Niedersachsen-CDU Generalsekretär Lechner soll auch neuer Parteichef werden

Fraktionschef im Landtag ist er schon, nun soll Sebastian Lechner auch den Parteivorsitz übernehmen. Er blieb der einzige Kandidat für die Wahl im Januar.
Sebastian Lechner: »Gemeinsam eine klare und gute Oppositionsarbeit machen«

Sebastian Lechner: »Gemeinsam eine klare und gute Oppositionsarbeit machen«

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Swen Pförtner / dpa

Nach der Niederlage der niedersächsischen CDU bei der Landtagswahl und dem Rückzug von Parteichef Bernd Althusmann soll der neue Landtagsfraktionschef Sebastian Lechner auch Parteivorsitzender werden. Der 41-Jährige sei der einzige Kandidat für die Wahl bei einem Landesparteitag am 21. Januar 2023, teilte die Partei nach Ablauf einer Vorschlagsfrist mit. Lechner war am Mittwoch vom Bezirksvorstand Hannover vorgeschlagen worden.

Die CDU hatte bei der Landtagswahl am 9. Oktober das schlechteste Ergebnis bei einer niedersächsischen Landtagswahl seit den Fünfzigerjahren eingefahren. Landeschef und Spitzenkandidat Althusmann – in der bisherigen rot-schwarzen Landesregierung Wirtschaftsminister und Stellvertreter von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) – kündigte daraufhin seinen Rückzug an, ebenso wie der frühere Fraktionschef Dirk Toepffer, dessen Nachfolger Lechner wurde.

Lechner erklärte am Freitag zu seiner Kandidatur, »die große Verantwortung, die es mit sich bringt, beide Ämter gut auszufüllen«, sei ihm »sehr bewusst«. Es gehe nun darum, »ein großes Team zu formen und mit der neu aufgestellten Landtagsfraktion zu verzahnen, damit wir gemeinsam eine klare und gute Oppositionsarbeit machen können«. Althusmann wünschte Lechner »gutes Gelingen bei den vor ihm liegenden Aufgaben«.

Die SPD einigte sich indes in den zurückliegenden drei Wochen mit den Grünen auf die Bildung einer neuen Koalition. Über ihren am Dienstag vorgestellten Koalitionsvertrag sollen am Wochenende die Parteitage befinden. Am Dienstag soll dann Weil in der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags im Amt des Ministerpräsidenten bestätigt werden.

In Niedersachsen wurde vor rund vier Wochen ein neues Landesparlament gewählt. Die SPD gewann klar, die Grünen wurden zur drittstärksten Kraft hinter der CDU. SPD und Grüne hatten schon im Wahlkampf angekündigt, ein Bündnis bilden zu wollen.

sak/AFP
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