NRW 41-Stunden-Woche im Öffentlichen Dienst

Nordrhein-Westfalen folgt dem Beispeil Bayerns: Nach den Beamten sollen auch hier bald die Arbeiter und Angestellten im Öffentlichen Dienst länger arbeiten.


Berlin - "Ab Mai bekommen alle Arbeitnehmer, die wir neu einstellen, Arbeitsverträge mit der 41-Stunden-Woche", kündigte Finanzminister Jochen Dieckmann (SPD) im "Handelsblatt" an. "Ich kann es nicht hinnehmen, wenn für Arbeitnehmer und Beamte zum Teil in ein und demselben Büro völlig unterschiedliche Arbeitszeiten gelten", sagte Dieckmann.

Für Beamte hatte Nordrhein-Westfalen die Wochenarbeitszeit bereits im Januar auf 41 Stunden abgehoben. Für Arbeitnehmer galt bisher bundesweit die 38,5-Stunden-Woche. Ende März hatte die Tarifvereinigung deutscher Länder (TdL) jedoch die Arbeitszeitvereinbarungen mit der Gewerkschaft ver.di gekündigt. Wegen der gesetzlichen Nachwirkung gekündigter Tarifverträge können die Länder die Arbeitszeit vorerst jedoch nur bei Abschluss neuer Arbeitsverträge verlängern.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hatte am Mittwoch angekündigt, die Arbeitszeit für Arbeitnehmer des Freistaats ebenso wie bei den Beamten auf 42 Stunden anzuheben.



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