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Das Thema des Tages: Linke wählt neue Fraktionsvorsitzende

Die Linke hat ihre Fraktionsführung neu gewählt. An der Seite von Dietmar Bartsch wird künftig Amira Mohamed Ali die Fraktion im Bundestag führen. Im zweiten Wahlgang setzte sich die Parteilinke mit 36 zu 29 Stimmen gegen die Pragmatikerin Caren Lay durch. Bartsch erhielt 44 Stimmen - er hatte keinen Gegenkandidaten. Bislang war Mohamed Ali war bisher in der Fraktion Sprecherin für Verbraucherschutz. Sie ist weniger prominent als ihre Konkurrentin Lay, die bereits Bundesgeschäftsführerin, Vizeparteichefin und zuletzt stellvertretende Fraktionsvorsitzende war.

Amira Mohamed Ali
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Amira Mohamed Ali

Die Partei steht mit dem Wechsel der Fraktionsspitze vor einer Zäsur, denn eines ihrer bekanntesten Mitglieder tritt ab: Sahra Wagenknecht hat über Jahre entscheidend die Debatten der Genossen geprägt. Zunächst als stellvertretende Parteivorsitzende, dann als Fraktionsvize, seit 2015 als Chefin der Bundestagsfraktion. Der Machtkampf mit der Parteispitze war zehrend für die Partei und für Wagenknecht selbst. Sie gab ihn auch als Grund für ihr Burn-out an. Im Frühjahr erklärte sie, nicht wieder für ihren Posten kandidieren zu wollen.

Die neue Co-Chefin wird nun die zerstrittene Partei befrieden müssen, die von dem Zwist zwischen Wagenknecht und Parteichefin Katja Kipping aufgerieben ist. So hatte sie ihre Kandidatur auch angekündigt. In einer E-Mail schrieb sie, Fraktion und Partei befänden sich "in einer herausfordernden Situation". Es gebe in der Fraktion "immer wieder hohe Reibungsverluste, die mit dafür verantwortlich sind, dass die Wahrnehmbarkeit unserer Arbeit geschwächt wird".

Die Zahl des Tages: 35

Die Große Koalition hat nach monatelangem Streit einen Kompromiss zur Grundrente geschlossen. Der sieht vor, dass nur Rentner, die mindestens 35 Beitragsjahre gesammelt haben, von der vollen Unterstützung profitieren können. Aber wer kriegt wie viel und warum? Hier das Ganze einmal an verschiedenen Beispielen durchgerechnet.

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News: Was Sie heute wissen müssen

  • Deutsche Thomas Cook streicht alle Reisen für 2020: Der zahlungsunfähige Reiseveranstalter hat alle bereits gebuchten Reisen für das kommende Jahr abgesagt - auch wenn sie schon bezahlt wurden.
  • Israel tötet Anführer des Islamischen Dschihad: An seinem letzten Arbeitstag als Verteidigungsminister hat Benjamin Netanyahu einen Führer des Islamischen Dschihad in Gaza töten lassen.
Benjamin Netanyahu
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  • EuGH verhängt Kennzeichnungspflicht für Produkte israelischer Siedler: Der Europäische Gerichtshof hat ein politisch brisantes Urteil gefällt. EU-Staaten müssen Lebensmittel aus den von Israel besetzten Gebieten kenntlich machen.
  • Sieben Festnahmen nach Angriffen beim Kölner Karneval: Zum Auftakt der Karnevalssaison in Köln gab es mehrere Attacken auf Karnevalisten, darunter ein besonders drastischer Übergriff mit einem Kabelbinder.
  • Bayern zahlt Justizopfer Gustl Mollath 600.000 Euro: Über Jahre war er zu Unrecht in einer Psychiatrie untergebracht, nun wurden dem 63-Jährigen 600.000 Euro Schadensersatz zugesprochen.

Meinung: Die meistdiskutierten Kommentare

GroKo now - and forever: Könnte die Regierung nicht für immer im Amt bleiben? Gerade hat sie die Älteren wieder so schön beschenkt, mit der Grundrente ohne Einkommensprüfung. Harald Schmidt sagt: Danke! Hier geht's zum Video.

Harald Schmidt
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Klar, ist alles nur Spaß: Neulich erhielt Kolumnistin Margarete Stokowski einen Leserbrief zum Thema Abtreibungen: Feministinnen würden diese "Wunschabbrüche zur lifestyle-Aufhübschung" machen. Der Leser hat natürlich vollkommen recht, schreibt Stokowski nun: Schwangerschaftsabbrüche sind ein spaßiger Trend unter Feministinnen.

Stories: Die meistgelesenen Texte bei SPIEGEL+

"Der Auftritt Greta Thunbergs hatte etwas Fanatisches": Der Philosoph Alexander Grau analysiert im Interview die Rhetorik in der Politik: Statt mit Fakten werde in der Klimadebatte zunehmend mit Gefühlen, Betroffenheit und Kitsch argumentiert.

Greta Thunberg
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Greta Thunberg

"Suche Kokain nähe Rosa-Luxemburg-Platz danke": Drogen werden in Berlin per Messenger bestellt und vom Kurier geliefert. Einblicke in eine Parallelwelt.

Mein Abend: Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Sharon Stone und Robert De Niro in "Casino", 1995
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Sharon Stone und Robert De Niro in "Casino", 1995

Was Sie tun könnten: Martin Scorsese hat noch einmal einen Gangsterfilm gedreht: "The Irishman" läuft ab 14.11. in den Kinos. Im Interview verrät der Starregisseur, wie er das Genre heute erzählt - und wieso er Robert De Niro mit Computertechnik verjüngen ließ. Bevor Sie also am Donnerstag in die Kinos rennen, schauen Sie sich doch noch einmal die letzte Zusammenarbeit der beiden an: "Casino" von 1995 (zum Beispiel auf Netflix). Damals war De Niro wirklich noch jung.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Milena Hassenkamp vom Daily-Team

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