Niedersachsen Grüne wollen bei Castor-Protesten mitmachen

Wenn im März der Castor rollt, wollen sich Niedersachsens Grüne an Protesten beteiligen - obwohl ihre Partei den Energiekonsens mitträgt.


Hannover - "Wir hätten den Ausstieg aus der Atomenergie gern schneller, als er im Konsens vereinbart worden ist", sagte die Landesvorsitzende Renee Krebs in Hannover. "Und wir werden eine Gelegenheit wie Atomtransporte sicher nutzen, das auch weiter deutlich zu machen." Der Ausstieg sei noch nicht erfolgt. "Es braucht nach wie vor öffentliche Aufmerksamkeit und auch öffentlichen Druck."

Rebecca Harms, die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag, meinte, für den Standort Gorleben seien die in den Energiekonsens gesetzten Hoffnungen nicht aufgegangen. "Die Entsorgungsfrage ist einfach unzureichend geregelt. Unter diesem Aspekt unterstütze ich weiter die Proteste in Lüchow-Dannenberg."

Die Castortransporte mit Atommüll in das Zwischenlager Gorleben sollen in diesem Frühjahr nach vierjähriger Pause wieder aufgenommen werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat für die letzte März- und die erste April-Woche die Genehmigung zur Beförderung von sechs Castorbehältern aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben erteilt. Atomkraftgegner kündigten bereits massive Proteste an.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.