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Das Thema des Tages: Abschuss über dem Persischen Golf

Iran hat die US-Drohne RQ-4A "Global Hawk" über dem Persischen Golf abgeschossen.Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden war die Drohne um 0.14 Uhr von einer US-Basis am Persischen Golf abgehoben und zunächst in Richtung der iranischen Hafenstadt Tschabahar im Südosten des Landes geflogen. Auf ihrem Rückweg in Richtung Westen habe sie dann iranischen Luftraum verletzt. Deshalb sei sie um 4.05 Uhr abgeschossen worden.

Das US-Militär bestätigte den Abschuss. Allerdings habe sich die unbemannte Drohne im internationalen Luftraum über der Straße von Hormus bewegt - anders als von Teheran behauptet. Nach Aussagen eines Sprechers sei die Drohne ungefähr um 3.35 Uhr Ortszeit abgeschossen worden - eine halbe Stunde früher als nach iranischen Angaben.

Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von Vorfällen in der Region: Zunächst waren im Mai drei Schiffe im Golf von Oman vor dem Hafen von Fudschaira angegriffen worden. Die USA machen dafür Iran verantwortlich. Bislang hat sich allerdings niemand zu der Attacke bekannt. Vergangene Woche wurden dann zwei weitere Öltanker angegriffen. Wieder bezichtigten die USA das Regime in Teheran.

In dieser Woche bekräftigte Iran den Plan, in der nahen Zukunft Uran wieder auf 20 Prozent anzureichern. Das wäre ein wichtiger strategischer Schritt auf dem Weg zu Atomwaffen und gleichzeitig ein Bruch mit dem internationalen Atomabkommen, das US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr einseitig aufgekündigt hat. Inzwischen hat das Pentagon "zu Verteidigungszwecken" weitere Tausend Soldaten in die Region entsandt.

Der Abschuss der Drohne verdeutlicht den Zwist zwischen Iran und den USA. Iran lehnt Trumps Forderungen nach neuen Atomverhandlungen weiter ab - und will sich dem Druck der Wirtschaftssanktionen nicht beugen. Wenn keine Seite einlenkt, dürfte der Konflikt weiter eskalieren, analysieren meine Kollegen Christoph Sydow und Dominik Peters.

Die Zahl des Tages: 50 Prozent

Die Reichen werden immer reicher: Inzwischen gehört den Millionären die Hälfte des Finanzvermögens der gesamten Welt. So steht es im diesjährigen Global Wealth Report. 22,1 Millionen Menschen zählen zu dieser Gruppe der Dollarmillionäre. Das restliche Geldvermögen teilen sich die 7,6 Milliarden Bewohner der Erde, die nicht ganz so wohlhabend sind.

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Was Sie lesen könnten: In seinem neuen Roman "Nickel Boys" erzählt der Bestsellerautor Colson Whitehead von einer Folteranstalt im Florida der Rassentrennung. Angelehnt ist sein Buch an die Geschichte der Arthur G. Dozier School for Boys, wo vor allem schwarze Jungen misshandelt wurden. Whitehead "walzt den täglichen Horror" allerdings nicht aus, schreibt meine Kollegin Anne Haeming, ihm "reicht das Nebenbei, das, was die Kinder sich zuraunen". Der Rest bleibt der Fantasie überlassen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Milena Hassenkamp vom Daily-Team

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