela beschäftigt. 10/10/19 6:14 AM Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle, Max Privorozki, hat im Interview mit dem Jüdischen Forum den antisemitischen Anschlag auf die Synagoge geschildert. Als er den schwarz gekleideten Schützen auf einer Sicherheitskamera sah, habe er zunächst gedacht, dieser sei ein Polizist gewesen, der schnell vor Ort war. Die Gläubigen in der Synagoge hätten nach den Schüssen die Eingangstür mit Möbeln verbarrikadiert für den Fall, dass der Mann die Tür aufbekommen würde. Aber die Tür "war stärker als seine Waffe", so Privorozki. Er kritisierte, dass die Polizei mindestens zehn Minuten gebraucht habe, um nach seinem Anruf vor Ort zu sein. Privorozki habe schon mehrfach Polizeischutz gefordert. Es sei ihm aber immer wieder versichert worden, dass in der Hinsicht "alles okay" sei. 10/10/19 5:58 AM Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul hat sich kritisch über die Leichtathletik-WM in Katar geäußert. "Es ist die Frage, ob die Langstrecken-Wettkämpfe, die draußen stattgefunden haben, überhaupt hätten stattfinden dürfen", so der 21-Jährige am Mittwochabend in der RTL-Sendung "Stern TV". "Die hohe Luftfeuchtigkeit und die extremen Temperaturen haben es den Sportlern echt schwer gemacht - und auch dem medizinischen Team, das die Sportler darauf vorbereiten musste." Die Marathonläufe und die Wettbewerbe der Geher fanden bei Temperaturen von weit über 30 Grad tief in der Nacht statt, zahlreiche Athleten gaben auf. 10/10/19 5:57 AM Die Gewalttat von Halle ist Thema in internationalen Medien. Einige verweisen auf den NSU, andere auf das Christchurch-Attentat. "New York Times" (USA) "Das Vorgehen des Angreifers weist eine frappierende Ähnlichkeit zum Amoklauf eines Rechtsextremisten vor mehr als sechs Monaten gegen zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch auf, der seine Morde live in sozialen Medien streamte. 51 Menschen starben bei dieser Attacke. Wie der Christchurch-Mörder nahm auch der Angreifer von Halle sich selbst auf - in einem 35-minütigen Video voller Schüsse, Chaos und hasserfüllter Sprache." "Leipziger Volkszeitung" "In Halle betreibt die Identitäre Bewegung mitten in der Stadt ein Haus - jene Identitäre Bewegung, die das im Sommer als eindeutig rechtsextrem eingestuft hat und die unter anderem Kontakte zu Teilen der AfD unterhält. In Sachsen-Anhalt - genauer: in Tröglitz - war es auch, wo im Frühjahr 2015 eine Flüchtlingsunterkunft brannte und der tapfere Bürgermeister Markus Nierth zurücktrat. Die Landesregierung hat die Gefahren von rechts später immer mal wieder unter dem Eindruck des Erstarkens der AfD relativiert - fatalerweise. Was für Halle gilt, gilt für das ganze Land. Die Militanz der rechtsextremistischen Szene wächst. Sie tritt immer unverhohlener auf und sickert teilweise sogar in die Sicherheitsbehörden ein." "Il Corriere della Sera" (Italien) "Niemanden erstaunt die Tatsache, dass der brutalste Angriff der vergangenen Jahre hier geschah. In den vergangenen Tagen hatten die Behörden die jüdischen Gemeinden in der Region gewarnt, sie warnten sie vor dem Risiko möglicher Anschläge. Das war nicht bloß eine gewöhnliche Vorkehrung für den bevorstehenden , sondern eine Folge jenes Windes, der in diesem Land weht - in Sachsen, das seit immer, seit dem Tag der Wiedervereinigung, für ein ungelöstes Problem steht: wie ein permanent siedender Topf voller Rassismus, Frust und Identitätsproblemen." 10/10/19 5:53 AM 10/10/19 5:48 AM Hier unsere Meldung zu der von mir schon erwähnten "interessanten" Verteidigung Trumps für den Abzug der US-Soldaten aus den Kurden-Gebieten in Syrien. 10/10/19 5:37 AM Das erste von zwei in dieser Woche geplanten NBA-Testspielen in China soll trotz des Streits zwischen den Gastgebern und der nordamerikanischen Basketball-Profiliga um einen Pro-Hongkong-Tweet wie geplant am Donnerstag stattfinden. Das gab die NBA bekannt. Damit treten am Abend die Los Angeles Lakers um Superstar LeBron James und die Brooklyn Nets in Shanghai gegeneinander an. Für Samstag ist ein weiteres Vorbereitungsspiel zwischen den beiden Teams in Shenzhen geplant. Ob auch dies über die Bühne geht, ist noch offen. 10/10/19 5:32 AM 10/10/19 5:24 AM In Tunesien hat die gemäßigt islamistische Partei Ennahdha die meisten Stimmen bei der Parlamentswahl gewonnen. Die Partei sicherte sich laut dem veröffentlichten vorläufigen Wahlergebnis 52 der 217 Sitze im Parlament. Die Partei Qalb Tounes des Präsidentschaftskandidaten Nabil Karoui landete mit 38 Mandaten auf dem zweiten Platz. Karoui wurde wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt aus der Untersuchungshaft entlassen. Ennahdha steht eine schwierige Regierungsbildung bevor. In dem zersplitterten Parlament dürfte es kompliziert werden, auf die notwendige Mehrheit von 109 Stimmen zu kommen. Die bisherige Regierungspartei Nidaa Tounes rutschte von 86 Mandaten auf nur drei Mandate ab. 10/10/19 5:17 AM Zum Thema Hongkong fällt mir dieser Text ein. Den sollten Sie lesen, wenn Sie es noch nicht getan haben. 10/10/19 5:16 AM Apple hat eine bei Demonstranten in Hongkong beliebte App aus dem Markt der chinesischen Sonderverwaltungszone zurückgezogen. Den Entwicklern des digitalen Stadtplans Hongkongmap.live zufolge erklärte Apple am Donnerstag, die App sei "in vielerlei Art so genutzt worden, dass sie Polizei und Bewohner Hongkongs in Gefahr bringt". Chinesische Staatsmedien hatten Apple zuvor vorgeworfen, mit der App "offensichtlich Randalierer zu unterstützen". In einem Kommentar in der Zeitung "People's Daily" hieß es, es gebe "Grund zu der Annahme, dass Apple Geschäft mit Politik und sogar mit illegalen Handlungen vermischt". Apple müsse über die "Konsequenzen seiner unklugen und verantwortungslosen Entscheidung nachdenken", hieß es weiter. 10/10/19 5:14 AM Die Linke hat Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, im Bundestag eine Regierungserklärung zum Thema Ungleichheit und Ungerechtigkeit in Deutschland abzugeben. In dem Schreiben des Ersten Parlamentarischen Geschäftsführers der Linksfraktion, Jan Korte, an das Kanzleramt, heißt es laut der Deutschen Presse-Agentur: "Unsere Gesellschaft driftet immer weiter auseinander. Dieser Grad der Ungleichheit führt zur Erosion der Demokratie - keine Gesellschaft hält so einen Zustand auf Dauer aus." Die Linksfraktion verweist in dem Brief auf jüngste Studien, die die Ungleichheit in Deutschland dokumentierten. Zuletzt hatte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung eine Untersuchung vorgelegt, wonach die Ungleichheit bei den Einkommen in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht habe. 10/10/19 5:09 AM 10/10/19 5:08 AM So geht es gerade wohl nicht nur Ferda Ataman. 10/10/19 4:57 AM Nach der tödlichen Attacke in Halle läuft die Spurensicherung der Polizei im etwa 15 Kilometer entfernten Landsberg auch heute weiter. Immer wieder fuhren Polizeiwagen die Landstraße rund um den Ort ab. Streifen patrouillierten in der Sperrzone, die im Laufe des Morgens aufgelöst werden soll. Kurz nach den Angriffen vom Mittwoch in Halle war das kleine Örtchen abgeriegelt worden. Mehrere Häuser sollen durchsucht worden sein. Mit Maschinenpistolen in den Händen gingen Polizisten durch die Straßen des Ortsteils. 10/10/19 4:52 AM Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will heute das jüdische Gotteshaus in Halle besuchen. Geplant ist auch ein Treffen mit Ministerpräsident Reiner Haseloff. Steinmeier hatte nach dem Angriff auf die Synagoge von erschütternden Nachrichten gesprochen und zur Solidarität mit jüdischen Mitbürgern aufgerufen . Bei einem Festakt zum 30. Jahrestag der friedlichen Revolution in Leipzig sagte der Bundespräsident gestern, ein solcher Angriff auf eine voll besetzte jüdische Synagoge schien in Deutschland nicht mehr vorstellbar. 10/10/19 4:47 AM Bei der Rugby-Weltmeisterschaft in Japan sind wegen des nahenden Taifuns Hagibis zwei Spiele abgesagt worden . Die für Samstag geplante Partie zwischen England und Frankreich wird ebenso wie das Duell von Neuseeland und Italien nicht stattfinden. "Wir haben die sehr schwierige Entscheidung getroffen, Spiele in bestimmten Regionen abzusagen", teilte Turnierdirektor Alan Gilpin mit. Die abgesagten Spiele werden 0:0 gewertet, beide Mannschaften erhalten zwei Punkte. Vier weitere Begegnungen am Sonntag stehen unter Beobachtung, weitere Absagen sind nicht ausgeschlossen. Auch die Veranstalter des Formel-1-Rennens in Suzuka beobachten die Entwicklung des Unwetters genau. Besonders die Austragung des Qualifyings am Samstag ist offenbar in Gefahr, es drohen Starkregen und gefährliche Winde. Der Hagibis wird den Großraum Tokio voraussichtlich am Wochenende treffen. 10/10/19 4:41 AM Heute ist der Internationale Tag gegen die Todesstrafe . Bärbel Kofler, die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, hat angesichts dessen die weltweite Abschaffung gefordert. "Die Todesstrafe widerspricht der Würde des Menschen und dem Recht auf Leben", erklärte sie gestern. Sie sei zudem "unmenschlich und unnütz". Untersuchungen würden zeigen, dass die Todesstrafe potentielle Täter nicht von Verbrechen abhalte. Bernd von Jutrczenka / DPA 10/10/19 4:34 AM 10/10/19 4:26 AM Innenminister Horst Seehofer wird heute in Halle erwartet. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht soll er über den aktuellen Ermittlungsstand informieren. 10/10/19 4:23 AM Donald Trump hat den Abzug der US-Truppen aus Nordsyrien mit einer "interessanten" Argumentation verteidigt: Die Kurden hätten die USA schließlich nicht im Zweiten Weltkrieg und bei der Alliierten-Landung in der Normandie 1944 unterstützt. "Sie haben uns nicht im Zweiten Weltkrieg geholfen, sie haben uns beispielsweise nicht mit der Normandie geholfen", sagte Trump in Washington. Die Kurden würden vielmehr für "ihr Land" kämpfen. Die USA hätten den Kurden bereits viel Unterstützung zukommen lassen. "Wir haben enorme Geldbeträge ausgegeben, um den Kurden zu helfen, mit Munition, mit Waffen, mit Geld, mit Sold", so Trump. Jonathan Ernst / Reuters 10/10/19 4:17 AM Der Täter von Halle hat seine Attacken live bei einem Streaming-Dienst hochgeladen. Diverse große Unternehmen wie Facebook, Google und Microsoft haben dieses Video nun v on ihren Plattformen gelöscht. "Wir stehen in engem Kontakt miteinander und bleiben entschlossen, die Online-Verbreitung von gewalttätigen und extremistischen Inhalten zu stören", erklärte die Gruppe "Global Internet Forum to Counter Terrorism" in den USA. Um die Videos automatisch zu entfernen, wird die sogenannte "Hashing"-Technologie angewendet. Diese wurde nach dem Anschlag in Christchurch in Neuseeland vermehrt eingesetzt. 10/10/19 4:10 AM Hier die wichtigsten Meldungen aus der Nacht: - Die Türkei hat in Nordsyrien ihre Offensive mit Luftangriffen und Artilleriefeuer begonnen - US-Senatoren wollen Erdogan nach Einmarsch in Syrien mit Sanktionen belegen - USA übernehmen IS-Kämpfer von Kurdenmilizen 10/10/19 4:04 AM Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat sich betroffen über die tödlichen Attacken in Halle gezeigt. "Die antisemitische Attacke von Halle ist ein Schock", schrieb Macron in der Nacht auf Donnerstag bei Twitter. "Wir verurteilen sie scharf." Der Präsident sprach der jüdischen Gemeinschaft seine volle Unterstützung, Deutschland seine Solidarität und den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Zuvor gab es bereits zahlreiche Reaktionen aus der deutschen und internationalen Politik. Thomas Oppermann, ehemaliger SPD-Fraktionschef, sprach von "antisemitischem Terror" in Deutschland. "Das ist entsetzlich. Wir brauchen eine härtere Gangart der Sicherheitsbehörden gegen den rechten Terror!" Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch schrieb: "Am höchsten jüdischen Feiertag ein Anschlag auf jüdisches Leben in Deutschland - ekelhaft!" Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte gestern Abend eine Synagoge in Berlin, um ihre Solidarität mit der jüdischen Gemeinde auszudrücken. 10/10/19 3:36 AM Willkommen zum "Morgen" bei SPIEGEL ONLINE. Mein Name ist Sven Scharf und wir dürfen die nächsten drei Stunden zusammen verbringen an diesem Tag, der natürlich im Zeichen des Anschlags von Halle steht. Holen Sie sich gerne noch einen Kaffee oder Tee, gleich geht es los. Bei Fragen, Anregungen, Lob oder Kritik schreiben Sie mir gerne unter sven.scharf@spiegel.de Show more Tickaroo Liveblog Software


insgesamt 62 Beiträge
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siryanow 10.10.2019
1.
Furchtbar.Welch ein Leid der Opfer und ihrer Familien. Was auffällt und pervers ist: Die Politik hat sich seit den 70er Jahren maechtig ins Zeug gelegt um eine sogenannte Gefahr des Kommunismus zu bekämpfen mit z. B. Berufsverboten . Soll ich etwa vermuten dass da immer noch "Nazi-Gesinnung" am Werk ist, wenn es sich Heute um rechte Terror-Idioten handelt ?
ackermart 10.10.2019
2. Wie inhuman selektiv ...
ist unsere Wahrhmung geworden, wenn uns die mords absichtliche Einzeltat eines Tages nicht sonderlich tangiert, während wir die des nächsten Tages auf schockierte Weise von der 'von Gestern' emotional zu sondern haben oder es gar auch schon tun? Wohin führt das - eines Tages, der damit näher rückt?
fatherted98 10.10.2019
3. hmm...
....vielleicht tut Macron mal was im eigenen Land. Seit Jahren ziehen immer mehr Juden aus Frankreich nach Israel, weil sie sich in Frankreich nicht mehr sicher fühlen und von vielen Seiten angegriffen werden. Die franz. Regierung hat dieses Problem bisher nicht aufgegriffen....vielleicht gibt diese Tat Macron Gelegenheit mal nachzubessern.
Lankoron 10.10.2019
4. Frau Kofler,
welche Strafe schreckt denn Täter von ihren Verbrechen ab? Mit welcher Strafe hätte man z.B den gestrigen Anschlag verhindert? Und was ist mit den Opfern, ihrem Recht auf Leben, und ihren Angehörigen? Ich bin sicherlich gegen die Todesstrafe, aber ihre Begründung ist mehr als falsch.
Catoleser 10.10.2019
5. Die Mörder sind unter uns...
Der Antisemitismus, jenes ekelhafte geistige Gift, wütet wieder. Doch die meisten der Spinner und auch der Täter, haben 0 Ahnung von Judentum, kennen keinen einzigen und wissen gar nicht, was Juden glauben und wie sie leben. Einzig der Hass auf sie bewegt sie, bis hin zum Mord. Das die Rechte auf die Juden losgeht, ist ihr "Markenzeichen", doch auch von links gibt es das, schön getarnt, unter dem Schleier eines ominösen, sog. Antizionismus. Die AfD rührt die Trommel, bis einige Irre zur (Un)-Tat schreiten. Hinterher rufen sie: "Haltet den Dieb!" Mein Gott, was ist bloß los in Deutschland und der Welt, wie weit geht das alles und wohin führt es? Sind denn die Wahnsinnigen schon wieder dabei, alles auf den Kopf zu stellen, wo ist er, der "vernunftbegabte" Mensch?
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