Alain JOCARD; Aref TAMMAWI/ AFP; Maxim Sergienko/ DER SPIEGEL

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Das Thema des Tages: Ein Gruß dem Sultan

Zwei Vorfälle bei internationalen Fußballspielen haben am Montagabend irritiert: Bulgarische Fans zeigten in Sofia anhaltend den Hitlergruß und machten Urwaldlaute beim Länderspiel gegen England (0:6). Nun fordert der Sportminister den Rücktritt des bulgarischen Verbandschefs.

Türkische Nationalspieler in Paris versuchten sich im Spiel gegen Frankreich mit einem soldatischen Salut: einem Gruß an die Armee, die angeführt von Staatschef Recep Tayyip Erdogan seit einer Woche in Nordsyrien Kurden bombardiert. Es war das zweite Mal in wenigen Tagen.

Immerhin, die Uefa hat inzwischen reagiert. Istanbul soll die Austragung des Champions-League-Finals 2020 verlieren. Es wäre ein Signal, dass sich Europas Fußballverband Kriegsgeheul auf dem Rasen nicht gefallen lässt.

Fest steht: Mit politischen Provokationen wird unterschiedlich verfahren. Als der damalige Bayern-Spieler Mario Mandzukic salutierte, wurde das als Gruß an von Den Haag freigesprochene Kommandeure des Bürgerkriegs gewertet. Er wurde aber nur ermahnt. Ebenfalls Ex-Bayer Xerdan Shaqiri und ein Teamkollege im Schweizer Trikot bejubelten ein Tor gegen Serbien mit dem albanischen Doppeladler. Die Millionäre zahlten 10.000 Franken Strafe. Es gab aber auch Fälle mit weniger läppischen Strafen.

Konsequent hat immerhin der Zweitligist FC St Pauli auf Kritik aus dem eigenen Fan-Lager reagiert. Cenk Sahin, Spieler bei den Hamburgern seit 2016, hatte auf Instagram erklärt, er stehe "an der Seite" der Soldaten im Krieg Erdogans gegen die Kurden. Nun hat der Verein ihn entlassen. Für Sahin wohl kein großes Problem: Er kehrt heim zu Basaksehir Istanbul - dem Verein, der Erdogan nahesteht.

Zitat des Tages: "Das hat mich wachgerüttelt"

US-Musiker Pharrell Williams schämt sich mittlerweile für seinen Welthit "Blurred Lines", den er 2013 mit Robin Thicke aufnahm. Wegen sexistischer Inhalte wurde das Lied (Text: Hey, hey, hey, I know you want it") an zahlreichen englischsprachigen Unis von Playlists verbannt. Er haben jetzt erst verstanden, "dass es Männer gibt, die eine solche Sprache nutzen, wenn sie eine Frau missbrauchen". Hat halt ein paar Jahre gedauert.

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Und nochmal etwas zur Mülltrennung: Harald Schmidt will To-go-Kaffee im Pappbecher eigentlich nicht missen. Und grüßt Soldaten. Das Video.

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Der Mann mit der Mütze: In einem Facebook-Video erklärte Mike Mohring, dass er Krebs hat. Dann zog der Chef der thüringischen CDU in den Wahlkampf.

Professor Professor Dr. Dr. Blender? Niels Brabandt gilt als schillernder Berater und Redner. An seinen vielen Titeln gibt es Zweifel - nur scheint das niemanden zu interessieren. Mit einer Ausnahme.

Mein Abend: Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Kochen Sie arabisch-amerikanisch: Die "New York Times" (und meine weitgereiste Kollegin) empfehlen dieses Kichererbsen-Curry mit Kurkuma und Kokosmilch. Tausende Bewertungen mit 5 Sternen können ja kaum falsch liegen!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Christoph Titz vom Daily-Team

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