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Das Thema des Tages: Hälfte der SPD-Anhänger lehnt Scholz als Parteichef ab

Wenn es in den vergangenen Jahren einen Moment gab, in dem das Gefühl entstand, es könne wieder aufwärts gehen mit der deutschen Sozialdemokratie, dann war es wohl der, als Martin Schulz Parteichef und Kanzlerkandidat wurde. Die Umfragewerte stiegen rasant, vom "Schulz-Zug" war die Rede. Jetzt will Olaf Scholz die Partei übernehmen, rollt jetzt der "Scholz-Zug"?

Eher nicht: Eine Mehrheit der Bevölkerung lehnt Scholz laut einer Civey-Umfrage für SPIEGEL ONLINE als SPD-Chef ab. Das gilt auch für 50 Prozent der Anhänger der Sozialdemokraten. 45 Prozent der Befragten und immerhin ein Drittel der SPD-Anhänger glauben sogar, Scholz würde der Partei schaden. Und dann muss der Vizekanzler ja noch eine Frau finden, um als Teil eines Spitzenduos anzutreten. Über diese Suche spricht Harald Schmidt in seiner Videokolumne.

Olaf Scholz: Große Vorbehalte gegen die Kandidatur des Vizekanzlers
ALEXANDER BECHER/EPA-EFE/REX

Olaf Scholz: Große Vorbehalte gegen die Kandidatur des Vizekanzlers

Das Rennen um den SPD-Vorsitz fällt in eine Zeit, in der Union und SPD vor der Frage stehen, ob die Große Koalition über den Herbst hinaus weiterbestehen soll. Eine Zwischenbilanz soll bis zum Oktober stehen. Schon jetzt gibt es ein Fazit der Bertelsmann-Stiftung und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. Demnach hält die Regierung viele Versprechen - punktet aber trotzdem nicht beim Wähler.

Und zwischen Union und SPD drohen neue Konflikte: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit ihren Aussagen über Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen für Ärger gesorgt. Aber auch in ihrer Funktion als Verteidigungsministerin muss sie ein Problem lösen. Gerade ist Kramp-Karrenbauer in Jordanien, um Bundeswehr-Soldaten zu besuchen. Sie wirbt für die Fortsetzung der dortigen Antiterrormission, aber die SPD bleibt stur.

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News: Was Sie heute wissen müssen

  • Auswärtiges Amt rettet Waisenkinder von IS-Anhängerinnen aus Syrien: Die Bundesregierung hat nach SPIEGEL-Informationen erstmals die Ausreise von Kindern deutscher IS-Anhängerinnen aus einem Gefangenenlager in Syrien organisiert.
  • BKA muss Neonazi-Feindeslisten nicht veröffentlichen: Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden entschieden. Ein Journalist wollte das Bundeskriminalamt mit einer Klage zu Transparenz zwingen.
Rechter Gedenkmarsch: Das BKA darf Neonazi-Listen mit "politischen Feinden" zurückhalten
Stefan Boness/ Ipon/ imago images

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  • VW-Kläger schreiben Drohbrief an Scheuer: In einem Brief stellen Anwälte von VW-Geschädigten eine Klagewelle in Aussicht. Die Vorwürfe an die Regierung: Mangelnde Kontrolle, Wegsehen und zurückgehaltene Informationen.
  • Gründer des Dänischen Bettenlagers ist tot: Für seine TV-Werbespots war Lars Larsen in ganz Dänemark bekannt. Jetzt ist er im Alter von 71 Jahren gestorben.
  • Island erklärt Gletscher offiziell für "tot": Die Eisdecke schmolz innerhalb von 130 Jahren um 35 Meter. Dem Gletscher wurde mit einer Gedenkplatte gedacht.
Der Gletscher Okjökull in Island: Nur noch Stein
Jeremie RICHARD/ AFP

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Meinung: Die meistdiskutierten Kommentare, Interviews, Essays

Vergesst Greta Thunberg: Die Umweltaktivistin hat in nur einem Jahr Übermenschliches erreicht. Allerdings ist sie immer noch ein Mensch. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, sie ziehen zu lassen, schreibt Stefan Kuzmany.

Warum ein Lehrer den ersten Schultag herbeisehnt: Sechs Wochen frei! Viele Menschen beneiden Lehrer um ihre langen Sommerferien. Hier erzählt ein Vater anonym, wieso er dringend zur Arbeit will.

Stories: Die meistgelesenen Texte bei SPIEGEL+

Das Schicksal eines Pflegekindes: Als Säugling kam Niklas kurzfristig in eine Pflegefamilie. Mehr als zwei Jahre später ist noch immer unklar, was mit ihm wird. Wie halten die Betroffenen das aus?

Eine Pflegemutter und ihr Schützling Niklas: "Mich macht das so wütend"
Marcus Simaitis/ DER SPIEGEL

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Wen darf ein Polizeihund beißen? Ein Kommissar lässt seinen Diensthund auf einen 18-Jährigen los - und wird dafür bestraft. Polizistenkollegen finden das völlig unangemessen.

Wie Westbauern den Osten eroberten: Riesige Flächen, erschwingliche Preise - die Ex-DDR war für Bauern aus dem Westen ein Paradies. Auch die Ringenbergs siedelten von Bayern nach Vorpommern um. Ein Umzug mit Vorgeschichte.

Die Zahl des Tages: 10

Ein Jahrzehnt lang war die Rückennummer 10 beim FC Bayern an einen Spieler vergeben, der eine Ära beim deutschen Rekordmeister geprägt hat: Arjen Robben, der 2009 von Real Madrid kam. Nach Robbens Karriereende geht die Nummer nun wieder an einen Weltstar, den die Bayern aus Spanien holen, diesmal aus Barcelona: Philippe Coutinho. Die Leihe ist abgeschlossen, Bayern überweist nach Barça-Angaben 8,5 Millionen Euro an Barcelona und übernimmt das Gehalt des Brasilianers. Der Coup ist vor allem ein Signal an die Liga, schreibt mein Kollege Danial Montazeri. Besonders nachdem der Auftakt zur neuen Bundesligasaison für die Münchner enttäuschend verlief.

Philippe Coutinho in München: Leihe plus Kaufoption
Michael Dalder/REUTERS

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Mein Abend: Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Mal wieder ein Comic? Timur Vermes, Autor von "Er ist wieder da", schreibt für SPIEGEL ONLINE über Comics und Graphic Novels. Diesmal beschäftigt er sich nur mit Bestsellern und rezensiert nur, "was in den letzten zwei Jahren richtig gut lief". Von "Anne Frank" bis "Lady Mechanika".

Oder ein Krimispiel per Handy: Sie lieben Detektivarbeit, Gesellschaftsspiele und können dabei trotzdem ihr Smartphone nicht loslassen? Dann sollten Sie es mal mit dem iOS-Spiel "Diorama Detective" versuchen. Hier schleichen die Spieler als Ermittler um virtuelle Tatorte herum und leisten Aufklärungsarbeit - mit dem Smartphone in der Hand. Der Einstieg sei zwar sehr kompliziert, schreibt unser Autor Jörg Breithut in seiner Rezension, zudem gebe es noch einige Bugs. Danach aber verspreche das Spiel gute Unterhaltung.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Andreas Evelt vom Daily-Team

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