NRW-Wahlkampf Rüttgers erteilt Schwarz-Grün klare Absage

Der angeschlagene Ministerpräsident Rüttgers will trotz schlechter Umfragen an seinem Koalitionspartner FDP festhalten. Zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase in Nordrhein-Westfalen hat er den Grünen eine deutliche Abfuhr erteilt.
Jürgen Rüttgers im Wahlkampf: Wahlziel 40 plus x

Jürgen Rüttgers im Wahlkampf: Wahlziel 40 plus x

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Hamburg - Gut sechs Wochen vor der kämpfen die politischen Konkurrenten zwischen Rhein und Ruhr um jede Stimme. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat sich zu einer "Zuhör"-Tour durchs ganze Land aufgemacht. Nach amerikanischem Vorbild tingelt er an der Basis entlang. Parallel dazu hat er sich in einem Interview über Wünsche für seine künftige Regierung geäußert: Einem schwarz-grünen Bündnis nach der Landtagswahl am 9. Mai erteilte er dabei im "Hamburger Abendblatt" eine klare Abfuhr: "Ich möchte nicht mit den Grünen koalieren." Der Regierungschef bekräftigte: "Ich möchte meine Koalition mit der FDP fortführen."

Die CDU habe mit der FDP "eine gute Arbeit geleistet", und nur in dieser Koalition gebe es "stabile Verhältnisse". Mit der nordrhein-westfälischen FDP arbeite er eng und vertrauensvoll zusammen, sagte Rüttgers weiter. "Und in Berlin sehe ich die FDP inzwischen auf einem guten Weg." Als eigenes Wahlziel nannte er "mehr als 40 Prozent".

In den Umfragen hat sein schwarz-gelbes Regierungsbündnis die Regierungsmehrheit allerdings bereits verloren - nicht auszuschließen, dass es am Wahltag auch tatsächlich so kommt. Ihm haben besonders die Sponsoring-Affäre und das schwarz-gelbe Hickhack auf Bundesebene zugesetzt.

Rüttgers

Um möglichst viele Wähler für den 9. Mai zu mobilisieren, versucht er die Bedeutung der Landtagswahl zu steigern. Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende unterstrich in dem Interview die bundespolitischen Konsequenzen des Urnengangs. "Diese Wahl wird hoch politisch", so . Es gehe hier nicht nur um einen neuen Landtag. "Diese Wahl hat Bedeutung für den Erfolg in Berlin, für das Wohl unseres Landes", betonte er. "Deshalb haben Angela Merkel und ich uns entschieden, diesen Wahlkampf gemeinsam zu führen", sagte Rüttgers weiter.

ler/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.