Christdemokraten in NRW Laschet bemängelt Image der Bundes-CDU

Die CDU in NRW stellt sich nach dem Debakel bei der Landtagswahl neu auf: Armin Laschet ist der designierte Parteivorsitzende - und er wählt klare Worte. Das Erscheinungsbild der Christdemokraten im Bund kritisiert er deutlich.

Designierter Parteivorsitzender der NRW-CDU Laschet: Kritische Worte
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Designierter Parteivorsitzender der NRW-CDU Laschet: Kritische Worte


Düsseldorf - Noch ist er nicht offiziell im Amt, doch mit scharfer Kritik hält sich Armin Laschet trotzdem nicht zurück: Der designierte Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU hat das Erscheinungsbild seiner Partei auf Bundesebene bemängelt.

"Wir müssen wieder die Partei werden, die in Wirtschafts- und Finanzfragen bei den Bürgern das höchste Vertrauen genießt", sagte Laschet "Cicero-Online" am Freitag. Dazu böten die aktuellen Wirtschaftsdaten eigentlich auch eine gute Chance. "Aber es gelingt uns nicht, das auch mit Personen zu verkörpern und mit Themen zu besetzen", monierte Laschet.

Der CDU-Politiker kündigte an, er werde sich als Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen selbst um das Thema Wirtschaft kümmern. Es werde "eine der Kernaufgaben sein, in diesem großen Industrieland dafür zu sorgen, dass wir die Wirtschaftskompetenz zurückgewinnen". Das werde sich dann auch auf die Bundespartei auswirken. "Mein Ziel ist, dass die CDU aus der Krise wieder neue Kraft schöpft, um ihren Charakter als Partei für das ganze Volk zu bewahren", sagte er.

Laschet soll Ende Juni zum Vorsitzenden des größten CDU-Landesverbands gewählt werden und damit die Nachfolge von Norbert Röttgen antreten, der den Posten nach der verheerenden Niederlage bei der Landtagswahl im Mai abgibt.

Die CDU verlor bei der Wahl am 13. Mai über acht Prozentpunkte und erzielte mit 26,3 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Kurz nach der Wahlschlappe hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Röttgen auch als Bundesumweltminister entlassen.

cab/AFP

insgesamt 2 Beiträge
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pacificatore, 22.06.2012
1. Was will die CDU sein?
Will die CDU eine Partei sein, die sowohl den Kleinen Leuten wie auch den Großen Leuten dienen will. Dann kann sie nur eine Politik mit Augenmaß und Vernunft umsetzen. Grundlage müßte dann die Bergpredigt sein und nicht das Handelsgesetzbuch.
General_Turgidson 22.06.2012
2. Monty Python-mäßiger Witz
Also dem Mann muß man schwärzesten Humor zugestehen. Er ist Mitglied einer Partei, die gerade in der schlimmsten Krise seit dem 9.5.1945, in dem Deutschland Billionen € fremder Schulden den gesamten Wohlstand der Nachkriegszeit zu vernichten drohen - grundlegensde Regeln der Volkswirtschaftslehre - grundlegensde Regeln bzgl. der Bedeutung geltender Gesetzte und Verträge - die Meinung einer 2/3-Mehrheit des deutschen Volkes - sämtliche geleisteten Amtseide der Damen und Herren Abgeordneten nicht nur mit Füßen, sondern mit Stiefeln tritt ! Nichts gilt dieser Partei mehr etwas, nur unbeirrtes Festhalten an einer Ideologie, die ganz einfach an der Realität zerbrochen ist. Eines Tages werden Karrikaturisten wieder Zeichentrickfilme drehen, diesmal über Angela Merkel, Siggi Gabriel und Jürgen Trittin, wie sie in einem Bunker in Berlin sitzen, und bei einer Flasche Chantré über Auswege aus dem Zusammenbruch ihres Größenwahns sinnieren. Und wieder werden die dummen Deutschen draußen über dem Bunker bitteres Leid durchleben, statt durch einen Bombenhagel von einem Tsunami von Schulden aus Target2, ESM und EZB vor das Nichts getrieben. Und der Herr Laschet wird uns also von jetzt an bis zur Stunde Null vermitteln, daß all dies Aufgrund der Kompetenz einer ehemaligen Volkspartei vollbracht wurde. Viel Spaß dabei.
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