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hier finden Sie die wichtigsten Nachrichten des Tages, die beliebtesten Geschichten von SPIEGEL+ und Tipps für Ihren Feierabend.

Das Thema des Tages: Dänemark serviert Trump eiskalt ab

Donald Trump präsentiert sich gerne als herausragender Geschäftsmann. Sogar ein Buch hat er darüber geschrieben bzw. schreiben lassen. "The Art of the Deal" erschien 1987 und ist laut Trump das "zweitbeste Buch" nach der Bibel. Doch bei seinem jüngsten Vorhaben wird Trump scheitern - Dänemark erteilte Trumps Interesse an einem Kauf Grönlands eine deutliche Abfuhr. Der Dealmaker steht ohne Deal da.

Allein die Idee ist ziemlich absurd. Da meldet das Staatsoberhaupt einer Weltmacht offensiv Interesse am Territorium eines anderen Landes an - wie zu dunkelsten Kolonialzeiten. Seit Tagen befeuert Trump die Meldungen selbst darüber, mal scherzend, dann wieder ernsthaft. Nach der nun eindeutigen Absage Dänemarks reagiert Trump bockig, cancelte seinen geplanten Staatsbesuch mit der dänischen Regierungschefin.

Doch wie ernst meint es der US-Präsident tatsächlich? Darauf gibt es bisher keine verlässliche Antwort (wie so häufig bei Trump). Strategisch wäre der Zugriff auf die Insel Grönland, die zum Königreich Dänemark gehört, aber politisch autonom ist, aus US-Sicht durchaus sinnvoll. Schon US-Präsident Harry Truman bot Dänemark 1946 etwa 100 Millionen Dollar für die Insel.

Warum Trump mit seinem Kaufvorhaben und dem abgesagten Staatsbesuch in Dänemark vor allem sich selbst schadet, erklärt mein Kollege Alexander Preker in diesem Text.

Das Zitat des Tages: "Ich habe mich wirklich über Herrn Kalbitz geärgert"

So lautet das Fazit der 15-jährigen Schülerin Johanna Liebe nach einer Diskussionsveranstaltung mit dem brandenburgischen AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz. Das Gespräch mit dem Politiker, der zum rechtsnationalen "Flügel" der AfD gezählt wird, lief nämlich etwas anders als gedacht. Als er von einem anderen Schüler auf die rechte Ausrichtung seines Parteikollegen Björn Höcke angesprochen wurde, reagierte Kalbitz patzig, wetterte gegen die "Dauerrotlichtbestrahlung" der Schule und sprach mit Blick auf Klima-Aktivistin Greta Thunberg von einem "zopfgesichtigen Mondgesicht-Mädchen". Eine Äußerung, die die 15-jährige Schülerin sehr ärgerte - wie sie darauf reagierte, erklärt sie im Interview.

Johanna Liebe debattiert mit Andreas Kalbitz
Christoph Soeder/dpa

Johanna Liebe debattiert mit Andreas Kalbitz

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Meinung: Kommentare, Interviews, Essays

Schuld sind stets die anderen: Der britische Premier Boris Johnson wird bei seinem Antrittsbesuch in Berlin versuchen, Angela Merkel als Unterstützerin seiner Brexit-Vision zu gewinnen - und damit absehbar scheitern, schreibt mein Kollege Peter Müller. Aus seiner Sicht werden sich beide Seiten bewegen müssen.

Boris Johnson und Angela Merkel
Stefan Rousseau / Michael Kappeler / PA Wire / DPA

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Den Soli zahl' ich gerne: Ein kleiner, exklusiver Kreis von Leistungsträgern soll auch künftig den Solidaritätszuschlag entrichten. Bravo! Einen Wunsch hätte Harald Schmidt da aber noch, hier geht es zu seinem Video.

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Wie Churchill Hitler stoppte: Die deutsche Wehrmacht eilte von Sieg zu Sieg - bis sich der britische Premier Winston Churchill dem Diktator entgegenstellte. Das fasziniert die Briten bis heute.

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Risiken bei Iberogast und anderen pflanzlichen Mitteln: Medikamente auf Pflanzenbasis gelten als wirksam und besonders verträglich. Stimmt das? Der Pharmakologe Bernd Mühlbauer klärt auf.

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Wochenlang Nudeln mit Ketchup? Bleiben Sie gelassen! Was können Eltern tun, damit Ihre Kinder sich gesünder ernähren? Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit, gibt Ratschläge.

Mein Abend: Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Was Sie lesen könnten: Ein junger Iraner wird als Agent nach Deutschland geschickt. Als Student soll er Informationen über den Westen sammeln - und landet in Westfalen. Der Roman "Wilde grüne Stadt" von Marius Hulpe ist ein Roman über Heimat, Familie und Freiheit - eine große Geschichte, findet mein Kollege Jochen Overbeck.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Max Holscher vom Daily-Team

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