Fehlgeschlagener Parteiausschluss des Altkanzlers »Nicht verwunderlich, wenn ein Zögling Schröders die SPD führt«

CDU-Generalsekretär Czaja kritisiert das Verhalten der SPD-Führung bezüglich Gerhard Schröder. »Nur halbherzig« habe die Parteispitze den Ausschluss des Altbundeskanzlers verfolgt.
CDU-Generalsekretär Mario Czaja

CDU-Generalsekretär Mario Czaja

Foto: Christophe Gateau / dpa

CDU-Generalsekretär Mario Czaja hat SPD-Chef Lars Klingbeil Vorwürfe im Umgang mit Altbundeskanzler Gerhard Schröder gemacht. »Ich habe nicht erwartet, dass Schröder aus der SPD ausgeschlossen wird«, sagte der CDU-Politiker am Montagabend der Nachrichtenagentur Reuters.

Die SPD-Parteispitze sei der Angelegenheit »nur halbherzig« nachgegangen und habe nicht einmal einen eigenen Antrag auf Parteiausschluss gestellt, sagte Czaja. Die SPD-Führung hätte gehofft, dass sich das Problem von alleine erledigt. »Ist ja auch nicht verwunderlich, wenn ein Zögling Schröders die SPD führt«, fügte er hinzu.

Die Schiedskommission des SPD-Unterbezirks Region Hannover hatte am Montag beschlossen, dass Schröder in der SPD bleiben darf. Der 78-Jährige habe nicht gegen die Parteiordnung verstoßen, hieß es zur Begründung. Klingbeil hatte Schröder danach aber in Anspielung auf dessen umstrittene Russlandpositionen als isoliert in der SPD bezeichnet.

ktz/Reuters
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