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Das Thema des Tages: Nordsyrien unter Druck

Die Türkei rückt nach Nordsyrien vor, die Kurden rufen das Assad-Regime zu Hilfe und IS-Kämpfer fliehen aus den Gefängnissen. So sieht die Lage östlich des Euphrats aus, sieben Tage nachdem US-Präsident Donald Trump der syrischen Kurdenmiliz YPG die amerikanische Unterstützung entzogen hat.

Das Agieren des US-Präsidenten löste eine Kettenreaktion aus. Vor fünf Tagen begann die Türkei ihre Offensive auf die Kurdengebiete in Nordsyrien. Bereits jetzt ist die syrisch-kurdische Selbstverwaltung zusammengebrochen. In einer Stellungnahme baten die Kurden das Regime von Baschar al-Assad, wieder die Kontrolle zu übernehmen. Vermittelt wurde der Deal offenbar von Russland. Die Regierung in Damaskus soll bereits erste Truppen an die syrisch-türkische Grenze entsandt haben. Die Türkei reagierte kämpferisch.

In den ersten Tagen der türkischen Offensive wurden mehrfach Zivilisten zum Ziel. Am Samstag starb die kurdische Politikerin Havrin Khalaf, kurdische Medien nannten ihren Tod eine Hinrichtung auf offener Straße. Am Sonntag wurden bei einem Luftangriff auf einen Konvoi mit Zivilisten und ausländischen Journalisten mindestens zehn Menschen getötet. Insgesamt zählt die Syrische Beobachtungstelle für Menschenrechte mindestens 52 zivile Todesopfer.

Die EU steht den Ereignissen weitgehend machtlos gegenüber. Mitgliedsländer der Europäischen Union haben die Türkei erneut zum sofortigen Abbruch der Offensive aufgefordert. Doch will die EU vorerst kein allgemeines Waffenembargo gegen die Türkei verhängen. Eine Erklärung verweist lediglich auf die Entscheidungen von Ländern wie Deutschland und Frankreich, ab sofort keine Rüstungsexporte mehr zu genehmigen. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn befürchtet, dass die Nato-Staaten in einen Krieg mit hineingezogen werden könnten. Ein solcher "Bündnisfall", der eintritt wenn ein Nato-Land (wie die Türkei) angegriffen wird, gilt aber als höchst unwahrscheinlich.

Die Zahl des Tages: Drei Stunden

Die innere Uhr hat Einfluss darauf, wie wir schlafen, abnehmen, gesünder leben. Ein Beispiel: Unser Gehirn arbeitet am besten drei Stunden nachdem wir aufgestanden sind, erklärt der Chronobiologe Satchin Panda im Interview. Er verrät auch, wie wir unseren Tag am besten planen sollten.

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Feierliche Wiedereröffnung des britischen Parlaments: Die Queen steht im Mittelpunkt der Zeremonie
Tolga Akmen/ AFP

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Mein Abend: Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Was Sie tun könnten: Heute Abend wird der deutsche Buchpreis verliehen. Zeit für Sie, einen Blick auf die Shortlist zu werfen. Da findet sich neben "Herkunft" von Saša Stanišic auch der neue Eifelroman von Norbert Scheuer. "Winterbienen" erzählt von zwei Brüdern während der Nazizeit. Ein "eindringlicher Gesellschaftsroman" findet mein Kollege Volker Weidermann. Lesen Sie doch einmal rein.

Norbert Scheuer
Fritz-Peter Linden/ C.H. Beck

Norbert Scheuer

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Milena Hassenkamp vom Daily-Team

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