Russische Rocker "Nachtwölfe" erreichen Wien - und wollen weiter nach Deutschland

Polen ließ sie nicht rein, da fuhren sie über die Slowakei: Die Putin-treuen "Nachtwölfe" haben Österreich erreicht und in Wien einen Kranz vor dem Denkmal der Roten Armee niedergelegt. Nun wollen die Motorradrocker nach Berlin.
Ankunft der "Nachtwölfe" in Wien: Von rund 500 Sympathisanten und Schaulustigen in Empfang genommen

Ankunft der "Nachtwölfe" in Wien: Von rund 500 Sympathisanten und Schaulustigen in Empfang genommen

Foto: AP/dpa

Eine kleine Gruppe des russischen Motorradclubs "Nachtwölfe" hat Österreich erreicht. Der Trupp befindet sich auf einer umstrittenen "Siegestour" von Moskau nach Berlin. Einen Tag vor der geplanten Weiterreise nach Deutschland legten zwei Clubmitglieder gemeinsam mit dem russischen Botschafter in Wien einen Kranz vor dem dortigen Heldendenkmal der Roten Armee nieder.

Am Tag darauf, Sonntag, wollen die Kreml-nahen Motorradrocker nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA nach Deutschland weiterreisen. In Wien waren sie von rund 500 Sympathisanten und Schaulustigen in Empfang genommen worden. Die Aktion beim Russendenkmal sei ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

Zuvor hatten russische Rocker in der slowakischen Hauptstadt Bratislava am Kriegerdenkmal Slavin einen Kranz niedergelegt. Die Tour der "Nachtwölfe" soll am 9. Mai, der in Russland als Tag des Sieges gefeiert wird, in Berlin enden. Deutschland hatte die Visa einiger Biker annulliert. Mindestens drei Rocker sollen bisher am Flughafen in Berlin-Schönefeld abgewiesen worden sein. Russland protestierte gegen diesen Schritt und fordert von der Bundesregierung eine Erklärung.

Erst vor wenigen Tagen waren die "Nachtwölfe" an der Grenze zu Litauen gestoppt worden. Der Grenzschutz hatte ihnen die Einreise verweigert, weil ihnen "notwendige Papiere" fehlten. Zuvor hatten polnische Grenzer ebenfalls Mitglieder des Motorradklubs an der Einreise gehindert.

kbl/dpa
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