Nato räumt ein Plutonium in Uran-Geschossen möglich


Brüssel - Die Nato hat eingeräumt, dass Munition aus abgereichertem Uran Plutonium enthalten kann, gleichzeitig aber erklärt, dies stelle kein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. Ein Nato-Sprecher sagte, es sei bereits "seit langem" bekannt, dass die Möglichkeit bestehe, dass sich in dem Material Spuren von Plutonium und radioaktivem Uran 236 finden könnten. Die Konzentrationen seien indes so gering, dass sie mit Blick auf Gesundheitsrisiken "irrelevant" seien. Die Nato hatte die Geschosse in den Balkan-Kriegen eingesetzt. Nato-Vertreter hatten mehrfach erklärt, es gebe keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz der Munition und Krebserkrankungen.

Nach Angaben "unabhängiger Experten" seien die Konzentrationen von Uran 236 und Plutonium so gering, dass sie keinerlei "Grund zur Sorge" böten, sagte der Sprecher weiter. Beide Materialien steigerten die Strahlung der Munition nur um 0,8 Prozent, teilte das Bündnis weiter mit.



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