Newsblog Frau bekommt lebenslanges Kreuzfahrtverbot für gefährliches Selfie

Für ein besonders spektakuläres Selfie stieg eine junge Frau über die Balkonbrüstung ihrer Kreuzfahrtkabine. Als der Kapitän davon erfuhr, reagierte er sofort - und mit aller Härte. Die Live-News.

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Michael Kröger
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Die wichtigsten politischen Themen des Tages finden Sie kompakt in unserem Briefing DIE LAGE.
10/21/19 7:03 AM Und damit endet der "Morgen" für heute wieder. Beim SPIEGEL finden Sie natürlich weiterhin alle Informationen über die Ereignisse rund um den Globus - in Berichten, Hintergründen und Analysen. Heute richten wir wieder den Blick nach London , wo durchaus noch die Chance besteht, dass das Parlament über das Brexit-Abkommen entscheidet , das Premier Boris Johnson mit Brüssel ausgehandelt hat. In Kanada muss derweil Premierminister Justin Trudeau um seine Wiederwahl bangen . Heute ist der Urnengang. Wir liefern die ersten Hochrechnungen , sobald sie veröffentlicht sind. Außerdem: Heute vor 50 Jahren wurde Willy Brand zum Kanzler gewählt. Nach nur vier Jahren Amtszeit trat er zurück - und blieb doch bis heute der einzige wirklich strahlende Übervater der SPD . Bei uns können sie ein großes Portrait über ihn lesen. Damit verabschiede ich mich für heute und wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag. Morgen wird Sie an dieser Stelle mein geschätzter Kollege Armin Himmelrath begrüßen. 10/21/19 6:49 AM Zum Schluss noch ein paar Informationen zum Wetter. Im Westen des Landes ziehen heute noch ein paar Regenwolken vorüber. Danach wird es, wie schon in den östlichen Landesteilen, sonnig und spätsommerlich warm. 13 Grad werden es in der Eifel und 23 Grad im Osten. So soll es auch in den nächsten Tagen bleiben. Karl-Josef Hildenbrand/dpa 10/21/19 6:44 AM Erstmals hat der britische Prinz Harry nach monatelangen Spekulationen Spannungen in seinem Verhältnis zu seinem Bruder William eingeräumt. "Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden unterwegs", sagte der 35-Jährige dem britischen Sender ITV in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Dokumentarfilm. Aber er werde immer für William da sein - und umgekehrt. Die Gründe für die Spannungen sieht Harry in seiner Rolle als Prinz und als Mitglied der königlichen Familie sowie in dem Druck, unter dem seine Familie stehe: "Es passieren unweigerlich Dinge, aber wir sind Brüder. Wir werden immer Brüder sein." In der britischen Boulevardpresse kursieren seit Monaten Gerüchte über Unstimmigkeiten zwischen den Ehefrauen der beiden Prinzen, Kate und Meghan. Diese sollen angeblich auch die Brüder entzweien. Für Harry ist die intensive Beobachtung mit einem Trauma verbunden. Er sieht eine Mitverantwortung von "Sun" und Co für den Tod seiner Mutter. Peter Nicholls/Reuters 10/21/19 6:38 AM Eintracht Frankfurts Angreifer Bas Dost hält nicht viel von Auftritten in den sozialen Netzwerken . „Ich bin Fußballer, mehr nicht. Ich bin kein Politiker, die Leute erwarten Tore von mir. Das muss ich machen. Was ich in meiner Freizeit mache, geht sie nichts an. Deshalb bin ich nicht in sozialen Medien vertreten“, sagte der 30 Jahre alte Niederländer in einem Interview des Fachmagazins „Kicker“. Auf die Frage in Bezug auf den zuletzt diskutierten Militärgruß einiger türkischer Nationalspieler, ob nicht auch Fußballer eine politische Verantwortung hätten, antwortete Dost: „Ich habe dazu nicht so viel zu sagen, das passt einfach nicht zu mir. Ich kann niemandem erklären, wie Politik funktioniert, weil ich das nicht studiert habe. Jeder sollte in den Spiegel gucken und schauen, ob er selbst alles richtig gemacht hat.“ Octavio Passos/Getty Images 10/21/19 6:32 AM Im Zusammenhang mit der Reform des Postgesetzes gibt es Forderungen, die Pflicht zur Briefzustellung an Montagen künftig zu streichen . Die Liberalen wollen dafür, dass die Deutsche Post samstags deutlich mehr Briefe ausliefert. Bisher muss die Post an einem Werktag mindestens 80 Prozent der Briefe zustellen, die am Vortag eingeworfen worden sind. Diesen Wert will die FDP für Samstage auf 95 Prozent steigern. Das soll verhindern, dass große Briefmengen tagelang liegen bleiben. 10/21/19 6:25 AM Bei der Abstimmung über einen neuen SPD-Vorsitz haben bisher 28,9 Prozent der Parteimitglieder ihre Stimme abgegeben. 123.010 Stimmen wurden bislang online oder per Brief abgegeben, wie ein SPD-Sprecher in Berlin berichtete. Die Abstimmung läuft seit 14. Oktober. Noch bis einschließlich diesen Freitag können die SPD-Mitglieder mitmachen, am Samstag soll ausgezählt und das Ergebnis verkündet werden. Generalsekretär Lars Klingbeil hofft bis Ende der Woche auf noch mehr Beteiligung. "Nicht wenige in der Parteispitze entscheiden über den Vorsitz, sondern unsere rund 430.000 Mitglieder im ganzen Land", sagte Klingbeil der "Rheinischen Post". "Ich hoffe, dass noch viele diese Chance in den kommenden fünf Tagen nutzen und ihre Stimme für eines der sechs Teams abgeben werden." Bei einem Mitgliedervotum im Frühjahr 2018 konnten die Genossen über den Eintritt in die große Koalition abstimmen. 78 Prozent der Mitglieder nahmen damals an der Abstimmung teil. 10/21/19 6:20 AM Das britische Parlament kann möglicherweise schon heute über das zwischen Premierminister Boris Johnson und der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen abstimmen. Die Entscheidung darüber will Parlamentspräsident John Bercow am Nachmittag im Unterhaus bekanntgeben. Der Regierungschef steht unter sehr großem Zeitdruck: Er hat immer wieder versprochen, Großbritannien am 31. Oktober - also in etwa eineinhalb Wochen - aus der Europäischen Union zu führen. Das Parlament hatte am Samstag eine Entscheidung über das Abkommen verschoben und Johnson damit eine empfindliche Niederlage zugefügt. Die Abgeordneten stimmten für einen Antrag, der vorsieht, dass die Entscheidung vertagt werden soll, bis das entsprechende Ratifizierungsgesetz verabschiedet ist. Die Folge: Johnson war damit per Gesetz verpflichtet, in Brüssel eine Verlängerung der Brexit-Frist über den 31. Oktober hinaus zu beantragen. Ziel der Vertagung im Unterhaus war, einen No Deal auszuschließen. Jessica Taylor/UK-Parliament Handout/EPA-EFE/Rex 10/21/19 6:00 AM Bei der befürchteten Rückkehr deutscher Islamisten aus den IS-Gebieten wollen die nordrhein-westfälischen Behörden besonders auf radikalisierte Frauen und Kinder achten . Es gehe darum, "die Ausbreitung ihrer Hass-Ideologie" zu stoppen, sagte Landesinnenminister Herbert Reul in Düsseldorf. Ein Netzwerk aus Verfassungsschutz, Jugendämtern und Schulen solle dabei helfen. Handlungsempfehlungen würden derzeit erarbeitet. "Auf Dauer müssen wir alles daransetzen, diese Leute wieder zu entradikalisieren, damit sie keine Gefahr mehr für die Gesellschaft darstellen", sagte Reul. "Wichtigstes und erstes Ziel ist es, zu verhindern, dass diese oft kampferprobten Menschen hier wieder Straftaten begehen." Wie viele der aus Deutschland stammenden IS-Kämpfer die türkische Militäroffensive in Nordsyrien zur Flucht aus Haftanstalten und Lagern genutzt haben, ist unbekannt. Die Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und ihre Angehörigen waren zuletzt in Lagern festgehalten worden, die von kurdischen Gruppen kontrolliert wurden. Von ideologisierten, weiblichen Rückkehrern gehen nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden langfristig genauso große Risiken aus wie von Männern. "Sie vernetzen die Szene und tragen die Jihad-Ideologie an ihre Kinder und andere Frauen weiter", so das Düsseldorfer Innenministerium. 10/21/19 5:44 AM Für seinen ungewöhnlichen Brief an den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat US-Präsident Donald Trump viel Spott geerntet - jetzt hat auch die Demokratin Hillary Clinton mit Häme reagiert. Trumps unterlegene Rivalin bei der Präsidentschaftswahl 2016 verbreitete auf Twitter eine Parodie des Schreibens: Einen angeblichen Brief des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy an Sowjetführer Nikita Chruschtschow in der Kuba-Krise 1962 . "Sei kein Idiot, okay?", beginnt das Schreiben, das sich die Leute von US-Late-Night-Talker Jimmy Kimmel ausgedacht haben. "Hol' deine Raketen aus Kuba raus. Alle werden sagen: 'Yay! Chruschtschow! Du bist der Beste!'" Lenke der Sowjetführer nicht ein, würden dagegen alle sagen "Was für ein Arschloch" und sein "Müll-Land" als "Soviet Bunion" (deutsch: Sowjet Fußballenentzündung) bezeichnen. "Du gehst mir wirklich auf die Nerven", setzt der imaginäre Kennedy in dem auf den 16. Oktober 1962 datierten Schreiben fort - und beendet den Brief mit "Ich rufe nachher bei dir durch. Umarmung, John Fitzgerald Kennedy". 10/21/19 5:27 AM Die Berliner Polizei nimmt den Drogenhandel mit sogenannten Kokain-Taxis ins Visier. Von Mai bis Oktober sind 35 Ermittlungsverfahren dazu aufgenommen worden, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg unter Berufung auf Kreise aus der Polizei berichtet. Eine Behördensprecherin konnte sich zunächst nicht zu den Zahlen äußern. Laut RBB werden die Drogenlieferungen aus Call-Centern gesteuert. An den Kunden übergeben werde der Stoff teils innerhalb von 15 bis 30 Minuten, meist im Auto. Im Mai war die Festnahme zweier Männer in Berlin bekannt geworden, die ihre Kunden per Kokain-Taxi versorgt haben sollen. In einem verdächtigen Fahrzeug waren ein Kilogramm der Droge mit einem Marktpreis von etwa 40.000 Euro sowie zwei Schreckschusswaffen beschlagnahmt worden. 10/21/19 5:24 AM Mit weitgehend geschwärzten Titelseiten haben australische Zeitungen eine Beschneidung der Pressefreiheit durch die Regierung angeprangert . Große Tageszeitungen wie "The Australian", "The Sydney Morning Herald" und "The Daily Telegraph" stellten ihren Lesern am Montag die Frage: "Wenn die Regierung die Wahrheit vor Ihnen versteckt, was vertuscht sie?" Hintergrund der koordinierten Aktion sind Polizeidurchsuchungen beim öffentlich-rechtlichen Sender ABC und in der Wohnung einer Zeitungsjournalistin im Juni. In beiden Fällen drehen sich die Ermittlungen um die Veröffentlichung geheimer Informationen, die die Regierung und die Sicherheitsdienste in einem schlechten Licht dastehen ließen. ABC hatte 2017 Regierungsdokumente erhalten, die belegen sollen, dass australische Sondereinsatzkräfte in Afghanistan unschuldige Männer und Kinder töteten. Die Zeitungsjournalistin wiederum hatte über Versuche der Behörden berichtet, die heimische Kommunikation von Australiern umfassend ausspionieren zu dürfen. Lukas Coch/EPA-EFE/Rex 10/21/19 5:21 AM In der Schweiz zeichnen sich nach der Parlamentswahl neue politische Kräfteverhältnisse ab. Hochrechnungen von gestern Abend zufolge konnten die beiden grünen Parteien zusammengenommen etwa ein Fünftel der Wählerstimmen einsammeln. Sie kamen demnach auf 20,3 Prozent - das sind 8,6 Prozentpunkte mehr als bei den Wahlen vor vier Jahren. Die größten Verluste musste die rechtskonservative Schweizer Volkspartei (SVP) einstecken: Sie verlor 3,1 Prozentpunkte auf 26,3 Prozent, bleibt aber weiterhin stärkste politische Kraft in der Schweiz. Das Ergebnis sei klar geprägt von der Klimadiskussion, sagte Lukas Golder vom Meinungsforschungsinstitut GFS Bern dem Schweizer Fernsehen SRF. 2015 habe die Flüchtlingskrise die Schlagzeilen dominiert. Viele Wähler hatten ihre Stimme damals der einwanderungskritischen SVP gegeben. Die Verschiebung hatte sich in Meinungsumfragen bereits abgezeichnet. Stimmverluste gab es auch für die zweit- und drittgrößten Parteien des Landes - den Sozialdemokraten und der liberalen FDP. 10/21/19 5:17 AM Die Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungssystem ist aus Sicht von Kanzlerin Angela Merkel weiter unzureichend und muss verbessert werden. "Leider gibt es immer noch einen sehr starken Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolgen", bedauerte die CDU-Politikerin am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. "Wir sehen das insbesondere bei Schülerinnen und Schülern, die aus sozial schwierigen Regionen kommen." Merkel nannte insbesondere Regionen mit sehr hoher Arbeitslosigkeit und einem hohen Migrantenanteil und betonte: "Chancengerechtigkeit für alle, das ist unser großes Ziel." Nach Darstellung der Kanzlerin wurden auf dem Weg dorthin bereits Erfolge erzielt. So habe sich die Lesekompetenz von Schülern mit Migrationshintergrund in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbessert. Und immer mehr Kinder mit einem Migrationshintergrund besuchten ein Gymnasium. "Das sind ermunternde Befunde, auf denen wir aufbauen wollen." 10/21/19 5:15 AM Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat viel Sympathie für den Wunsch der deutschen Industrie zur Errichtung eines deutschen Weltraumbahnhofs. "Raumfahrt begeistert viele Menschen und sichert tausende Arbeitsplätze in Deutschland. In der Satellitentechnik sind wir führend. Deshalb werde ich den Vorschlag des BDI für einen Weltraumbahnhof gerne prüfen", sagte der CDU-Politiker der "Bild". Der Minister kündigte ferner für Anfang 2020 die Vorlage von Eckpunkten für ein "Weltraumgesetz" an. 10/21/19 5:13 AM Die FDP macht sich für befristete Steueranreize für Investoren in Ostdeutschland stark. Der Plan sieht unter anderem vor, den bundesweit geltenden Körperschaftssteuersatz von 15 Prozent aufzuheben und den fünf ostdeutschen Ländern die Chance zu geben, mit niedrigeren Sätzen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die FDP geht von Einnahmeausfällen bei Bund und Ländern von jährlich etwa einer Milliarde Euro aus. Diese solle der Bund über höhere Umsatzsteueranteile ausgleichen. FDP-Chef Christian Lindner sagte den Funke-Zeitungen, Ostdeutschland könne nicht darauf warten, dass die große Koalition aufwache und sich dem internationalen Steuerwettbewerb stelle. "Es darf nicht noch einmal 30 Jahre dauern, bis wir gleiche Zukunftschancen in ganz Deutschland haben." Andere Länder wie Polen hätten schon in den 1990er Jahren steuerlich attraktive Sonderwirtschaftszonen erfolgreich eingerichtet, heißt es in dem FDP-Konzept weiter. 10/21/19 5:05 AM 10/21/19 4:57 AM Katalonien kommt nicht zur Ruhe . Separatisten haben in der Nacht erneut gegen die langjährigen Haftstrafen für neun Führer der Unabhängigkeitsbewegung protestiert. Die Demonstranten skandierten stundenlang Slogans wie "Freiheit für die politischen Gefangenen!" sowie "Raus mit der Besatzungsmacht!". Es war der siebte Protesttag in der abtrünnigen Region im Nordosten Spaniens, nachdem das Oberste Gericht am Montag neun Separatistenführer des Aufruhrs für schuldig befunden und zu langen Haftstrafen verurteilt hatte. Anders als in früheren Nächten gab es diesmal in Barcelona keine Ausschreitungen. Die Zeitung "El Periódico" sprach von einer "festlichen Stimmung". 10/21/19 4:55 AM Anderthalb Wochen nach dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien zeichnen Helfer ein dramatisches Bild von der humanitären Lage in der Region. "Die vergangene Woche war ein totales Chaos für Hunderttausende Syrer ", sagte Karl Schembri, Sprecher des Norwegischen Flüchtlingsrats, dem TV-Sender CNN International. "Sie leben in Angst und Unsicherheit, ohne zu wissen, wo die nächste Bombe explodieren wird", sagte Schembri. Nach Einschätzung von Bundesaußenminister Heiko Maas steht das türkische Vorgehen "nicht im Einklang mit dem Völkerrecht". "Wenn es keine Grundlage im Völkerrecht gibt für eine solche Invasion, dann ist sie auch nicht im Einklang mit dem Völkerrecht", sagte der SPD-Politiker in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" gestern Abend. 10/21/19 4:51 AM 27 Millionen Kanadier sind heute dazu aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen . Im flächenmäßig zweitgrößten Land der Erde deutete sich zuletzt ein enges Rennen zwischen den Liberalen von Ministerpräsident Justin Trudeau und den Konservativen mit Spitzenkandidat Andrew Scheer an. Ziel der beiden Parteien sind mindestens 170 Sitze im Parlament in der Hauptstadt Ottawa, was der absoluten Mehrheit der Mandate für die 338 Wahlkreise entspricht. Die Abgeordneten werden per Direktwahl nach dem Mehrheitsprinzip gewählt. Zuletzt lagen Liberale und Konservative bei Umfragen etwa gleichauf, allerdings mit einigem Abstand zu einer absoluten Mehrheit. Denkbar wäre auch eine Minderheitsregierung mit Duldung durch kleinere Parteien. Unter ihnen waren die Sozialdemokraten von Jagmeet Singh zuletzt im Aufwind. Diese stehen wie die Grünen den Liberalen politisch näher. Auch die Regionalpartei Bloc Québécois könnte am Ende ein Wörtchen mitzureden haben. Sean Kilpatrick/dpa 10/21/19 4:43 AM Ein elf Monate altes Baby ist in der US-Stadt Philadelphia unter noch ungeklärten Umständen im Auto seiner Stiefmutter von vier Kugeln getroffen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Frau habe während der Fahrt zwar mehrere Schüsse gehört, aber weiter nichts bemerkt, berichtete unter anderem der Sender abc unter Berufung auf die Polizei. Erst mehrere Häuserblocks weiter habe sie sich im Sitz umgedreht und erkannt, dass das Baby blutüberströmt auf dem Rücksitz lag. Die Ärzte kämpften noch am Abend um das Leben des Kindes. Erste Ermittlungen der Polizei ergaben zunächst keine Anhaltspunkte. Möglicherweise bestehe ein Zusammenhang mit einer Schießerei in der Nähe, in deren Verlauf knapp eine Stunde zuvor drei Männer verletzt wurden. 10/21/19 4:41 AM In Bolivien deuten die ersten vorläufigen Ergebnisse der Präsidentenwahl auf eine Stichwahl zwischen dem linken Staatschef Evo Morales und dem gemäßigt konservativen Bewerber Carlos Mesa hin. Morales führte nach einer vorläufigen Auszählung von 84 Prozent der Stimmen mit 45,3 Prozent gegen 38,2 Prozent für Mesa, wie die Wahlkommission gestern Abend bekanntgab. Für einen Sieg in der ersten Wahlrunde sind entweder eine absolute Mehrheit der Stimmen oder mindestens 40 Prozent mit zehn Prozentpunkten Vorsprung auf den nächsten Rivalen erforderlich. Morales bewirbt sich für eine vierte Amtsperiode in Folge seit 2006. Der Journalist Mesa war bereits Staatschef von 2003 bis 2005. Ein möglicher Termin für eine Stichwahl wäre der 15. Dezember. 10/21/19 4:35 AM Migranten aus Afrika sind in vielen Fällen besser gebildet als Altersgenossen in ihren Heimatländern. 58 Prozent von knapp 2000 Befragten hatten vor ihrer irregulären Einreise nach Europa vor allem über Libyen oder Marokko in ihrer Heimat entweder einen Job oder gingen noch zur Schule. Im Schnitt seien sie mindestens drei Jahre länger ausgebildet worden als Gleichaltrige in der Heimat, heißt es in einem Bericht des Uno-Entwicklungsprogramms UNDP, der heute Morgen in New York veröffentlicht wurde. Der Bericht "Scaling Fences" hebe hervor, "dass Migration ein Widerhall des Entwicklungsfortschritts in ganz Afrika ist, auch wenn der Fortschritt ungleichmäßig verteilt ist und nicht schnell genug voranschreitet, um die Erwartungen der Menschen zu erfüllen", sagte UNDP-Chef Achim Steiner. Die Grenzen der Möglichkeiten und Chancen von Menschen ergäben sich als wichtige Gründe für die Migration. Fancisco Gentico/dpa 10/21/19 4:32 AM Die Koalition will ihre Halbzeitbilanz Anfang November vorstellen. Darauf haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD gestern Abend während der dreieinhalbstündigen Sitzung des Koalitionsausschusses geeinigt. Die Runde verständigte sich zudem darauf, dass die bereits auf den Weg gebrachten Gesetze des Klimapakets bis Ende des Jahres in Kraft treten sollen. Dies solle auch für jene Teile des Pakets gelten, die am kommenden Mittwoch ins Kabinett kommen sollen. Offen blieb, ob auch die Grundrente Thema war, die zu den Streitthemen zwischen Union und SPD gehört. Sie soll Beziehern kleiner Renten einen Aufschlag gewähren. Die SPD will, dass er ohne Prüfung der tatsächlichen Bedürftigkeit gezahlt wird. Die CDU/CSU lehnt das ab und verweist auf den Koalitionsvertrag, der eine Bedürftigkeitsprüfung vorsieht. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte im ZDF: "Diese Gespräche werden jetzt geführt, und wenn es nach uns geht, dann müssen sie auch schnell abgeschlossen werden." Die Grundrenten-Arbeitsgruppe der Bundesregierung sollte an diesem Mittwoch erneut zusammenkommen. Im ARD-"Bericht aus Berlin" sagte Klingbeil: "Ich bin guter Dinge, dass auch in der Union die Debatte vernünftig wird." 10/21/19 4:24 AM Die erste Nachricht kommt aus der Karibik. Dort hat eine junge Frau ihre Instagram-Follower mit einem spektakulären Selfie während ihrer Kreuzfahrt beeindrucken wollen. Um sich recht in Szene zu setzen, überstieg sie die Bakonbrüstung ihrer Kabine und brachte sich in Position. Allerdings machte nicht nur Sie ein Foto von sich, sondern auch Peter Blosic, der den Stunt von einer Nachbarkabine beobachtete. Der Kapitän reagierte sofort, als Blosic ihm von seiner Beobachtung erzählte. Er ließ die Dame im nächsten Hafen von Bord bringen - mitsamt Gepäck. Und sein Arbeitgeber, die Royal Caribbean, legte noch eine Schippe drauf: Sie verhängte einen lebenslangen Kreuzfahrt-Bann auf ihren Schiffen für die Frau. 10/21/19 4:13 AM 10/21/19 4:12 AM Guten Morgen verehrte Leserinnen und Leser. Ich begrüße Sie zum "Morgen" , dem frühmorgentlichen Newsblog vom SPIEGEL . Uns steht mal wieder eine politisch turbulente Woche bevor. Wer den Stress mit Brexit, Syrienkrise oder Katalonien-Protesten nicht so gut aushält, kann sich wenigstens auf langen Spaziergängen ein wenig ablenken. Das Wetter jedenfalls spielt mit. Wir wenden uns erstmal den Nachrichten zu . .. Show more Tickaroo Liveblog Software


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Korken 21.10.2019
1. Wahl und wahl
Schön, dass die rechtsnationalpopulistische SVP verlor, es gab halt außer EU Bashing kein passendes Thema zur Zeit. Sie sind zwar voller Stolz und Inbrust dabei zu betonen, dass sie weiterhin stärkste Kraft sei, doch das ist relativ und täuscht, denn wer SVP wählen will, der wählt sie auch sicher und bleibt nicht daheim. Doch die Wahlbeteiligung lag bei lächerlichen 45 %, so ernst scheinen es die Schweizer mit ihrer Demokratie nicht zu nehmen! Unter den tatsächlich zur Wahl gegangenen haben damit knapp 3/4 die SVP _nicht_gewählt, in anbetracht der o.g. Tatsache würde dies sogar auf fast 90% der Wahlberechtigten zutreffen. Insofern ist die SVP mit ihrem "nationalkonservativen" Gedankengut recht klein in der Bevölkerung vertreten, die anderen Parteien zusammen tragen solche rechtsnationalen Ansichten nämlich nicht. Lediglich Anerkennen und Verstehen werden es die SVP Jünger nicht.
alternativlos 21.10.2019
2. fdp für Soli 2.0
Indem die Körperschaftsteuer für Ostdeutsche Bundesländer entfällt und die Einnahmeverluste durch Umschichtungen bei der Umsatzsteuer aufgefangen werden, ändert sich an der Steuerbelastung der Bürger wenig. Weg von einer Vermögendenumverteilung zu einer Vermögenumverteilung, und das von der fdp. Dieses lässt sich zwar im Bundesrat mit Verweis auf das Grundgesetz nicht realisieren, ist aber für die kommende Thüringenwahl bestimmt ein Stimmenfangargument über die 5% Hürde. Weiterhin Alles Gute
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