Hasan Shirvani/ Mizan News Agency/ AFP; SPIEGEL ONLINE

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hier finden Sie die wichtigsten Nachrichten des Tages, die beliebtesten Geschichten von SPIEGEL+ und Tipps für Ihren Feierabend.

Das Thema des Tages: Iran

Eine Meldung mitten in der Nacht, um 00.41 Uhr Ortszeit am Wochenende, nur ein knapper Satz. Ihr Inhalt aber markiert einen weiteren Schritt in der Irankrise: Saudi-Arabien hat der Stationierung von US-Truppen in seinem Königreich zugestimmt. Das hat es zuletzt während des Golfkrieges 1991 gegen den damaligen irakischen Diktator Saddam Hussein gegeben.

Meine Kollegen Christoph Sydow und Dominik Peters schreiben, die Entscheidung der USA "dürfte eine Lösung des Konflikts nicht erleichtern. Vielmehr scheint der Konflikt weiter zu eskalieren." Zur Analyse.

Straße von Hormus und Golf von Oman
DPA/ NASA/The Visible Earth

Straße von Hormus und Golf von Oman

Zum Ort der Provokation wird dabei immer wieder die Straße von Hormus. Sie ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt, fast ein Drittel des globalen Ölexports muss durch das Nadelöhr.

Am Donnerstag hatten die USA nach eigenen Angaben eine iranische Drohne in der Meerenge zerstört. Am Freitag beschlagnahmten tags darauf die iranischen Revolutionsgarden den Tanker "Stena Impero", der unter britischer Fahne fährt - als Vergeltung für den iranischen Tanker "Grace 1". Ihn wiederum hatte die britische Marine Anfang Juli festgesetzt.

Iran sucht das Kräftemessen mit Großbritannien genauso wie mit den USA: Eigenen Angaben zufolge hat Irans Geheimdienst 17 Agenten des US-Geheimdienstes CIA enttarnt. Ihnen droht die Todesstrafe.

Sollte Iran die Tankerroute blockieren, hätte das drastische Folgen für die Weltwirtschaft. Steigende Ölpreise, nervöse Aktienmärkte - wie die Irankrise die Märkte belastet, lesen Sie hier.

"Wie in Zeitlupe steuern Iran und die USA auf diese Kollision zu - und jeder erwartet vom anderen, dass er nachgibt", schreibt meine Kollegin Raniah Salloum. Was die Europäer in dem Konflikt tun können, lesen Sie hier.

Das Zitat des Tages

"Wenn es möglich war, mit handgestricktem Computercode einen reibungslosen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu schaffen, können wir auch das Problem des reibungslosen Handels an der nordirischen Grenze lösen."

Der Satz ist in der heutigen Ausgabe des britischen "Daily Telegraph" zu lesen, sein Autor: Boris Johnson. Der konservative Politiker steht kurz davor, britischer Premier und Nachfolger von Theresa May zu werden , am Dienstag soll das Ergebnis bekannt gegeben werden (lesen Sie hier die SPIEGEL-Titelstory). Geht es nach Johnson, ist diese Sache mit dem Brexit ganz einfach zu lösen. Schließlich habe es die Menschheit auch auf den Mond geschafft.

Simon Dawson/ REUTERS

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News: Was Sie heute wissen müssen

  • Transitstreit zwischen Österreich und Deutschland könnte sich ausweiten. Damit droht kurz vor den Sommerferien in Bayern neues Verkehrschaos. Wie Autofahrer immer mehr zum Spielball der Politik werden.
  • In Hongkong wurde eine Journalistin verprügelt, als sie von den Attacken organisierter Schlägertrupps berichtete. Seit Monaten demonstrieren die Menschen in Hongkong für demokratische Reformen. Das Video.
  • "Selenskyj wird das politische System umkrempeln": Die Partei des früheren TV-Komikers hat die Parlamentswahlen in der Ukraine gewonnen. Was bedeutet das für das Land? Die Videoanalyse.
  • Die Bruttoverdienste sind 2018 im Vergleich zu 2017 um knapp drei Prozent gestiegen. Das geht aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Dabei zahlte sich vor allem eine gute Ausbildung aus.
  • Ein Student hat sich zum Bachelor gerappt. Der 22-jährige Brite Nicholas Uzoka schrieb ein Rap-Album als Bachelorarbeit - und schaffte mit dem Sprechgesang an der Uni im ostenglischen Norwich den Abschluss.

Die Zahl des Tages: 6

So alt wird heute George Alexander Louis. Echte Royalfans wissen, wer gemeint ist: das erste Kind des britischen Prinzen William und seiner Frau Catherine, Urenkel von Queen Elizabeth II. - und Rang drei der britischen Thronfolge. Sechs Jahre ist es schon her, dass Mama Catherine Baby George vor dem St. Mary's Krankenhaus in London der Öffentlichkeit zeigte. Zum Geburtstag haben Georges Eltern drei neue Fotos veröffentlicht - über die sich auch die englische Fußballnationalmannschaft freute. Happy happy Birthday!

Prinz George, happy: "Dieses Foto wurde kürzlich von der Herzogin von Cambridge im Garten ihres Hauses im Kensington Palast aufgenommen", heißt es dazu auf dem offiziellen Instagram-Account von Georges Eltern.
THE DUCHESS OF CAMBRIDGE/HANDOUT/EPA-EFE/REX

Prinz George, happy: "Dieses Foto wurde kürzlich von der Herzogin von Cambridge im Garten ihres Hauses im Kensington Palast aufgenommen", heißt es dazu auf dem offiziellen Instagram-Account von Georges Eltern.

Meinung: Die meistdiskutierten Kommentare, Interviews, Essays

Unglaubliche Zeiten: Wir haben uns längst an die neue Normalität des extrem billigen Geldes gewöhnt. Dabei bleiben die damit verbundenen Risiken beträchtlich. Die Kolumne von Henrik Müller.

Welches Outfit sollte AKK bei der Vereidigung tragen? Die Kleidung von Annegret Kramp-Karrenbauer wird mit Sprüchen kommentiert - von Frauen. Unterstes Stammtischniveau, findet Harald Schmidt. Und schlägt vor: Am Mittwoch trägt die Verteidigungsministerin besser Overall. Wie unsere Kampfpiloten. Hier ist das Video.

DER SPIEGEL

Stories: Die meistgelesenen Texte bei SPIEGEL+

Der endlose Streit über die Seenotrettung: Die EU kann sich auf keine gemeinsame Politik in der Flüchtlingsfrage verständigen. Braucht es eine "Koalition der Willigen"?

Federico Scoppa/ AFP

Wie Fernwärmeanbieter ihre Kunden abzocken: Fernwärme ist effizient und umweltfreundlich. Doch die Kunden sind den Versorgern ausgeliefert. Viele Unternehmen nutzen das, um mit dem neuen Klimabewusstsein Kasse zu machen.

Mein Abend: Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Was Sie machen könnten: eine Runde über die Erde fliegen. Die Welt von oben sehen. Der Fotograf Kevin Krautgartner nimmt Sie mit. Er war in Norwegen unterwegs, in Island, Frankreich, Spanien, Portugal. Und hat seine Drohne steigen lassen. Heraus kamen Bilder, die wie Gemälde aussehen. Und man fragt sich: Ist das der Mond, der Mars - oder doch bei uns in Europa? Zu den Bildern.

Islands Nordwesten: "Ich suche Kunstwerke aus der Luft", sagt der Fotograf Krautgartner.

Islands Nordwesten: "Ich suche Kunstwerke aus der Luft", sagt der Fotograf Krautgartner.

Was Sie lesen könnten: "Gespräche mit Freunden" von Sally Rooney - einer Autorin, die von der "New York Times" zur "ersten großartigen Autorin der Millennials" ausgerufen wurde. Sie ist ein Literatur-Shootingstar, ihr Debüt erscheint nun auf Deutsch. Meine Kollegin Hannah Pilarczyk schreibt, Rooney gelinge es, "Romane über Millennials zu schreiben, die man verschlingen kann, ohne selbst mit den Codes der Generation vertraut zu sein." Ihre Rezension lesen Sie hier.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Maria Stöhr vom Daily-Team

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