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Das Thema des Tages: Tag eins im Chemnitz-Prozess

Hass und rechte Hetze auf den Straßen in Chemnitz, Tausende Gegendemonstranten, erbitterte Rassismus-Debatten in Deutschland und ein Verfassungsschutzchef, der seinen Posten räumen musste: Im Sommer 2018 war ein 35 Jahre alter Mann in der sächsischen Stadt niedergestochen worden. (Mehr über den Fall erfahren Sie hier.) Die folgenden politischen Auseinandersetzungen sollten das ganze Land erschüttern.

Keine Frage: Es ist kein gewöhnlicher Prozess, der nun nicht in Chemnitz, sondern in Sachsens Landeshauptstadt Dresden begonnen hat - wegen des "außerordentlich großen" Interesses der Öffentlichkeit, wie es heißt. Die Sorge ist groß, dass Neonazis den Prozess als Bühne nutzen könnten. (Alle Hintergründe lesen Sie hier.)

Ausschreitungen in Chemnitz im August 2018
Getty Images

Ausschreitungen in Chemnitz im August 2018

Der Syrer Alaa S. muss sich wegen Totschlags, versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Dem 23-Jährigen droht lebenslängliche Haft. Doch zum Auftakt der auf neun Tage angesetzten Hauptverhandlung bemühen sich dessen Verteidiger, Grundsätzliches infrage zu stellen. Ihr Mandant sei unschuldig, sagen sie - und fordern die Einstellung des Verfahrens.

Und: Die Richter sollen erklären, ob sie Anhänger der AfD oder von Pegida sind - und wie sie zur Migrationspolitik stehen. Deren Einstellung sei entscheidend "für ein faires Verfahren", sagt eine Anwältin. Ihr Mandant entspreche "dem erklärten Feindbild der Menschen, die die AfD und ähnliche Organisationen unterstützen".

Das Zitat des Tages: "Ein Angriff auf unsere Zivilisation"

Das Traurige an Sätzen wie diesen des niederländischen Premiers Mark Rutte: Sie klingen schon regelrecht vertraut - und doch bleiben sie aktuell. Am Vormittag waren in Utrecht in einer Straßenbahn Schüsse gefallen. Mindestens drei Menschen starben, mehrere wurden verletzt. Die Behörden sprechen von einem Terrorakt. Die Polizei fahndet nach einem 37 Jahre alten Mann, der in der Türkei geboren sei. "Wir werden nie vor Intoleranz weichen", sagte Rutte.

Niederländischer Ministerpräsident MarRuttete (vorne) mit JustizministeFerdrGrapperhausus
LEX VAN LIESHOUT/EPA-EFE/REX

Niederländischer Ministerpräsident MarRuttete (vorne) mit JustizministeFerdrGrapperhausus

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Was Sie schauen könnten: "The Umbrella Academy" - wenn Sie Lust auf eine, nun ja, etwas andere Serie haben. Kurz gesagt: Die Netflix-Produktion handelt von sieben ziemlich schrägen Superhelden, die den Tod ihres ungeliebten Adoptivvaters aufklären und natürlich auch die Welt retten wollen. Meine Kollegin Anja Rützel urteilt über die Serie: "Eine dramaturgische Wunderkammer, vollgequetscht mit absurden Einfällen."

Superhelden in Kindertagen - "ThUmbrellala Academy"
Christos Kalohoridis/Netflix

Superhelden in Kindertagen - "ThUmbrellala Academy"

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Kevin Hagen vom Daily-Team

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