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03. Juni 2010, 18:10 Uhr

Niedersachsen

McAllister soll Wulff beerben

Noch ist nicht klar, ob Christian Wulff Bundespräsident wird, aber die Nachfolge in Niedersachsen ist offenbar schon geregelt: CDU-Fraktionschef David McAllister dürfte neuer Ministerpräsident von Niedersachsen werden.

Hannover - David McAllister gilt als Nachfolger von Christian Wulff als Regierungschef in Niedersachsen. Dem 39-jährigen CDU-Fraktionsvorsitzenden werden die besten Chancen eingeräumt, sollte Wulff Bundespräsident werden. Er wäre dann der jüngste Ministerpräsident in Deutschland.

In Koalitionskreisen hieß es, es sei gar keine Frage, McAllister werde der Nachfolger. Er selber - politischer Ziehsohn Wulffs - wollte sich bislang nicht dazu äußern. Der CDU-Landtagsfraktionschef hatte vor zwei Jahren den CDU-Landesvorsitz übernommen.

McAllister hat schottische Wurzeln - sein Vater ist Schotte, seine Mutter Deutsche. Geheiratet hat er im Schottenrock. Mit seiner Ehefrau hat er zwei Töchter. Er gilt in Hannover seit langem als "Kronprinz" und ist seit sieben Jahren Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag.

Anders als sein politischer Ziehvater Wulff übernimmt McAllister, der einen rasanten politischen Aufstieg hinter sich hat, gerne auch einmal die "Abteilung Attacke". Politische Weggefährten attestieren ihm eine hohe analytische Kompetenz, Führungsqualitäten und brillante Fähigkeiten als Rhetoriker, Selbstdarsteller und Verkäufer konservativer Politik.

als/dpa

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