Nordrhein-Westfalen Bahnanlage offenbar aus politischen Motiven beschädigt

Zwischen Duisburg und dem Düsseldorfer Flughafen haben Unbekannte an der Bahnstrecke Kabel beschädigt. Die Bahn meldete Zugverspätungen. Bei der Polizei tauchte ein Bekennerschreiben auf.

Bahnsignal (Symbolbild)
DPA

Bahnsignal (Symbolbild)


Die Ermittler gehen von einer politisch motivieren Tat aus: Nach der Beschädigung von Kabelanlagen der Deutschen Bahn und den damit verbundenen Beeinträchtigungen im Zugverkehr hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben der Polizei ging bei den Sicherheitsbehörden ein Bekennerschreiben ein.

Das Schreiben stammt demnach von Abschiebegegnern. Polizei und Staatsanwaltschaft bezeichneten es als authentisch.

Dem WDR liegt nach eigenen Angaben das Schreiben ebenfalls vor: Demnach kritisieren die Verfasser die aktuelle Abschiebepolitik der Bundes- und der NRW-Landesregierung. Um den reibungslosen Betrieb an, wie sie es nennen, "Abschiebeflughäfen" wie Düsseldorf zu stören, seien an mehreren Stellen in der Nähe Signalleitungen neben den Gleisen gekappt worden.

Unbekannte Täter hatten in der Nacht zum Montag an mindestens drei Stellen im Großraum Düsseldorf Kabelanlagen entlang von Bahngleisen beschädigt. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen, weil die Leitungen unter anderem für die Schaltung der Signalanlagen benötigt werden.

Im Stadtgebiet von Erkrath waren auch Telefon und Internet gestört. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung.

mho/AFP

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