Nordrhein-Westfalen Brand in künftiger Flüchtlingsunterkunft in Witten

Im nordrhein-westfälischen Witten haben unbekannte Täter mit Brandbeschleunigern ein Feuer entzündet. In dem Gebäude sollen Dutzende traumatisierte Asylbewerber untergebracht werden.


Es war nur ein Schwelbrand, der schnell gelöscht werden konnte. Verletzt wurde niemand. Der Anschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Witten ist ein weiterer Angriff auf Asylbewerber, diesmal im Ruhrgebiet, in Nordrhein-Westfalen. Handwerker hätten den Brand am Morgen entdeckt, berichtet der WDR. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden und richtete keinen größeren Schaden an, wie die Polizei in Bochum mitteilte.

Laut Polizei haben die Täter eine Fensterscheibe an dem städtischen Gebäude eingeschlagen. Außerdem entdeckten die Beamten Reste von Brandbeschleunigern. Der Staatsschutz des Bochumer Polizeipräsidiums hat die Ermittlungen übernommen.

Das Gebäude im Stadtteil Bommerholz wird dem WDR zufolge derzeit saniert. Noch im September sollen darin 30 bis 50 schwer traumatisierte Flüchtlinge untergebracht werden. Diesen Plan wolle die Stadt Witten weiterhin verfolgen. Allerdings werde man sich über weitere Sicherheitsmaßnahmen Gedanken machen, wird die Sprecherin der Stadt zitiert.

In den vergangenen vier Jahren hätten die 36 Zimmer in dem Gebäude leer gestanden, berichtet der WDR. Die Stadt ließ das Gästehaus jedoch sanieren, um es zukünftig als Sammelunterkunft für Flüchtlinge zu nutzen.

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Quelle: Amadeu Antonio Stiftung und Pro Asyl / Polizei / eigene Recherchen / dpa
Stand: 7. Januar 2016

vek/AFP



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