NRW-Ministerkandidat Schneider "Koalition der wirtschaftlichen Vernunft"

Guntram Schneider ist Schatten-Arbeitsminister der SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft und Landeschef des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Im Kurzinterview mit SPIEGEL ONLINE spricht er über die Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen.

Schneider (r.), mit SPD-Spitzenkandidatin Kraft: Wir brauchen eine Regierung, die durchhält
dpa

Schneider (r.), mit SPD-Spitzenkandidatin Kraft: Wir brauchen eine Regierung, die durchhält


SPIEGEL ONLINE: Herr Schneider, wie soll Nordrhein-Westfalen künftig regiert werden?

Schneider: Wir brauchen eine Koalition der wirtschaftlichen Vernunft. Nordrhein-Westfalen ist ein enorm wichtiges, immer noch stark industriell geprägtes Land. Die neue Landesregierung muss alles dafür tun, Wachstum und Beschäftigung zu fördern. Gerade die Arbeitnehmer erwarten, dass die neue Regierung mit einer klugen und maßvollen Politik ihre Arbeitsplätze sichert.

SPIEGEL ONLINE: Ist es klug und maßvoll, Energiekonzerne zu verstaatlichen, wie es die Linke gefordert hat?

Schneider: Nein. Die SPD darf sich nicht auf absurde und weltfremde Forderungen der Linken wie die Verstaatlichung von Energiekonzernen einlassen. Ich bin ganz sicher: Das wird sie auch nicht tun.

SPIEGEL ONLINE: Ist eine wirtschaftlich vernünftige Politik mit Rot-Rot-Grün überhaupt machbar?

Schneider: Das wird sich zeigen. An erster Stelle bei allen Verhandlungen über Koalitionen müssen die Interessen des Landes und seiner Menschen stehen. Nordrhein-Westfalen ist zu groß und zu wichtig, um es von einer womöglich instabilen und wirtschaftspolitisch unberechenbaren Koalition regieren zu lassen. Die SPD weiß das, und sie wird entsprechend handeln.

SPIEGEL ONLINE: Kommt also doch am Ende die Große Koalition?

Schneider: Das ist nicht entschieden. Wichtig ist: Wir brauchen eine stabile und vernünftige Regierung, die fünf Jahre durchhält. Alles andere wäre unverantwortlich.

Das Interview führte Andrea Brandt



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
bluesman2 20.05.2010
1. Das ist ja neu!
Zitat von sysopGuntram Schneider ist Schatten-Arbeitsminister der SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft und Landeschef des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Im Kurz-Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht er über die Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,695754,00.html
Na das ist doch mal wieder zur rechten Zeit der richtige Bericht. Ganz nach dem Motto: Es darf nicht sein was nicht sein darf!Basta.O.Henkel lässt grüßen mit seinem offenen Brief an Rüttgers! Unerträglich diese Propagenda Berichte. Frau Kraft macht eh nur das was Steinmeier und Gabriel fordern.Alles klar? Und die könnten ja sogar mit der FDP. Es bedarf also keiner Propaganda. Also keine Angst liebe neoliberale. Ihr bleibt an eueren Fleischtöpfen und könnt das Land lustig weiter kaputt machen.
gaga007 20.05.2010
2. Jeder da, wo er es auch kann ...
Schneider: Das ist nicht entschieden. Wichtig ist: Wir brauchen eine stabile und vernünftige Regierung, die fünf Jahre durchhält. Alles andere wäre unverantwortlich. Die letzte Antwort sagt alles aus - es geht um eine ernsthafte, politische Zukunft für NRW, da schließt sich eine Regierungs-Beteiligung der Linkspartei von alleine aus. Im kommunalen Bereich, wo es um Radwege und sonstige, wichtige Entscheidungen auf Bürgermeister-Niveau geht, sehr gerne, weil die politische Betätigung der Linkspartei einen gewissen Spaßfaktor hat, aber da, wo politische Entscheidungen von realer Verantwortung gefällt werden, da ist kein Platz für die Linkspartei und ihre Protagonisten.
sic tacuisses 20.05.2010
3. reichlich verwegen,
Zitat von sysopGuntram Schneider ist Schatten-Arbeitsminister der SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft und Landeschef des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Im Kurz-Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht er über die Regierungsbildung in Nordrhein-Westfalen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,695754,00.html
im Zusammenhang mit dem Wort Regierungsbildung von Vernunft zu sprechen. Wäre sie denn vorhanden, könnte man drauf hoffen. So aber.........
marvinw 20.05.2010
4. Was ist Bitte "wirtschaftliche Vernunft?"
---Zitat--- NRW-Ministerkandidat Schneider: "Koalition der wirtschaftlichen Vernunft" ---Zitatende--- In leeren Worthülsen kann man alles verstecken. Das Dumme dabei ist dass Herr Schneider damit nicht den Mindestlohn und nicht gerechte Gehälter meint sonder wilde utopische Finanzmärkte, Dumpinglöhne und Raubkapitalismus allgemein. Das wollen wir natürlich alle, gar keine Frage. Bloß was haben diese Schweinereien mit Vernunft zu tun?
Armin Wolff, 20.05.2010
5. Entwarnung...
Zitat von gaga007Schneider: Das ist nicht entschieden. Wichtig ist: Wir brauchen eine stabile und vernünftige Regierung, die fünf Jahre durchhält. Alles andere wäre unverantwortlich. Die letzte Antwort sagt alles aus - es geht um eine ernsthafte, politische Zukunft für NRW, da schließt sich eine Regierungs-Beteiligung der Linkspartei von alleine aus. Im kommunalen Bereich, wo es um Radwege und sonstige, wichtige Entscheidungen auf Bürgermeister-Niveau geht, sehr gerne, weil die politische Betätigung der Linkspartei einen gewissen Spaßfaktor hat, aber da, wo politische Entscheidungen von realer Verantwortung gefällt werden, da ist kein Platz für die Linkspartei und ihre Protagonisten.
Keine Sorge. So lange dort genug Platz ist für die Lobbyisten, Konzernpraktikanten, INSM-Propagandisten und all die Ackermännchen, Nonnenmachers, Funkes und Komparsen, so lange werden unsere Steuermilliarden schon orndungsgemäß vernichtet werden... :-)
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