Neues Gesetz Bundestag verbietet Rauchen in Bus, Bahn und Behörden

Rauchen verboten - so heißt es schon bald in Bussen, Bahnen und Bundesbehörden. Zudem hat der Bundestag heute beschlossen, dass Zigaretten nicht mehr an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden dürfen.

Berlin - Der Bundestag hat heute ein Rauchverbot in Bundesbehörden, Bussen und Bahnen verabschiedet. Der Regierungsentwurf für ein Nichtraucherschutzgesetz wurde mit den Stimmen der Großen Koalition sowie der Links-Fraktion angenommen.

Das Gesetz sieht ab September ein grundsätzliches Rauchverbot in allen Bundesbehörden, öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen vor. Auch im Bundestag soll kein Tabakqualm mehr geduldet werden. Bei Verstößen gegen das Rauchverbot droht ein Bußgeld bis zu 1000 Euro.

Auch der Jugendschutz wird verschärft: Die Altersgrenze für den Tabakkauf steigt ab Januar 2009 von 16 auf 18 Jahre.

Vor der Abstimmung warb die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Marion Caspers-Merk (SPD), noch einmal für einen verbesserten Schutz vor allem vor dem Passivrauchen. In Deutschland seien mehr als 3300 Todesfälle pro Jahr auf das Passivrauchen zurückzuführen.

"Nichtrauchen soll in Deutschland der Normalfall werden", erklärte sie. Sie appellierte ebenso wie der parlamentarische Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium, Gerd Müller (CSU), an die Länder, nun bis Jahresende ebenfalls für einen umfassenden Nichtraucherschutz zu sorgen. Ziel sei eine "möglichst einheitliche Regelung", sagte Müller in der abschließenden Lesung im Bundestag.

kaz/dpa/AFP/AP/ddp

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