Neue US-Botschaft Schröder sagte Einladung ab

Wenn die neue US-Botschaft in Berlin eröffnet wird, fehlt Gerhard Schröder. Der Ex-Kanzler war von den Amerikanern eingeladen, sagte aber ab. Während seiner Amtszeit war das Verhältnis zu Washington angespannt.


Berlin - Gerhard Schröder kommt nicht. Er habe Schröder zur Eröffnung der neuen Botschaft am Pariser Platz in Berlin eingeladen, dieser habe aber abgesagt, sagte US-Botschafter William Robert Timken der "Berliner Zeitung". Gründe für die Absage des Altkanzlers sind nicht bekannt. Während Schröders zweiter Amtszeit war das Verhältnis der Bundesregierung zur US-Administration wegen des deutschen Neins zum Irak-Krieg gespannt.

Der amtierende US-Präsident George W. Bush wäre nach den Worten von Timken "gern gekommen". Es sei aber der Wunsch der Bundesregierung gewesen, das Treffen zwischen Bush und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Gästehaus der Bundesregierung in Meseberg zu veranstalten. Die Deutschen hätten eine ähnlich intensive Atmosphäre schaffen wollen wie beim Besuch Merkels auf der Bush-Ranch in Crawford. In Berlin wäre dafür "zu viel Trubel" gewesen.

Als Botschafter sei er darüber enttäuscht gewesen, als Diplomat müsse er aber sagen, dass das Treffen in Meseberg produktiver gewesen sei, als es in Berlin hätte sein können.

Die neue US-Botschaft in Berlin wird am Freitagabend im Beisein von Merkel und dem früheren US-Präsidenten George Bush, dem Vater des jetzigen US-Präsidenten, eröffnet.

als/ddp



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