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Das Thema des Tages: 30 Jahre Tiananmen-Massaker

1989 hat die chinesische Regierung die von Studenten getragene Rebellion auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking unter Einsatz von Panzern niedergeschlagen. Vermutlich kamen Hunderte Menschen dabei ums Leben - wie viele genau, ist bis heute unbekannt. Während anderswo auf der Welt der Opfer gedacht wird, bleibt das Thema in China ein Tabu.

Meine Kollegin Vanessa Steinmetz hat mit Expertin Kristin Shi-Kupfer über den Gedenktag gesprochen, der verschwiegen werden soll. Im Interview erklärt sie, welche Bedeutung das Tiananmen-Massaker für China hatte, und warum Plastikenten gegen das Vergessen helfen können.

Bereits vor dem Jahrestag wurden in China Aktivisten und Angehörige der Opfer festgenommen, unter Hausarrest gestellt oder zwangsweise "in die Ferien" aus Peking weggebracht. Auf dem Platz des Himmlischen Friedens herrschen verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Die Regierung rechtfertigt noch immer ihr Handeln von vor 30 Jahren.

US-Außenminister Mikeo Pompeo hat den Jahrestag hingegen als Anlass genommen, um Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik zu kritisieren. Die EU fordert eine Aufarbeitung des Blutbads. Und mein Kollege Bernhard Zand fragt sich, wie weit die Welt Peking trauen kann - und regt an, dass der Westen sein Verhältnis zu China überdenkt.

Die Zahl des Tages: zehn Meter

Um so viel wächst die Müllkippe von Ghazipur im Osten von Indiens Hauptstadt Neu-Delhi pro Jahr in die Höhe. Nach Angaben eines zuständigen Beamten ist der Müllberg schon jetzt 65 Meter hoch und umfasst eine Fläche von 40 Fußballfeldern. Bereits im kommenden Jahr könnte die Müllkippe höher sein als der Taj Mahal. Für die örtliche Bevölkerung ist das eine Gefahr.

AFP

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Schauen Sie "When They See Us" auf Netflix: In dem Vierteiler erzählt Regisseurin Ava DuVernay die Geschichte der "Central Park Five". Die fünf Teenager werden 1989 in New York verhaftet, weil sie eine Frau misshandelt und vergewaltigt haben sollen. Sie gestehen die Tat, obwohl sie unschuldig sind, und werden zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Episodenhaft erzählt DuVernay, wie es jedem Einzelnen der fünf ergangen ist. Emotional, dramatisch, hart wird der strukturelle Rassismus offengelegt, der noch heute nachwirkt, schreibt mein Kollege Oliver Kaever.

Atsushi Nishijima/ Netflix

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Anna-Sophie Schneider vom Daily-Team

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