Janko Tietz

Die Lage am Abend Die Kettenfahrzeugreaktion

Janko Tietz
Von Janko Tietz, Ressortleiter Deutschland/Panorama

Guten Abend, die drei Fragezeichen heute:

  1. In Unterhosen zum Haftrichter – planten zwei Iraner in Castrop-Rauxel einen Terroranschlag?

  2. Schweres Gerät für die Ukraine – schickt Großbritannien als erstes europäisches Land Kampfpanzer?

  3. Harry, allein zu Haus – was sagte der Prinz in den Fernsehinterviews?

1. In Unterhosen zum Haftrichter?

Es waren Bilder, die an 1972 erinnerten, als die Polizei in Frankfurt am Main öffentlichkeitswirksam zwei Männer in einer Garage umstellt hatte. Der eine war Holger Meins, RAF-Mitglied der ersten Stunde. Der andere Andreas Baader – der prominenteste Feind der Bundesrepublik. Meins wurde mit nacktem Oberkörper und nur mit Unterhosen bekleidet abgeführt.

Castrop-Rauxel, kurz nach Mitternacht: Ein Mann wird von Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) mit Schutzmaske in Gewahrsam genommen

Castrop-Rauxel, kurz nach Mitternacht: Ein Mann wird von Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) mit Schutzmaske in Gewahrsam genommen

Foto: WTVnews / dpa

Ähnliche Szenen spielten sich nun im nordrhein-westfälischen Castrop-Rauxel ab. In der Nacht zum Sonntag waren dort zwei Brüder im Alter von 32 und 25 Jahren festgenommen worden. Die Polizei rückte mit SEK-Teams an und wurde unterstützt durch die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und Experten des Robert Koch-Instituts. Die beiden Iraner sollen versucht haben, Gift für einen islamistisch motivierten Anschlag zu beschaffen. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 32-Jährigen wurden die entsprechenden Giftstoffe Cyanid und Rizin laut Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf allerdings nicht gefunden. Einer der beiden wurde ebenfalls lediglich in T-Shirt und Unterhosen zum Polizeifahrzeug eskortiert.

Am Sonntagabend erließ die Staatsanwaltschaft gegen die beiden Brüder Haftbefehl. Am Montagmorgen dann herrschte plötzlich wieder Vollalarm, diesmal im Fokus der Beamten: Im Zusammenhang mit dem Antiterroreinsatz durchsuchten Einsatzkräfte heute nach Hinweisen von Nachbarn zwei Garagen, die einem der beiden beschuldigten Brüder zugeordnet werden. Es wurde vermutet, dass sich in einer der Garagen ein verdächtiges Päckchen befinden könnte. Zudem erreichte die Behörden ein Hinweis auf eine mögliche Sprengfalle in einer der Garagen. Das betroffene Gelände wurde teilevakuiert und weiträumig abgesperrt, die Untersuchungen laufen. Was sich jedoch schon sagen lässt, ist, dass in dem Päckchen kein Gift gefunden wurde.

Und so trat das Szenario ein, das der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft schon prophezeit hatte: »Wenn es leere Garagen sind, dann macht man einmal die Tore auf, macht ein Foto von einer leeren Garage und fährt wieder«, sagte er.

Auffällig war allerdings, dass die deutschen Ermittler zum wiederholten Mal erst dann aktiv wurden, als sie einen Tipp aus Sicherheitskreisen aus den USA erhalten hatten. Diesmal vom FBI, das eine Telegram-Chatgruppe infiltrierte, in der beide Iraner waren. »Wie die Ermittlungen weitergehen, werden wir sehen, die Tatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft, es wird wegen Verdachts zur Verabredung zum Mord ermittelt«, sagt SPIEGEL-NRW-Korrespondent Tobias Großekemper, der gestern in Castrop-Rauxel vor Ort war. »Vielleicht kann dabei auch die Frage beantwortet werden, wieso die Garagen, die sich im Hinterhof des Hauses befinden und am Sonntag frei zugänglich waren, nicht bereits bei der ersten Durchsuchung auf links gezogen wurden?«

Und hier weitere Nachrichten und Hintergründe zum Krieg in der Ukraine:

  • Nach kritischem Interview – Moskau leitet Ermittlungen gegen Schauspieler ein: Nach Kriegsbeginn verließ der russische Schauspieler Artur Smoljaninow das Land. Nun sorgt ein Interview mit einem Exilmedium für Empörung im Kreml. Und: Russlands Automarkt bricht um fast 60 Prozent ein. Die News.

  • Olaf Scholz ist jetzt Kriegspartei: Mit der Marder-Lieferung hat der Kanzler ein Ziel definiert: Die Ukraine muss den Krieg gegen Russland gewinnen, sonst würde auch Deutschland verlieren.

2. Für den Marder eine Challenge(r)

Monatelang tat sich Deutschland schwer mit der Entscheidung, Panzer in die Ukraine zu liefern. Vergangene Woche traf die Bundesregierung dann den Entschluss, es zumindest erst mal mit Marder-Panzern zu probieren. Einige Expertinnen und Experten finden auch diesen Beschluss halbherzig. Sie fordern, Deutschland müsse nicht nur die leichteren Schützenpanzer liefern, sondern auch »richtige« Kampfpanzer vom Typ Leopard 2.

Britischer Kampfpanzer Challenger 2 (bei einer deutsch-britischen Übung 2018)

Britischer Kampfpanzer Challenger 2 (bei einer deutsch-britischen Übung 2018)

Foto:

Sascha Steinbach / EPA-EFE / REX / Shutterstock

In Großbritannien ist man offenbar schon so weit. Dort gibt es Pläne, die Ukraine mit modernen westlichen Kampfpanzern zu unterstützen. Nach SPIEGEL-Informationen erwägt die Regierung in London, gut ein Dutzend Systeme vom Typ Challenger 2 an die ukrainische Armee abzugeben. Im Kreis der westlichen Ukraine-Unterstützer hat London die mögliche Lieferung bereits unverbindlich angekündigt. Offiziell aber wird die Entscheidung wohl erst bei einem weiteren Treffen der sogenannten Ramstein-Gruppe am 20. Januar auf der gleichnamigen US-Militärbasis in Rheinland-Pfalz präsentiert werden.

Großbritannien gilt neben den USA als einer der aktivsten Unterstützer der Ukraine, wenn es um Militärhilfe geht. Von der Abgabe moderner westlicher Kampfpanzer sah aber auch London bisher ab. Nun offenbar die Kehrtwende. »Die Regierung ist fest entschlossen, die Ukraine auf dem Niveau von 2022 weiter zu unterstützen, dazu werden wir auch weiteres Militärmaterial abgeben«, sagte ein Sprecher dem SPIEGEL. Das Ministerium betonte, dass Großbritannien als erstes Land tödliche Waffen an die Ukraine geliefert habe. Insgesamt habe man Material für 2,3 Milliarden britische Pfund abgegeben.

In westlichen Militärkreisen indes wurde bestätigt, dass die Lieferung von Challenger-Panzern aus Großbritannien eine Option ist. London bereite sich wie andere Staaten auf das Ukraine-Treffen in Ramstein vor, hieß es von hochrangigen Militärs. Neben den Briten könnten dort auch weitere Nationen die Lieferung von Kampfpanzern ankündigen. Aus Warschau ist zu hören, dass man Leopard-Panzer abgeben wolle. Mit Deutschland ist da wohl eher nicht zu rechnen. Zum einen könnte es an ausreichend funktionstüchtigem Gerät mangeln. Zum anderen hat sich Deutschland den Ruf erarbeitet, immer als Letztes eine Entscheidung zu fällen. Diesen Ruf wird man nicht gefährden wollen.

3. First World Problems

Es waren vage Friedensangebote an die Royals, die Prinz Harry in mehreren TV-Interviews machte. Der Ball liege im Feld der Royals. Die königliche Familie sei »mitschuldig« daran, dass negative Berichterstattung über seine Frau bei dieser Suizidgedanken ausgelöst habe. Das könne seine Verwandtschaft ändern, wenn sie auf ihn zukäme.

In einer ausgeklügelten Choreografie promotet der zweite Sohn des britischen Königs Charles III. und der verunglückten Diana seit Wochen sein Buch »Spare«, das am Dienstag weltweit offiziell in den Handel kommen soll. Endlich, möchte man sagen, vielleicht hat das ganze Theater dann mal ein Ende. In Deutschland kommt die von Ghostwritern geschriebene Autobiografie unter dem Titel »Reserve« in die Buchläden. Eigentlich sollte der Inhalt bis dahin geheim bleiben.

Foto: Harry: The Interview On Itv1 And / dpa

So geheim, dass vieles bereits in der sechsteiligen Netflix-Doku ausgeplaudert wurde und nun auch in den Interviews. Details, die meine geschätzte Kollegin Anja Rützel »sonderbare Harry-Häppchen über eingenässte Segelhosen und angefrorene Prinzengenitalien« nennt. Harry beteuerte im Fernsehen, er habe der Königsfamilie anders als von der britischen Presse dargestellt niemals Rassismus vorgeworfen, sondern lediglich unbewusste Vorurteile gegen Menschen wie seine afroamerikanische Frau Meghan. »Die britische Presse hat das gemacht«, betonte Harry.

Äußerungen von Harry und seiner Frau Meghan in einem Aufsehen erregenden Interview mit der US-Starmoderatorin Oprah Winfrey im März 2021 waren allerdings als Rassismusvorwurf verstanden worden und hatten für große Aufregung gesorgt. Harrys älterer Bruder Prinz William betonte damals vor Journalisten, die Royals seien »keineswegs eine rassistische Familie«.

Nach 38 Lebensjahren, in denen seine Geschichte »verdreht und verzerrt« worden sei, sei es für ihn an der Zeit gewesen, sie selbst zu erzählen, sagte er dem britischen Sender ITV. Anja hat sich das Interview angesehen, das der Journalist Tom Bradby führte. »Hier und da hätte man sich an anderen Stellen des Gesprächs ungemütlichere Nachfragen gewünscht«, bilanziert sie. Vielleicht an der Stelle, als Harry Camilla, der zweiten Frau seines Vaters, vorwarf, die britische Presse mit einer geschickten, aber »gefährlichen« Kampagne auf ihre Seite ziehen zu wollen. Doch tut er nicht gerade genau das Gleiche?

Offenbar aber mit weniger Erfolg als Camilla. In einer Umfrage sagten 64 Prozent der befragten Briten, sie hätten ein negatives Bild von ihm. Das Interesse für Harrys ITV-Interview fiel nach tagelangen Enthüllungen mit 4,1 Millionen Zuschauern relativ gering aus.

Der Buckingham-Palast schweigt weiter zu der Flut an Vorwürfen und Enthüllungen. Laut »Sunday Times« ist König Charles III. allerdings an einer Aussöhnung interessiert, er will Harry und Meghan demnach zu seiner Krönung am 6. Mai einladen. Ob dieser anreist, ließ er im ITV-Interview offen. Und seien wir ehrlich: Das wäre die einzig relevante Information gewesen. So waren die Harry-Auftritte gewissermaßen Verhöhnungsversuche statt Versöhnungsversuche.

Podcast Cover

Was heute sonst noch wichtig ist

  • Ramelow entlässt grünen Minister – auf Wunsch der Grünen: Die Grünen möchten in Thüringen ihre beiden Minister austauschen – gegen den Willen des betroffenen Justizministers. Doreen Denstädt soll als erste schwarze Person Landesministerin in Ostdeutschland werden.

  • Polizei will Lützerath frühestens Mittwoch räumen: Der Ort Lützerath in der Nähe von Aachen soll geräumt werden, damit RWE dort Kohle abbauen kann. Aktivisten wollen das verhindern. Die Polizei könnte ab Dienstag eingreifen – wird das aber nicht so schnell tun.

  • Bafin warnt vor Banking-Trojaner Godfather: Eine mächtige Schadsoftware imitiert unter anderem das Onlinebanking deutscher Finanzinstitutionen. Die Bafin warnt vor dem Android-Trojaner, doch der ist schwer zu erkennen.

  • Versicherer LVM versetzt Freie Bauern mit Kantinenempfehlung in Rage: Der Konzern LVM versichert zahlreiche Landwirtschaftsbetriebe. In einem Facebook-Posting machten die Münsteraner Werbung für veganes Kantinenessen. Die Folge: ein Proteststurm erzkonservativer Bauern.

  • Kölns Oberbürgermeisterin wünscht sich weibliches Karnevals-Dreigestirn: Bisher bestand das Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau in Köln immer aus Männern. Sie »regieren« während des Karnevals. Oberbürgermeisterin Henriette Reker machte nun einen Vorschlag, der polarisieren dürfte.

Meine Lieblingsgeschichte heute:

Aktivistin Saba Shahbazian: Schutz durch die deutsche Polizei »sehen wir überhaupt nicht«

Aktivistin Saba Shahbazian: Schutz durch die deutsche Polizei »sehen wir überhaupt nicht«

Foto:

Laila Sieber

Am Wochenende sind in Iran zwei weitere junge Männer gehängt worden. Mohammed-Mehdi K., 22, und Sejed-Mohammed H., 39, wurden für den Tod eines Sicherheitsbeamten bei Protesten im November verantwortlich gemacht. Im Zusammenhang mit den systemkritischen Demonstrationen waren auch im Dezember Todesurteile gegen zwei Männer vollstreckt worden. Auslöser der landesweiten Proteste in Iran war der Tod von Jina Mahsa Amini am 16. September 2022 im Polizeigewahrsam. Die iranische Kurdin war von der sogenannten Sittenpolizei wegen Verstoßes gegen die in Iran geltenden islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden.

In Deutschland organisieren seit Monaten iranischstämmige Oppositionelle Proteste gegen das Unterdrückungsregime in Teheran – und sie sind vor ihm nicht gefeit. In einer aufwendigen Recherche haben sich meine Kollegen Anna-Theresa Bachmann, Omid Razaee und Laila Sieber (Fotos) in der Szene umgehört, zeichnen nach, wie mutmaßlich der iranische Geheimdienst auch in Deutschland sein Unwesen treibt. Bei einer Person wurde eingebrochen, andere wurden mitten in der Nacht bei einem Protestcamp vor dem Außenministerium aufgesucht und mit abgebrochenen Flaschenhälsen bedroht und eingeschüchtert. Anna-Theresa und Omid haben eine kleine Anfrage der Linken im Bundestag ausgewertet, mit dem Innenministerium und der Polizei gesprochen – und natürlich mit Mitgliedern der iranischen Diaspora. Die wollen sich nicht entmutigen lassen, zeigen sich selbstbewusst: »Ihr fickt die falsche Person zur falschen Zeit. Und ihr fickt ernsthaft die falsche Generation«, sagt Ozi Ozar, Aktivist:in, in Richtung des iranischen Regimes.

Was wir heute bei SPIEGEL+ empfehlen

  • »Dämonen der Vergangenheit«: Lassen sich Angriffe wie die Messerattacke eines Eritreers auf eine Schülerin in Baden-Württemberg erklären oder gar verhindern? Der Psychologe Thomas Elbert sucht in Herkunftsländern und Fluchtbiografien nach Antworten .

  • Macron wagt die Machtprobe: Jahrelang schob Frankreichs Präsident sein wichtigstes Projekt vor sich her, jetzt startet er die Rentenreform. Sie ist nur eine Sparversion früherer Pläne – dennoch riskiert Macron, das Land gegen sich aufzubringen .

  • Mehr Sojaanbau in Europa: Die Erderwärmung macht es möglich, die Sojaproduktion in Europa auszuweiten. Einheimisches Soja soll die Landwirtschaft umweltfreundlicher machen – und Regenwald vor der Zerstörung bewahren .

  • Welche Reiseländer am sichersten sind – und welche am gefährlichsten: Kriege, Unruhen und Naturkatastrophen haben uns 2022 begleitet. Ist die Welt für Reisende gefährlicher geworden als vor zehn Jahren? Eine neue Risikokarte gibt Antworten .

  • Wird diese Frau der neue deutsche Wintersportstar?: Sie hat den ersten Weltcupsieg einer DSV-Langläuferin seit 14 Jahren errungen: Damit tut Katharina Hennig auch ihrer Sportart einen Gefallen. Denn die tut sich bislang schwer, die Deutschen zu begeistern .

Was heute weniger wichtig ist

Unter Strom: Es erinnert ein wenig an einen Fall in Deutschland 2019. Viele Menschen kauften damals ein mehr als tausend Euro teures Modell des Küchengeräts Thermomix, ohne zu wissen, dass der Hersteller kurz darauf ein neues Modell auf den Markt bringen wollte. Über den neuen TM6, der mehr konnte als der alte, hatte Thermomix die Fans geflissentlich im Unklaren gelassen. Kunden des Herstellers Vorwerk sprachen von »Betrug«, »Kundenfeindlichkeit«, drohten mit Boykott und organisierten eine Musterfeststellungsklage. Ähnliches spielt sich gerade in China ab, nur heißt der Hersteller nicht Vorwerk, sondern Tesla. Dort beschweren sich Hunderte Chinesen, die sich gerade neue Autos der Typen Model Y und Model 3 angeschafft hatten, dass Tesla nun überraschend die Preise senkte – zum dritten Mal in kurzer Zeit. Jetzt liegen die Preise für Elektrofahrzeuge in China zwischen 13 und 24 Prozent unter dem Niveau vom September. Das Model 3 koste in der Basisvariante jetzt umgerechnet rund 32.000 Euro und damit so wenig wie noch nie. Dabei hatte Tesla nach der ersten Runde versichert, dass es keine weiteren Rabatte geben werde.

Mini-Hohlspiegel

»Er und seine Kollegen kontrollieren bis 2 Uhr Verdächtige aus Nordafrika, observieren einen polizeibekannten Iraner und unterstützen ihre Kollegen bei einer räuberischen Erpressung am Ostbahnhof.«

Bild.de über einen Berliner Polizeifahnder

Hier finden Sie den ganzen Hohlspiegel.

Cartoon des Tages

Entdecken Sie hier noch mehr Cartoons.

Entdecken Sie hier noch mehr Cartoons.

Illustration: Klaus Stuttmann

Und heute Abend?

Heute hat Rio Reiser Geburtstag, er wäre 73 Jahre alt geworden. So richtig aufmerksam auf ihn bin ich nicht durch ihn selbst geworden, sondern durch die hinreißende Schauspielerin Wiebke Puls. Vor 20 Jahren brillierte sie im Hamburger Schauspielhaus, als sie mit ihrer Band »Wiebke Puls und die Deprimierten« in dem Programm » Jour Nix – Ein kleines Fest der Tristesse« etliche Songs von Reiser neu interpretierte. Ihre Erscheinung, ihre Stimme und Reisers Texte waren damals eine kleine Offenbarung für mich. Es ging um Pubertät, um heimliches Knutschen, um Selbstwertgefühle. Wenn Sie mögen, könnten Sie Reiser heute ein bisschen feiern, sich selbst noch einmal zurückbeamen in Ihre Pubertät und ein Konzert des West-Revoluzzers von 1988 in der Ost-Berliner Werner-Seelenbinder-Halle anhören. Heutzutage ja Gott sei Dank alles bei YouTube  zu finden.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Einen schönen Abend. Herzlich
Ihr Janko Tietz

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.

Abonnieren bei

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.